Man Into Woman - Ein Mensch wechselt sein Geschlecht (German Edition)

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LILI ELBELili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.

EIN MENSCH WECHSELT SEIN GESCHLECHT

Herausgegeben von Niels HoyerNiels Hoyer (historical) Linked to: #harthernE -- Niels Hoyer was the pseudonym for Ernst Harthern



               Lili Elbe im Park der „Staatlichen Frauenklinik''
               
                    zu Dresden zusammen mit der Frau Oberin im Juni 1930 Nach der
                    Operation
Lili ElbeLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. im Park der „Staatlichen Frauenklinik''Women's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden zu DresdenDresden -- City in Germany zusammen mit der Frau Oberinthe Matron (fictional) -- Modeled on Margarete Leifert, or possibly Seifert, a nurse at the Dresden clinic im Juni 1930 Nach der Operation

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LILI ELBELili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.

EIN MENSCH WECHSELT SEIN GESCHLECHT

EINE LEBENSBEICHTE

———

AUS HINTERLASSENEN PAPIEREN HERAUSGEGEBEN VON NIELS HOYERNiels Hoyer (historical) Linked to: #harthernE -- Niels Hoyer was the pseudonym for Ernst Harthern

1932

CARL REISSNERCarl Reißner (historical) -- German publisher ⋅ VERLAG ⋅ DRESDENDresden -- City in Germany

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Mit 11 Bildern

Sämtliche Rechte, auch das der Übersetzung, vorbehalten

Copyright 1932 by Carl ReißnerCarl Reißner (historical) -- German publisher in DresdenDresden -- City in Germany

Printed in GermanyGermany -- Country in Europe

Druck von Oscar BrandstetterOscar Brandstetter (historical) -- German publisher in LeipzigLeipziger Strasse -- In Berlin, Germany

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VORWORT

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Lili ElbeLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s letztem Willen gemäß habe ich ihre hinterlassenen Aufzeichnungen zu diesem Buch gesammelt. Es ist ein wahrhaftiger Lebensbericht, niedergeschrieben von einem Wesen, dessen Weg auf Erden sich zu einer beispiellosen Schicksalstragödie gestaltet hat, die Lebensbeichte eines Menschen, dessen Heimsuchungen außerhalb der Bezirke unserer gewohnten Vorstellungen liegen.

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Der deutsche ArztKurt Warnekros (historical) Linked to: #kreutz -- , dessen kühne Operationen es dem todkranken und verzweifelten dänischen Maler Einar WegenerEinar Wegener (historical) Linked to: #sparreAn #lili -- (Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ) ermöglicht hatten, sein Leben in voller Übereinstimmung mit seiner eigentlichen Natur fortzusetzen, hat das Buch in meiner deutschen Wiedergabe gutgeheißen. Auf Lili ElbeLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Wunsch sind für die Personen, von denen sie erzählt, Decknamen benutzt worden.

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Ihren eigenen Namen, erwählt aus Dankbarkeit gegen die deutsche Stadt, in der sich ihr Menschenschicksal erfülltDresden -- City in Germany, hat sie beibehalten.

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Dieser deutschen Ausgabe ging eine dänische Ausgabe voraus, erschienen im Dezember vorigen Jahres in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark-DänemarkDenmark -- Country in Europe, Einar WegenerEinar Wegener (historical) Linked to: #sparreAn #lili -- s Geburtsheimat. Gleichzeitig mit der deutschen Ausgabe werden Ausgaben in den übrigen Weltsprachen erscheinen. Ihrem großen Helfer in DresdenDresden -- City in Germany Kurt Warnekros (historical) Linked to: #kreutz -- , ihrer LebenskameradinGerda Wegener (historical) Linked to: #sparreGre -- im fernen Süden, ihrem treuesten Freunde in ParisParis -- City in France Claude Prévost (historical) Linked to: #lejeuneClaude -- soll Lili ElbeLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Buch aus Dankbarkeit zugeeignet sein.

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NIELS HOYERNiels Hoyer (historical) Linked to: #harthernE -- Niels Hoyer was the pseudonym for Ernst Harthern


Die Handschrift vor und nach der Operation Widmungsblatt des Buches „Le
                        Livre Des Vikings'': ,,Für meinen lieben Vater von Einar – 1924''
                        „Für meinen Freund Niels Hoyer von
                            Lili Elbe –1931''
Die Handschrift vor und nach der Operation Widmungsblatt des Buches „Le Livre Des Vikings'': ,,Für meinen lieben Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative von EinarEinar Wegener (historical) Linked to: #sparreAn #lili -- – 1924'' „Für meinen Freund Niels HoyerNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative von Lili ElbeLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. –1931''

I

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ParisParis -- City in France. Quartier Saint GermainQuartier Saint Germain -- . An einem Februarabend 1930. In einer stillen Straße mit vornehmen Palais – ein kleines Restaurant.

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Ausländer, meist Künstler, ein kleiner Kreis, sind Stammgäste bei ihm.

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Zu ihnen gehören AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- und Grete SparreGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ein dänisches Malerpaar, und ihr italienischer Freund Ernesto RossiniErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- mit seiner eleganten französischen Frau ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- .

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Ein ganzes Jahr lang haben sie einander nicht gesehen. Das eine Paar durchzog den Norden, das andere den Süden EuropaEurope -- s.

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»Skaal'«, ruft AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- auf gut nordische Art und hebt sein Glas, »dieser Wein, Kinder, ist für die Seele, was Hochgebirgssonne für den Körper ist. Und dabei fällt mir eine prachtvolle Legende von der Kathedrale in SevillaCathedral in Seville -- Likely the Catedral de Santa María de la Sede ein, die GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich neulich bestaunten. Unter dem Sockel der höchsten Säule haben sie einen Sonnenstrahl eingemauert, das ist die ganze Legende . . .«

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»Herrlich«, ruft ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- begeistert.

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»Himmlisch, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- «, fällt Frau ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- ein und drückt ihm warm die Hand.

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Und Frau GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lächelt glücklich und sinnend.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- tauschen in kunterbuntem Durcheinander Reiseeindrücke miteinander aus, Wanderungen durch Museen und verrufene Gassenwinkel in CadixCadiz -- und AntwerpenAntwerp -- , Entdeckerfahrten durch Basare auf dem BalkanBalkans -- und in Trödlerkeller im HaagThe Hague -- und AmsterdamAmsterdam -- ! Einer will den andern überbieten. So ist GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . So ist ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- . Völlig bei der Sache. Mit tief ernsten, kunstbegeisterten Augen.

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Indes AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sich von ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- ergötzliche und sogar anzügliche allerneueste Skandalgeschichtchen aus RomRome -- City in Italy und MadridMadrid -- City in Spain ins Ohr flüstern läßt.

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»Trinken Sie nicht zu viel, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ?« unterbricht plötz-
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lich Frau ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- sich selber mitten in einer »allerneuesten«, nur im Flüstertone zu erzählenden Unglaublichkeit . . . Ihr ist das allmählich recht nervös gewordene, blasse Mienenspiel des Freundes aufgefallen. »Sie wollen heute abend den Gesunden spielen.«

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ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- haben ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- s Worte aufgefangen. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- blickt nur stumm auf AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- nimmt die Hand des Freundes. »Verursacht LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. Ihnen wieder Pein?« fragt er voll Besorgnis.

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»Geraten, ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- «, antwortet AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sehr ernst. »Nach und nach wird dieser Zustand unerträglich. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. will sich nicht mehr darein finden, sich mit mir im Dasein zu teilen. Sie will ihr Dasein für sich allein haben. Ich weiß nicht, ob Ihr mich versteht . . . Ich? – Ach, ich bin nichts mehr wert. Kann nichts mehr. Bin fertig. Das weiß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. längst . . . So ist es . . . Und drum macht sie von Tag zu Tag energischeren Aufruhr . . . Was will ich noch mit mir . . . Die Frage mag seltsam klingen . . . Nur Toren glauben, sie seien unentbehrlich . . . unersetzbar . . . Doch jetzt kein Wort mehr davon . . . Trinken wir! Trinken wir einen feurigen, süßen Asti, um ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- eine Freude zu bereiten.«

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»Bravo«, ruft ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- und läßt die Augen nicht von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , der sich müde erhebt und recht schlaff zur Theke geht.

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»Sag mir schnell«, flüstert ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , der Freundin zugebeugt, »wie sieht es mit unserm Freund aus. Sein Aussehen gefällt mir nicht.«

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat ihr Lächeln verloren. »So schlimm stand es noch nie mit ihm.«

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ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- und ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- schauen die Freundin wortlos an.

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»Ich habe alle Hoffnung auf Rettung für ihn fast aufgegeben«, spricht sehr leise GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , »wenn nicht ein Wunder . . .«

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ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- unterbricht sie lebhaft. »Siehst du, du sprichst es aus . . . ein Wunder.«

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sieht die Freundin fragend an.

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»Also hör. Ein sehr guter Freund von unsKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ist dieser Tage in ParisParis -- City in France . . . Aus DresdenDresden -- City in Germany. Ein Frauenarzt. Er klingelte uns heute früh an, kurz nachdem wir mit AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- im Telefon gesprochen hatten. Und da fiel mir sofort ein: kann jemand AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- helfen, dann nur der Professor aus DresdenDresden -- City in Germany Kreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . Und die Sache hat Eile. Denn der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- muß schon morgen nachmittag wieder nach DeutschlandGermany -- Country in Europe zurück. Ich will noch heute abend mit ihm ein Rendez-vous verabreden . . .«

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat nur eine müde Handbewegung. »Liebste ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , es ist zwecklos. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- will keine Ärzte mehr sehen.«

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ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- hat beide Hände GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s genommen.

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , Liebste, jetzt dürfen Sie nicht widersprechen, ihr müßt diesmal gehorchen, und ich rufe noch heute abend bei dem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- an. Ich weiß, der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- wird ihm helfen können . . .«

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- steckt sich langsam eine Zigarette an. . . . Sie bläst den blauen Rauch der Zigarette von sich. Sie starrt in den Rauch hinein.

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Dann sagt sie langsam, unerregt und bestimmt:

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»Gut, ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , rufen Sie Ihren deutschen ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- an. . . . Und ich will AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- überreden, daß er sich morgen zeitig bei Ihnen einstellt.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- kommt zurück. Zwei Flaschen Asti hält er wie eine Beute vor sich . . .

*

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Als GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zu später Stunde die Avenue hinunterflanieren, in deren Nähe ihre Atelierwohnung liegt, gesteht sie anfangs vorsichtig, dann aber mit Nachdruck, was sie mit ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- beschlossen hat. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ist
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außer sich. Mitten auf der Straße bleibt er stehen, rast. Er lasse sich weder von einem deutschen noch von einem französischen noch von einem hindostanischen usw. Quacksalber untersuchen. Er sei fertig mit diesen Menschenschindern . . .

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Schon seit vielen Jahren war er krank. Zahllose Ärzte und Spezialisten hatten sie aufgesucht – ohne Resultat. Jetzt war er so müde. Ihm war das Leben zu einer Pein geworden . . .

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Niemand hatte verstanden, was ihm fehlte. Aber sein Leiden war auch von so wunderlicher Art. Ein Spezialist in VersaillesVersailles -- hatte ihn ohne weiteres für einen Hysteriker erklärt; im übrigen sei er ein völlig normaler Mann, der sich nur in aller Vernunft als Mann benehmen solle, um zu neuem, besseren Leben »aufzublühen«; dem Patienten fehle nichts weiter als die Überzeugung, daß er völlig gesund und normal sei . . .

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Ein junger Arzt, ebenfalls in VersaillesVersailles -- , hatte zwar festgestellt, daß »nicht alles so war, wie es sein müßte« . . . aber dann hatte er AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- mit folgenden trostreichen Worten entlassen: »Scheren Sie sich um nichts, was auch mit Ihrem Körper vor sich geht. Sie sind so gesund und unverdorben. Sie können schon etwas aushalten.«

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Eine etwas mystisch veranlagte medizinische Persönlichkeit aus WienVienna -- , ein Freund von SteinachSteinach (historical) -- , war mit ihrer Diagnose schon auf dem richtigen Weg. »Nur ein kühner, waghalsiger Arzt kann Ihnen helfen«, hatte dieser Mann erklärt, »aber wo finden Sie einen solchen Arzt heutzutage . . .?«

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Ein Radiolog war sehr aktiv gewesen, aber er hätte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- auch beinahe umgebracht . . .

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Danach hatte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sich ein Herz gefaßt und war mit drei Chirurgen in Verbindung getreten.

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Der erste hatte erklärt, er hätte bislang noch niemals »Verschönerungsoperationen« ausgeführt; der zweite un-
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tersuchte ausschließlich den Blinddarm, und der dritte erklärte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- für »völlig verrückt«.

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Diesem dritten Spezialisten würden die meisten Menschen wahrscheinlich Recht gegeben haben: denn AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- glaubte, er sei in Wirklichkeit überhaupt kein – Mann, sondern eine Frau . . .

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Und er war müde geworden und hatte sich selber gelobt, keinen Arzt mehr aufzusuchen. Er hatte den Entschluß gefaßt, sich aus dem Dasein zurückzuziehen. Der erste Mai sollte der Stichtag sein . . . Das Frühjahr ist eine gefährliche Zeit für Kranke und Müde . . .

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Er hatte sich alles überlegt . . . sogar seinen Abgang . . . Es sollte gewissermaßen wie eine höfliche Verbeugung vor der Natur sein . . . Jetzt war es Februar . . . März und April waren noch Wartezeit . . . Gnadenfrist . . . er war ruhig . . .

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Das einzige, was ihn quälte, ihn unsagbar peinigte, war der Gedanke an seine Frau – die treue Freundin und Gefährtin seines Lebens.

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Grete SparreGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war eine Künstlerin von großem Talent. Ihre Bilder wirkten erregend, aufpeitschend wie ein Duft aus den Dschungeln von ParisParis -- City in France . . .

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Vielleicht . . . weil ihre Ehe eigentlich fast von Anfang an vor allem Kameradschaft war, fanden sie beide das Leben angenehm und lebenswert, nur wenn sie beieinander waren . . .

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Kaum erwachsen, noch auf der Kunstakademie in KopenhagenArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark., hatten sie geheiratet. Ein paar Tage vor der Hochzeit hatte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sein allererstes Bild auf seiner allerersten Ausstellung verkauft.

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Sie hatten meist im Ausland gelebt, vor allem in ParisParis -- City in France. Und dieses Leben in der Fremde hatte sie vielleicht noch inniger miteinander verknüpft.

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Deshalb gab es jetzt so oft Augenblicke für AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , in denen er sich wie ein Verräter GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gegenüber vor-
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kam. Er hatte erkannt, daß er nicht mehr arbeiten konnte: er hatte Angst, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zur Last zu fallen . . . Dieser Gedanke würgte ihn seit Monaten, erdrosselte alles Frohe in ihm . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- kannte seine Gedanken. Doch was sie auch aufbot, um ihm neue Hoffnung zu machen, sie ahnte, es war zwecklos . . . So vieles verband sie miteinander. So viele Kämpfe, so viele Erinnerungen, helle und dunkle . . . Und vielleicht am allermeisten – LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Denn AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- bestand aus zwei Wesen: aus einem Mann, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- – und aus einem Mädchen: LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Man konnte sie auch Zwillinge nennen, die beide zu gleicher Zeit den einen Körper in Besitz genommen hatten.

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Im Charakter waren sie beide sehr verschieden.

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Allmählich bekam LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. über AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- die Übermacht, derart, daß man sie in ihm noch spüren konnte, selbst wenn sie sich . . . zurückgezogen hatte, aber niemals umgekehrt. Während er sich müde fühlte und dem Tode verfallen schien, war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. froh und lebensfrisch.

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Sie war GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Lieblingsmodell geworden. Durch ihre besten Arbeiten wandelte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- fühlte sich als Beschützer dieser sorglosen und hilflosen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- fühlte sich als Beschützer beider . . . Seine letzte Hoffnung war, zu sterben, damit LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu einem neuen Leben erwachen könnte.

II

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Am nächsten Morgen spricht GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gütig auf ihn ein, setzte ihm klar und froh auseinander, daß er, wenn nicht aus einem anderen Grunde, so doch aus Höflichkeit zu ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- hingehen müsse. Dort könne er dann immer noch eine Ausrede finden, falls es ihm zuwider sei, ihren deutschen ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- aufzusuchen.

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Eine Stunde später machte er sich auf den Weg nach PassyPassy -- , wo ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- wohnte.

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Punkt zwölf Uhr hält ihr Wagen vor dem Absteigquartier des deutschen ArztKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- es. Während ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- den Klingelzug in Bewegung setzt, flüstert AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- : »Vielleicht ist es doch ganz interessant, Ihre deutsche BerühmtheitKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Da er einer Rasse angehört, bei der das Interesse für wissenschaftliche Forschung so stark ausgeprägt ist, daß dieses Interesse möglicherweise den Drang des Mannes im allgemeinen, sich ganz besonders nach Gottes Ebenbild angefertigt zu sehen . . .«

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»Um Himmels willen, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- «, unterbricht ihn ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , »nur jetzt hier draußen keinen Vortrag halten . . .«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- faßt die Hand der Freundin. »ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , ich meine ja nur . . . ich hoffe ja nur . . . wie soll ich es ausdrücken . . .«

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ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- sieht den Freund, der bleich vor Erregung ist, jetzt sehr ernst an. »Sprechen Sie, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . . .«

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Und dann stößt er heraus: » . . .daß er mich nur nicht als einen traurigen Überläufer betrachten wird, – weil – ich lieber Weib als Mann sein will . . .«

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»Nein, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , dafür verbürge ich mich.« Man hört Schritte innen.

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Die Tür wird geöffnet. Ein Diener empfängt sie. Und ehe er das Paar noch gemeldet hat, kommt ein großer, schlanker Herr ihnen entgegen. Der dunkelblaue Sakkoanzug betont auf eine fast militärische Art die straffe Eleganz der Erscheinung. Das zurückgekämmte Haar liegt wie eine dunkle, blanke Masse über der hohen Stirn, während der kleine, amerikanisch gestutzte Bart auf der Oberlippe einen leicht blonden Ton hat.

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Wenn AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- später versuchte, sich diese Gesichtszüge ins Gedächtnis zurückzurufen, so wurde jedesmal alles vor den Augen ausgewischt . . . Von diesen grau-
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blauen, tief liegenden Augen, die zugleich hell und dunkel waren, strahlte ein seltsamer, bannender Zauber aus.

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Es war Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . . .

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- fühlt sein Herz hart pochen. Während der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- mit einer etwas zeremoniellen Herzlichkeit sie in den Salon führt und mit ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- einige Worte austauscht, fällt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zum erstenmal in seinem Leben auf, daß deutsch eine schöne und musikalische Sprache sei . . .

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Wie im Traum hört er der Unterhaltung der beiden zu . . . auch dann noch, als ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- dem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- von ihm und seiner Leidensgeschichte, leise und wie nebenbei, dann und wann ihm einen schnellen, lieben Blick zuwerfend, erzählt.

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Diese Stimme . . . nichts anderes kann AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- denken, empfinden. Er ist wie von einem Bann umschlossen, von dem Bann dieser Stimme. Sie gleicht seinen Augen, sie ist hell und dunkel zugleich wie die Augen. Sie dringt in den andern ein. Die Augen, die Stimme. Bis in die heimlichste Seelenfalte hinein . . .

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Und was wird diese Stimme nun ihm zu sagen haben . . . und diese Augen, was werden sie ihm mit ihrem Blick verkünden? . . .

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Ein Todesurteil? . . . Erwartet er etwas anderes als dies? . . . Erwartet er überhaupt etwas? Ist er überhaupt zu irgendeinem Ziel hierher gegangen?

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Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- steht vor ihm, sieht ihn kaum an, spricht nur ein paar knappe Worte zu ihm. Und er folgt ihm in ein neben dem Salon liegendes Zimmer . . ., dort muß er sich entkleiden. Wie ein Schlafwandler bin ich jetzt, denkt es fern und nebelhaft in AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , er muß gehorchen, willenlos . . . er will etwas sprechen . . . er sucht nach deutschen Worten.

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»Sie brauchen mir keine Erklärungen zu geben, mein Herr«, unterbricht der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ihn rücksichtsvoll.

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»Hier, nicht wahr? schmerzt es . . . und dort . . . und ebenfalls dort . . . nicht wahr?« und langsam gleitet seine Hand über AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Leib dahin. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- braucht nur leise und scheu zu nicken . . . und ein fast schreckhaftes Erstaunen faßt ihn an. Woher weiß dieser fremde Mann, wo seine Schmerzen wohnen?

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Und dieses Erstaunen steigert sich zu Verblüfftheit, als der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- , dem Frau ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- ein Bündel Photographien von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zugesteckt hat, die Bilder aus dem Umschlag herausnimmt und sie vor sich auf den Tisch legt in der Reihenfolge der Jahre, die auf der Rückseite, von dem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- nicht beachtet, vermerkt stehen . . .

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»Da haben wir also die Entwicklung . . .« sagt der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- schlicht. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- nickt nicht einmal.

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»Wie ich höre, hat ein Radiolog Sie mit Röntgenstrahlen behandelt . . ., und zwar, ohne vorher chemische oder mikroskopische Untersuchungen vorgenommen zu haben . . . unmöglich, zu sagen, ob er damit die Keimdrüsen, eventuell also auch vorhandene Ovarien ungünstig beeinflußt hat, – das muß die weitere Untersuchung ergeben.«

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»Ovarien...« AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- stößt das Wort wie einen Schrei heraus, »ich . . . habe . . . also . . .?« Weiter kommt er nicht . . . Er kann vor Erregung kaum atmen . . . alles dreht sich im Wirbel um ihn . . .

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»Höchstwahrscheinlich«, antwortet der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- , unerschütterlich und sachlich, und dennoch gedämpft durch den Ton seiner jetzt sehr weichen, diskreten Stimme . . . immer wieder hat AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- an diesen leicht umschleierten Klang denken müssen . . . und nicht nur AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . . ., »sehen Sie, ich vermute, daß Sie sowohl männliche wie weibliche Organe besitzen, und keins von beiden hat Raum genug erhalten, um sich völlig zu entwickeln. Es
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ist ein Glück für Sie, daß Sie sich so ausgesprochen als Weib fühlen . . . Und deshalb glaube ich, werde ich Ihnen helfen können.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- muß sich ans Herz greifen. Er beugt sich vor, um jedem Wort, das der fremde Mann da spricht, so nahe wie nur möglich zu sein in dem Augenblick, wo es ausgesprochen wird. Er blickt dem fremden Manne starr in die Augen, um auch in seinem Blick diese Worte bestätigt zu finden . . .

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»Und . . . Herr ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . . . und was soll ich . . . was . . .«

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Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ist aufgestanden, geht ein paarmal auf und ab, als denke er nach, wendet sich dann wieder gegen AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . Und wieder trinkt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- seine Worte . . .

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»Kommen Sie zu mir nach DeutschlandGermany -- Country in Europe. Ich hoffe, daß ich Ihnen ein neues Leben und eine neue Jugend geben kann.«

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. . .So grenzenlos einfach werden diese Worte gesagt.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat sich aufgerichtet. Er ringt um Sprache.

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»Also wird es LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sein, die . . . leben . . . darf . . .?«

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»Ja«, antwortet Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . »Ich werde Sie operieren, Ihnen neue, kräftige Ovarien geben. Dieser Eingriff wird Sie über jenen Stillstand in Ihrer Entwicklung hinwegbringen, dem Sie im Pubertätsalter verfielen. Vorher aber werden Sie sich in BerlinBerlin -- City in Germany noch verschiedenen vorbereitenden Behandlungen unterziehen müssen. Dann kommen Sie zu mir nach DresdenDresden -- City in Germany

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Damit schloß dieses erste, schicksalsvolle Gespräch zwischen dem fremden Mann und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , der noch atemlos dasaß, als ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , von dem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- in das Arbeitszimmer geführt, vor ihm stand . . . Und sie lächelte, um ihre Ergriffenheit nicht zur Schau zu tragen.

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Sinnend stand der ArztKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- wieder wie für sich allein da . . . blickte plötzlich AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- an . . . dann ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . »Ich darf doch offen fragen?« sagte er, von einem zum andern blickend.

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                  Andreas Sparre (Einar Wegener) als Zwanzigjähriger Gezeichnet
                        von einem Freunde
Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- (Einar WegenerEinar Wegener (historical) Linked to: #sparreAn #lili -- ) als Zwanzigjähriger Gezeichnet von einem Freunde

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»Aber bitte«, erwiderte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , »vor Frau ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- habe ich keine Geheimnisse . . .«

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»Nun denn«, begann der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- , »wie ich höre, sind Sie . . . verheiratet . . .«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- glühte vor Verlegenheit . . .

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»Ihre Ehe . . . vielleicht können Sie mir da einiges erklären, weil es für mich als Arzt immerhin . . .«

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Jeder von ihnen empfand das Phantastische dieses Augenblickes und auch das Natürliche, Selbstverständliche dieser Frage.

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»Vielleicht gehe ich doch . . .« fragte ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- den Freund voller Schonung.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hielt sie fest. »Nein, ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , nein, nicht gehen, nicht . . .«

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Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- kam beiden zu Hilfe. Sein Lächeln wirkte in diesem Augenblick wie eine Befreiung. »Wie verhält es sich zum Beispiel mit . . . nun, ich hörte den Namen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. – nun also mit LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und den Männern . . . ich meine, interessieren sich die Männer für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.? . . .«

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»Aber ja«, rief ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- lachend, »es ist schier unglaublich, welch eine Anziehungskraft LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf unsere Herrenwelt ausübt.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wollte sie unterbrechen. Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- lachte jetzt herzhaft.

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»Bitte, jetzt hat die gnädige Frau das Wort.« Und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ließ es über sich ergehen: »Ich hab es mit eigenen Augen erlebt, auf verschiedenen Karnevals und Bällen!«

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Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- wurde wieder sachlich. »Was Sie da erzählen, gnädige Frau, entspricht ganz dem Bilde, das ich mir gemacht habe . . . Im übrigen dürfte die notwendig werdende Operation, zumal sie die erste ihrer Art ist, mancherlei merkwürdige Situationen ergeben, nicht zum wenigsten in juridischer Hinsicht. Aber«, und jetzt stellte er sich dicht vor AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- und nahm seine Hand, »das verspreche ich Ihnen, ich werde LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nicht im Stich
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lassen und ihr bei ihren ersten selbständigen Schritten ins Leben hinein behilflich sein.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sah auf die Hand des fremden Mannes nieder . . . er wußte nicht, was er tun sollte . . . er blickte ratlos im Zimmer umher . . . ließ dann die fremde Hand los, streckte beide Arme wie Hilfe suchend ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- hin, sie eilte auf ihn zu und umarmte ihn mütterlich.

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»ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . .« stammelte er unter Tränen, »was jetzt kommt, das Leben . . . mit dem ich ja gar nichts zu tun haben werde . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . das Leben haben Sie . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- , haben Sie gerettet . . . Ohne Sie wär ich nie hier gewesen . . .«

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Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- stand vor dem Fenster, blickte schweigend hinaus.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ging zu ihm hin. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- stand vor dem ArztKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- weinte. Der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- nahm seine Hände und sagte still: »Ich verstehe Sie. Sie haben viel gelitten.«

III

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Stundenlang hat GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- in der kleinen Atelierwohnung auf AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- Rückkehr gewartet.

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Als er endlich eintritt, ist er bleich wie ein Sterbenskranker. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- eilt ihm entgegen. Sie führt ihn zum Diwan. Er läßt sich wie zerschlagen niederfallen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bleibt lange neben ihm sitzen, wortlos.

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Als dann AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zu sprechen beginnt, hört sie ihm mit geschlossenen Augen zu. Auch AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- spricht mit geschlossenen Augen. Was ist jetzt Traum? Was ist Wirklichkeit?

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Ist das, was jetzt beginnt, Erlösung, die Erlösung?

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Wohin geht der Weg für ihn, für sie, für sie beide? . . .

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Und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- erzählt, völlig aufgewühlt durch das Erleben vorhin, in Wortfetzen . . .

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- steht auf. Wortlos hält er ihre Hand.

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Dann führt er sie an die Staffelei vor dem breiten Fenster, durch das der Nordhimmel hereinleuchtet. Auf der Staffelei lehnt ein großes Bild. Drei Frauengestalten sind darauf zu sehen. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Züge trägt die eine Frau . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- s Züge die andere . . . und zwischen ihnen die dritte . . . und sie trägt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ', – LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.'s Züge!

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- «, spricht er dann, »hab Dank, weil du immer . . . bis zuletzt . . . an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. geglaubt hast. Du weißt es, ich habe nie, nie daran zweifeln können . . . Ich wußte es, daß der Tag kommen würde . . .

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»Ich bin so glücklich«, sagt er.

*

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An dem Abend dieses schicksalsvollen Tages brach AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zusammen.

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Seine Widerstandkraft war zu Ende.

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Jetzt erst wagte er es, sich einzugestehen, wie groß in diesen letzten Jahren Qual und Verzweiflung gewesen war. Jetzt durfte er offen gegen sich selber sein. Jetzt mußte er es . . . Doch er weiß, daß ihm Hilfe not tut. Einen Freund hat er, der ihm beistehen wird. Es ist der Mann seiner Schwesterbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband. in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark. Ihm hatte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sich schon vor Jahren anvertraut. Der Schwagerbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband. kennt das Geheimnis um LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- schüttet dem fernen Schwagerbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband. sein Herz aus.

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»ParisParis -- City in France, den 29. Januar 1930

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Lieber Christianbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband.,

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Du hast lange nichts von mir gehört, weil ich Dir über LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nichts Gutes erzählen konnte. Ich habe mich nach und nach von mehreren Ärzten untersuchen lassen, aber ohne Resultat. Sie haben mir durchweg schmerzstillende Mittel verordnet, von deren Gebrauch ich aber nichts halte. Denn ich will wissen, was in mir vorgeht. Selbst
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wenn es auch weh tut. Nach Beratung mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- mich zu einem ihrer persönlichen Bekannten geführt – er empfing mich drei Stunden vor seiner Abreise von ParisParis -- City in France. Jetzt kommt etwas, das sich wie ein Wunder anhört! Ich war bei dem berühmten Chirurgen und Frauenarzt Professor Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- aus DresdenDresden -- City in Germany. Das Merkwürdige ist, daß er Dir ähnlich sieht. Er untersuchte mich lange und erklärte dann, mein Fall sei so selten, daß man bis jetzt nur einen ähnlichen gekannt habe. Er fügte hinzu, daß ich in dem Zustand, in dem ich mich jetzt befinde, beinahe nicht als lebendes Wesen angesehen werden könne, weil die Behandlung mit Bestrahlung ein großer Fehler gewesen sei, zumal ihr keine mikroskopische Untersuchung vorausgegangen sei. Jetzt befürchte er, daß diese Behandlung ins Blinde hinein meine Organe – sowohl die männlichen wie die weiblichen – zerstört habe. Deshalb will er, daß ich schnellstens zu einem Spezialistenin BerlinBerlin -- City in Germany zwecks einer mikroskopischen Untersuchung fahre.

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Einige Zeit danach will er selber mich operieren. Er will die toten (und früher unvollkommenen) männlichen Organe entfernen und die weiblichen mit neuen und frischen erstatten. Dann wird es LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sein, die weiterleben soll!

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Ihr schwacher Mädchenkörper wird sich dann entwickeln können, und sie wird sich ebenso jung fühlen wie ihre neuen und frischen Organe. Lieber Christianbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband., ich sitze hier und weine wie ein Mädel, während ich dies hier schreibe. Es hört sich wie ein Wunder an, daß ich es nicht zu glauben wage. Eins tröstet mich jedoch – daß ich sonst bald sterben müßte. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich glauben, daß wir träumen, und wir haben Angst zu erwachen. Es ist allzu wunderbar, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wird leben dürfen, daß sie das glücklichste Mädchen in der Welt werden wird – und daß dieser grauenvolle Alpdruck
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meines Lebens jetzt ein Ende bekommt. Diese erbärmliche Komödie als Mann. Ohne GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- wäre ich längst erledigt gewesen. Aber ich habe in dieser Zeit aufs neue Gelegenheit gehabt, zu sehen, was für ein prachtvolles Mädel sie ist – sie ist ein Engel. Überanstrengungen, eigne Schmerzen usw. haben ihr nichts antun können, sie hat es dazu gebracht, für zwei zu arbeiten, jetzt, wo ich nicht mehr viel wert bin. Ich tue natürlich, was ich vermag, und habe in allen großen Salons mit Erfolg ausgestellt und verkauft. Aber jetzt ist auch dies vorbei. Jetzt kann ich nicht mehr. Ich bin wie eine erbärmliche Larve, die darauf wartet, ein Schmetterling zu werden. Die Operation eilt, und der ArztKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- hätte gern gesehen, daß ich sofort nach BerlinBerlin -- City in Germany gefahren wäre, da zwischen der ersten Untersuchung und der Operation etwa zwanzig Tage vergehen müssen. Und ich muß in DresdenDresden -- City in Germany an dem Tage sein, an dem er die neuen Organe für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. hat. Er will mir Medizin senden, die ich nehmen soll, um die inneren Organe und dadurch mich bis dahin am Leben zu erhalten. Aus praktischen Gründen bat ich um etwas Aufschub und ich sagte ihm, ich möchte es am liebsten so einrichten, daß ich via KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark nach BerlinBerlin -- City in Germany kommen könnte, da ich vorher in DänemarkDenmark -- Country in Europe eine Ausstellung abhalten wollte. Von BerlinBerlin -- City in Germany würde ich dann Anfang April nach DresdenDresden -- City in Germany kommen.

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Dies gefiel dem ArztKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- nicht besonders, aber er verstand, daß ich dies aus praktischen Gründen vorgeschlagen hatte.

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Nun weiß ich nicht, ob es auch Gemütsbewegung ist, aber mein Zustand verschlimmert sich derartig, daß ich mich außerstande fühle, eine Ausstellung und alles, was vorausgeht, vorzubereiten – ich merke, ich habe keine Zeit zu verlieren.

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Deshalb frage ich Dich, ob Du mir in dieser Sache helfen willst.

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Willst Du mir für die Operation und den Klinikaufenthalt Geld leihen? Ich weiß nicht, wieviel es kosten wird. Ich weiß nur, ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- hat es so geordnet, daß der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- nur ein ganz geringes Honorar nimmt. Aus Rücksicht auf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- wage ich nicht, Geld von unserer Reserve zu nehmen, um so weniger, als die Reise nach RomRome -- City in Italy und meine Krankheit uns viel gekostet hat.

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Ich oder wir haben bei HeymanHeyman (historical) -- Danish art dealer who exhibited Einar's and Gerda's work & HaslundOle Georg Haslund (historical) -- Danish art dealer who exhibited Einar's and Gerda's work; he is named in the narrative rather than given a fictional name in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark viele Bilder stehen, ich nehme an für einen Wert von rund 7000–10000 Kronen. Ich weiß also nicht, was die Operation kosten wird, aber ich nehme an zwischen 4000 und 5000 Kronen im ganzen. Ich gebe Dir alle unsere Bilder in DänemarkDenmark -- Country in Europe als Sicherheit für den Fall, daß ich sterbe – und für alle Fälle. Geht es schief, werden die Bilder verkauft, und geht es gut, können wir Dir bald das Geld zurückgeben. Wir verdienen gut und haben viele und große Aufträge.

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Erzähl niemandem außer meiner Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister etwas von dem Inhalt dieses Briefes, und sei so lieb, mir schnellstens zu antworten, wenn Du willst, zuerst telegraphisch und dann brieflich.

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Nur weil ich spüre, daß mir der Tod auf den Fersen ist, sende ich Dir diesen Brief. Bis jetzt habe ich nie bei irgend jemandem Schulden gehabt. Die liebevollsten Grüße Dir und der Schwester von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili --

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Zwei Tage darauf ist die Antwort des Schwagerbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband.s eingetroffen; ein kurzes Telegramm: »Mach Dir keine Sorgen. Was Du brauchst, steht zu Deiner Verfügung.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- atmet auf; er beginnt neuen Mut zu fassen.

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Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- hatte versprochen, ihm bald Nachricht zu senden . . . Signal zum Aufbruch . . .

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Eines Abends sagte er zu GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- : »Ich muß jetzt oft an meinen alten Gymnasialdirektor denken. Er erzählte
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uns so oft die Geschichte von den Negern auf Saint CroixSt. Croix -- , die einen Tag vor ihrer Befreiung aus der Sklaverei Aufruhr gemacht haben. Jetzt verstehe ich sie . . . Ich kann nicht mehr warten . . .«

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Wenige Tage später, an einem Montagmorgen, kam ein Telegramm bei ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- an, von einer Freundin aus BerlinBerlin -- City in Germany abgesandt: AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sollte spätestens am nächsten Sonnabend in BerlinBerlin -- City in Germany eintreffen und in einem näher bezeichneten Hotel absteigen . . . Dort wohne bei seinen häufigen Besuchen in BerlinBerlin -- City in Germany der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . . . Im Hotel werde AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- dann einen Brief vorfinden . . .

– – – –

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Bereits zwei Tage danach begab sich AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- auf den Weg . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- begleiteten ihn an den Zug.

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Er hatte seit Eintreffen des Telegramms fast nicht mehr gesprochen. Wie ein Traumwandler kam er sich vor . . . Jede Freude und jeden Schmerz verschloß er in sich. Auch beim Abschied ließ er sich seine Erregung kaum anmerken. Allein sein . . . fort von hier . . . Flucht in ein neues Schicksal hinein . . . Flucht von Vergangenheit und Gegenwart . . . und: nicht denken, bis das Ziel erreicht war . . . Welches Ziel? – –

IV

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Langsam setzt sich der Zug in Bewegung, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat einen Fensterplatz.

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Er hat sich aus alter Gewohnheit eine Caporal-Zigarette angesteckt. Eine nach der anderen raucht er . . . Mechanisch klopft er dann und wann die Asche ab.

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Eine Beute völliger Gehirnschlaffheit, die oft allzu hastigen Reisevorbereitungen folgt in dem Augenblick, wo man bei Abgang des Zuges sich plötzlich mit sich allein befindet.

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Entsetzlicher Gedanke, als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- jähe ins Bewußtsein dringt, daß er sich selber jetzt preisgegeben ist . . . Angst befällt ihn . . .

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Plötzlich tauchen die beiden geliebten Gesichter vor ihm auf . . . GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . und allmählich verwandeln sich beider Gesichter zu einem . . . er hat nur noch einen Namen für sie beide: Heimat . . . Heim . . . und, – jetzt fällt es ihm ein: ParisParis -- City in France . . .

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Er blickt hinaus, als wollte er sie suchen . . . ParisParis -- City in France . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . .

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Nicht einmal aus dem Fenster hatte er sich vorhin gebeugt, als es ans Abschiednehmen ging . . . Der EiffelturmEiffel Tower -- In Paris, France . . . die weiße Luftspiegelung des himmelhohen Domes: Sacré CœurSacré-Coeur -- . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . alles war versunken . . . für immer . . .

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Für immer? . . . Ja, für immer! Denn er, Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , wird nie nach ParisParis -- City in France zurückkehren.

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Vielleicht ein anderes Wesen . . . Er kann den Gedanken nicht zu Ende denken.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . . . ParisParis -- City in France . . . Dieser Dreiklang begleitet ihn, den Flüchtling . . . Im Rhythmus der Fahrt hört er es jetzt plötzlich: Flüchtling . . . Flüchtling . . .

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Der Zug rast durch Nordfrankreich.

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. . .Zwischen Ruinen wachsen neue Ortschaften aus der Landschaft . . . Da und dort gibt es seltsame, riesige Vierecke mit phantastischen Anpflanzungen . . . Es sind keine Saatfelder . . . es sind Kreuzfelder . . . Kriegerfriedhöfe . . . Plantagen des Todes . . . Kreuz neben Kreuz . . . ins Grenzenlose hineingestellt . . .

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Und er denkt an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . Weshalb hatte er ihr nicht erlaubt, ihn zu begleiten? Sie hatte ihn darum gebeten. Nie hatte sie ihn allein gelassen. Und jetzt hatte er sie dazu gezwungen, in ParisParis -- City in France zurückzubleiben . . . und zu warten . . . Er reißt sich zusammen, steckt sich eine Zigarette an, schaltet das Denken aus . . .

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Die Zollgrenze BelgienBelgium -- s und FrankreichFrance -- Country in Europes ist erreicht. Er blickt teilnahmslos aus dem Fenster. Das Abteil ist jetzt bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Die Fahrt durch BelgienBelgium -- geht im Schneckentempo . . . Ab und zu stapft AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- in den Speisewagen, gießt einen Cocktail hinunter . . . Es ist noch nicht sechs Uhr abends . . . Bei jeder winzigen Ortschaft hält der Zug. Träge steigen die Menschen aus und ein, als hätte jeder Überfluß an Zeit . . .

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Dann ist die deutsche Grenze erreicht. Und eine neue Lokomotive bringt neue Energie in die Fahrt . . . Die Nacht sickert langsam nieder. Der Zug braust in die Dunkelheit hinein . . .

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat lange im Speisewagen gesessen, hat getrunken, um alles in sich zu betäuben . . . auch die Schmerzen, die das Schüttern und Schlingern der Fahrt ihm verursachen . . . Er muß zurück in sein Abteil. Er kann sich im Gang kaum aufrecht halten. Endlich liegt er wieder in seiner Ecke, beißt die Zähne zusammen, schließt die Augen. Alle Brücken sind abgebrochen . . . Alles liegt dahinter . . . Sein ganzes Leben scheint ihm etwas Vergangenes . . . etwas Verlorenes . . . Verlaufenes zu sein.

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Er will nicht denken. Aber es läßt ihm keine Ruhe . . . Wäre es vielleicht richtiger gewesen, auf dieses phantastische Experiment zu verzichten? . . . Denn ein Experiment ist es doch, was man mit ihm vorhat . . . Wäre es nicht vernünftiger gewesen, das Leben, so wie es sich für ihn gefügt, zu Ende zu leben, auszuleben, es aus sich verebben zu lassen? . . .

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Er denkt an den Brief, den er neulich an Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- geschrieben hat: »Ich verschreibe mich Ihnen auf Leben und Tod, wenn nur LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. weiterleben darf . . .« . . . Alles, was noch an Mannesstolz in ihm wohnt, rührt sich, faßt ihn an. »Ich habe! ans Ziel zu kommen. Ich
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habe! auszuhalten.« Er spricht halblaut vor sich hin. Ein paar Mitreisende sehen ihn fragend an.

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Er muß lächeln . . . Er ist nicht umsonst Kopenhagener . . . Dort wird nichts tragisch genommen . . .

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Also, sagt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zu sich selber, schreiben wir uns einmal selber den Nekrolog . . . Es könnte ja . . . Nein, nicht tragisch werden.

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Und dann formuliert er in Gedanken seinen Nachruf als Künstler folgendermaßen:

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»Der Maler Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ist tot. Er starb im Zug zwischen ParisParis -- City in France und BerlinBerlin -- City in Germany. Die übrigen Mitreisenden glaubten, er sei auf seinem Platz in der einen Fensterecke des Abteils eingeschlafen. – Vermutlich war die Todesursache ein Herzschlag.

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Ein glückliches und harmonisches Künstlerleben hat hier seinen jähen Abschluß gefunden. Er war ein Mann in den allerbesten Jahren . . . Er schien gerade jetzt, nachdem er eine Zeitlang gesucht und auf verschiedene Weise experimentiert hatte, seinen Stil gefunden zu haben . . . Seine Bilder, meist in FrankreichFrance -- Country in Europe und ItalienItaly -- Country in Europe entstanden, waren bald hell und farbenstrahlend, bald dunkel und etwas schwermütig, – aber stets voll von Stimmung und Naturgefühl. Zwei bevorzugte er vor allen: ParisParis -- City in France, dessen Seineuferbanks of the Seine -- , Brücken, Türme er mit nicht geringer Meisterschaft in ihrer perlgrauen, leise verschleierten Atmosphäre wiederzugeben vermochte, und Landschaften unter drückendem Gewitterhimmel, vor dessen dunklem Hintergrund Bäume und Häuser hektisch aufleuchteten. Besonders waren es Bilder der letzteren Art, diese kräftigen, sehr männlich aufgefaßten Gewitterbilder, in denen Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- Auslösung für seine Begabung fand.

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Wir, die seine recht zarte, oft effeminierende Erscheinung kannten, seinen lächelnden, fast lustigen Ton in der Unterhaltung, sahen dies mit Verwunderung, und
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oft befiehl uns der Gedanke, das alles, was an Männlichkeit in ihm wohnte, in diesen starken, etwas wilden und eigenwilligen Bildern seinen Ablauf fand . . .

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Er malte sehr schnell. Und so kam es, daß er Zeit fand, sich neben seiner Malerei mit vielen anderen Dingen zu beschäftigen. Sein Wissen war recht umfassend. Sehr bezeichnend war für ihn eine Antwort, die wir einmal aus seinem Munde hörten, – in TrianonTrianon -- , an einen älteren Kollegen von ihm gerichtet. Dieser hatte seinen Ärger darüber geäußert, daß ein junger Kollege ein Gemälde auf eine seiner Meinung nach zu systematische Weise beginne. »Sie müssen mir verzeihen, daß ich Ihre Ansicht nicht teile«, entgegnete Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , »aber ich glaube nun einmal, daß es unmöglich ist, das Blatt einer Rose richtig zu malen, wenn man nicht bis ins Letzte hinein den Einfluß der Reliefkunst der Assyrer auf die Skulptur der Griechen kennt . . .« Ein andermal äußerte er sich folgendermaßen: »Ich begreife nicht, wie leichtfertig meine meisten Altersgenossen mit ihrer Kunst umgehen, – wie leicht sie mit ihrer Leistung zufrieden sind. Was mich betrifft, so rechne ich damit, tausend Jahre nötig zu haben, ehe ich ein einigermaßen anständiger Maler geworden bin.« So ernst nahm Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- jedenfalls seine Kunst.

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Die längste Zeit seines Lebens hat er fern von seiner dänischen Heimat verbracht, – draußen in EuropaEurope -- , in ItalienItaly -- Country in Europe, HollandHolland -- , DeutschlandGermany -- Country in Europe, FrankreichFrance -- Country in Europe. Meist lebte er in ParisParis -- City in France.

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Der Grund, weshalb er KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark in jungen Jahren bereits den Rücken gekehrt hatte, obwohl man dort seine Kunst von Anfang an recht geschätzt, war, daß ihm KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark-DänemarkDenmark -- Country in Europe nicht als der richtige Boden für die Kunst seiner Frau erschien. In KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark hatte er oft hören müssen, wie sehr man seine Bilder denen seiner Frau vorzog. Und das war vielleicht das Schlimmste,
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was man ihm sagen konnte. In ParisParis -- City in France, wo im allgemeinen das Gegenteil der Fall war, fühlte er sich schon aus diesem Grunde zu Hause. Die Erfolge seiner Frau fühlte er wie eigne Erfolge. Denn der Hauptzug seines Wesens war Ritterlichkeit seiner Frau gegenüber, wie überhaupt den Frauen gegenüber.

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Er war im übrigen eine komplizierte, problematische Natur. Trotz unvermeidlicher Einflüsse, denen jeder Künstler in ParisParis -- City in France ausgesetzt ist, blieb er im Grunde eine nordische Malerbegabung, seine Kunst hatte in ihrem tiefsten Wesen wenig mit dem Romanischen, alles aber mit dem Germanischen zu schaffen. Als Persönlichkeit war er Europäer. Er verkehrte ständig mit französischen Philosophen und Skribenten, mit polnischen Geigern, mit russischen Architekten und deutschen Malern.

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Zusammen mit einem französischen FreundeCh. Gyuot (historical) -- hat er ein Buch über nordische Sagen geschrieben, das in ParisParis -- City in France viele Auflagen erlebt hat. Darauf war er nicht wenig stolz. Und er freute sich, gerade durch dieses Werk der romanischen Leserwelt die Augen für germanische Ideenwelt geöffnet zu haben, ein Unterfangen, das gerade in der Nachkriegszeit, – das Buch erschien im Jahre 1924, – als ein geistiges Brückenschlägen zwischen der romanischen und germanischen Welt Lob verdient.

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Ohne selber ein ausübender Musiker zu sein, hegte er eine tiefe Liebe zur Musik.

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In den letzten Jahren war seine Gesundheit nicht besonders gut gewesen. Er hatte oft über Schmerzen geklagt, aber stets auf eine verhaltene, lächelnde Weise, so daß sogar die Ärzte, die er schließlich hatte aufsuchen müssen, sich über seinen Zustand wohl geirrt hatten oder aber sich über den Ernst seiner körperlichen Verfassung nicht hatten klar werden können.

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Jetzt hat der Tod so jähe, – und zum tiefen Schmerz seiner vielen Freunde nah und fern, – dieses sympa-
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thische Künstlerleben abgebrochen, das uns allen, die ihn gekannt haben, wie ein unvollendeter Roman erscheinen muß . . .«

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»Punktum«, sagte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- still für sich, »Punktum« und dachte daran, daß ungefähr so, wie er es jetzt in Gedanken formuliert, jemand anders heimlich seinen Lebenslauf in ein Tagebuch niedergeschrieben hatte, – GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , sein treuester Lebensgefährte . . . Vor gar nicht langer Zeit, als alle, und auch sie, meinten, daß er heimlich – aufbrechen würde . . . Eines Nachts hatte er sie über ihrem Tagebuch schlafend gefunden . . . GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatte es nie erfahren, daß er diese »Tagebucheintragung« kannte.

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AachenAix -- war längst passiert. Würde man denn nie KölnCologne -- City in Germany erreichen, stöhnte es in ihm.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hatte kein Schlafabteil bestellt. Diese Art modernen Reisekomforts hatte er stets verabscheut . . . Mit wildfremden Menschen eingepfercht zu werden, war ihm zuwider. Eine unüberwindliche Scham verbot ihm, sich in Gegenwart anderer Männer zu entkleiden. Viele hatten ihn deshalb verlacht. Nur GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- verstand seinen Widerwillen . . .

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Endlich: KölnCologne -- City in Germany! Alle Mitreisenden verlassen das Abteil. Sie haben Schlafplätze, denkt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- froh. Er ist allein.

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Nach kurzer Zeit setzt sich der Zug wieder in Bewegung. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat sich eine neue Zigarette angesteckt. Ob ihn die Schmerzen in Frieden lassen werden, bis er am Ziel ist: BerlinBerlin -- City in Germany . . .? . . . Nur diese eine Nacht schlafen können . . . Nur diese eine Nacht nicht denken . . .

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Er entledigt sich seiner Jacke, legt sie unter den Kopf, um höher liegen zu können, bedeckt sich mit seinem Mantel. Ihm war vorhin so heiß geworden . . . Jetzt beginnt er zu frösteln. Er steht wieder auf, schließt die Gardinen vor den Fenstern nach dem Gang, dreht das Licht ab. Und er liegt wieder.

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Die Schmerzen regen sich aufs neue. Er zieht den Mantel über das Gesicht.

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Doch er schläft ein, schläft viele Stunden.

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»HannoverHanover -- ! . . . HannoverHanover -- !« wird gerufen. Und wieder . . . ganz fern »HannoverHanover -- !«.

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Hammerschläge gegen Räder. Immer näher kommen sie. Türen werden aufgerissen . . . zugeworfen.

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Dann ein scharfer Pfiff . . . Langsam setzt der Zug sich wieder in Gang.

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Stumpf lehnt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- halb liegend auf der Bank . . . Dann springt er hoch . . . Die Tür seines Abteils wird aufgerissen. Die vorgezogenen Gardinen werden beiseite geschoben.

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Eine Dame steht in der Tür. Ihre Silhouette zeichnet sich gegen das Licht im Gang scharf ab.

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Das Dunkel in seinem Abteil scheint sie im ersten Augenblick scheu zu machen. Aber nur einen Augenblick. Dann wirft sie ein Handköfferchen hinauf in das Netz an der Wand und sinkt selber schlaff auf dem nächsten, leeren Eckplatz neben der Korridortür nieder.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- dreht das Licht wieder an.

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Er unterdrückt seinen Mißmut, plötzlich aus seiner Einsamkeit herausgerissen zu sein. Bis BerlinBerlin -- City in Germany wird der Zug nicht mehr halten, denkt er. Also gibt es keine Hoffnung mehr, wieder allein zu sein. Ob er in das nebenan liegende Abteil gehen soll? Vielleicht ist es leer . . . Doch sofort verwirft er den Gedanken wieder. Er darf nicht unhöflich erscheinen . . .

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Er setzt sich korrekt zurecht.

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Er betrachtet sie, ohne daß sie es merkt.

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Der Ausdruck ihrer Augen fällt ihm auf. Sie scheint ihn gar nicht zu sehen, scheint gar nicht zu wissen, daß sie mit ihm den kleinen Raum teilt.

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Er blickt vor sich hin . . . Er sieht auf seine Finger . . .
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Doch schon sind seine Augen wieder bei ihr. Und er sieht erstaunt, daß sie weint.

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Die Tränen stürzen ihr aus den Augen. Sie muß gesehen haben, daß er sie anschaut . . . Aber sie macht trotzdem nicht den geringsten Versuch, ihr Weinen zu verbergen oder die Tränen zu trocknen.

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Sie muß noch recht jung sein. Ihr aschblondes Haar liegt um eine schmale, makellose Mädchenstirn. Ihre Augen, von Tränen verschleiert, sind gewiß hell und blau und können froh und sorglos schauen . . . Sie hat ihre Handschuhe abgestreift . . . Die Linke trägt einen schlichten Reif, sieht er. Also eine Braut . . .

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Tiefes Mitgefühl regt sich plötzlich in ihm.

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»Mademoiselle«, beginnt er.

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Sie scheint ihn nicht zu hören. Er hat wohl zu leise gesprochen. Das Brausen des Zuges hat sein Wort übertäubt.

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Dann fällt ihm ein, daß er sich in DeutschlandGermany -- Country in Europe befindet.

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»Gnädiges Fräulein«, wiederholt er fast verlegen.

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Sie hebt ihre verweinten Augen auf . . . Welch eine entzückende Braut! denkt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- .

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»Ich möchte Ihnen so gern helfen«, sagt er. »Sie haben gewiß etwas recht Schweres durchgemacht, mein Fräulein . . .«

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Weiter kommt er nicht. Sie hat beide Hände vor das Gesicht gepreßt und weint herzzerreißend, dann reicht sie ihm unter Schluchzen ein Zeitungsblatt, das sie zusammengefaltet während der ganzen Zeit umklammert hatte. Erst jetzt fällt es AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- auf. Er nimmt das Blatt, weiß nichts damit anzufangen, ist aufgestanden, hat sich neben die Weinende gesetzt, streichelt ihre Hand. Sie wird ruhiger.

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Ihr Verlobter, ein bekannter Musikerpianist XX of Hanover -- , sei vorgestern nach BerlinBerlin -- City in Germany gereist, um dort ein Konzert zu geben. Heute
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abend sollte er eigentlich zurück sein. Unterwegs nach dem Bahnhof, um ihn abzuholen, kaufte sie zufällig eine Zeitung, die Zeitung, die AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- da in der Hand hält, und darin liest sie dann . . .

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Sie zeigt auf der vorderen Seite auf eine Stelle, weint wieder . . .

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- liest: »Der junge Pianist X. X. aus HannoverHanover -- pianist XX of Hanover -- , der gestern abend ein erfolgreiches Konzert im X. X.-Saal gegeben hat, ist auf der Fahrt nach seinem Hotel mit einer Autotaxe gegen einen Straßenbahnwagen gerannt . . . Mit sehr schweren Verwundungen liegt er jetzt in der X. X.-Klinik darnieder . . . Sein Zustand gibt zu den größten Besorgnissen Anlaß . . .«

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Erschüttert hat AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- den Bericht gelesen . . . Seine Hilfe hatte er der unglücklichen Braut angeboten . . . Er kommt sich jetzt wie ein Schwätzer vor.

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Und doch: wie wenig er sich selber stets auch hat helfen können, – bei anderen vermochte er häufig durch eine mystische Kraft, die in ihm wohnen muß, Linderungen von Schmerzen zu erreichen . . . Wie oft hat GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- ihm dies nicht gestanden?

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Ihre wie im Fieber brennenden Hände liegen wieder in seinen. Er hält sie lange fest umschlossen. Zuerst zucken sie wie ein gefangenes Vögelchen. Doch stiller und stiller wird das Zucken. Er spricht kein Wort. Streichelt nur ganz sachte die matten Mädchenhände . . . Auch sie schweigt. Er kann ihren leichten Atem hören. Und ihr Atem wird immer regelmäßiger . . . Ihr Kopf ist an ihn gesunken. Sie schläft. Jetzt pulst sacht ihr Herzschlag gegen seine Hand, die er um sie hatte legen müssen, um ihr Halt zu geben . . .

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Und er lächelt glücklich . . . in ihm wohnt also auch heute noch etwas von jener verborgenen, rätselhaften Kraft.

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Ein paarmal versucht er, sich zu bewegen. Aber jedes-
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                     Gerda Wegener: Ein Gemälde von
                                Gerda Wegener, Paris 1921, zu dem Andreas Sparre als Lili
                            Modell gestanden hat
Gerda WegenerGerda Wegener (historical) Linked to: #sparreGre -- : Ein Gemälde von Gerda WegenerGerda Wegener (historical) Linked to: #sparreGre -- , ParisParis -- City in France 1921, zu dem Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. Modell gestanden hat

mal zuckt sie zusammen wie ein krankes Kind, das im Schlummer wimmert. Er bleibt darum jetzt starr sitzen . . .

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Dann hat die sausende Fahrt auch ihn in Schlaf gewiegt.

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Doch bald erwacht er wieder. Und er muß lächeln . . .

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Hier sitzt er nun, er, Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- aus KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, hingespült vom Leben nach ParisParis -- City in France, und von ParisParis -- City in France nordwärts gehetzt von einem phantastischen Schicksal, ein unendlich Beladener, der der Hilfe und des Beistandes bedürftig ist wie nur je ein Mensch, und da hat der Zufall ihn dazu auserwählt, dieser ihm so völlig Fremden, Trost zu spenden, um ihr über eine harte Stunde ihres Daseins, vielleicht ihre härteste Stunde, hinwegzuhelfen . . . Und da liegt dieses kleine deutsche Fräulein, die Braut eines Unbekanntenpianist XX of Hanover -- , in seinen Armen . . . Und sie und er, jeder von ihnen beiden, fährt, gelenkt von irgendeiner blinden Vorsehung, dem eignen Schicksal entgegen. . . irgendwo in DeutschlandGermany -- Country in Europe . . .

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Dies denkt er und immer wieder denkt er es . . . und wird damit nicht fertig.

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Und da tropfen ein paar heimliche Tränen aus seinen Augen. Sie sind sehr weh. Und er weiß, weshalb sich dies alles so gefügt hat: dieses süße Geschöpf aus HannoverHanover -- , wie ein vertrauensseliges Kind in seinen Armen schlummernd, es war ihm gesandt worden als das letzte Weib, damit er als Mann von der Frau, dem Ewig-Weiblichen für immer scheiden sollte . . .

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Also weben nebelhaft in ihm die Gedanken . . . und draußen ist Nebel und Frühe, der Zug braust in den Häuserozean von BerlinBerlin -- City in Germany hinein . . .

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Er muß seinen Reisekameraden wecken.

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Mit einem Angstschrei schreckt sie aus dem Schlummer, sieht ihn völlig ratlos an . . . »Oh, er darf nicht tot sein . . .« Ihre Worte ertrinken wieder in Tränen.

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»Kind«, spricht AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sanft und entschlossen und
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sicher auf sie ein, »Kind, ich weiß nicht Ihren Namen, und Sie kennen auch nicht den meinen, und doch bitte ich Sie: glauben Sie mir! ich weiß es, daß er lebt!«

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Sie hat beide Hände von ihm genommen und bedeckt sie mit Küssen.

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»Nicht doch«, wehrt er ab, »Sie können ganz ruhig sein.«

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»Oh, ich bin auch völlig ruhig! Wie haben Sie mir geholfen. Ich werde es Ihnen nie vergessen.«

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Wenige Minuten später ist sie im Menschenmeer BerlinBerlin -- City in Germany untergetaucht. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sieht ihr lange nach. Das Zeitungsblatt, das sie ihm während der Nacht gegeben hat, ist das einzige, was er von ihr behält . . .

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Ein paar Tage später las AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zufällig in einer Zeitung, daß der Bräutigam seiner unbekannten Reisegefährtin pianist XX of Hanover -- sich auf dem Wege der Genesung befände.

V

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In Begleitung eines Gepäckträgers legt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- den kurzen Weg vom Bahnhof nach dem Hotel zu Fuß zurück.

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»Was für eine Hundekälte hier in BerlinBerlin -- City in Germany. Und dabei haben wir den ersten März«, gesteht er überrascht dem Mann mit seinen beiden Köfferchen. »In ParisParis -- City in France hatten wir schon Frühling . . .«

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»Ja, in ParisParis -- City in France«, erwidert der Biedere, »in ParisParis -- City in France.« Und damit ist die Unterhaltung beendet.

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat den Mantelkragen hochgeschlagen. Ihm klappern förmlich die Zähne. Übermüdet nach einer fast schlaflosen Nacht mitten in einer fremden Welt . . . Aber die unerwartet kühle Temperatur macht ihn völlig wach.

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Plötzlich, noch ehe das nahe Hotel erreicht ist, schlägt ihn der Gedanke: »Die beiden Koffer beherbergen meine
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allerletzten Kleider, Hemden, Kragen . . . Welche Tollheit . . .«

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Wie Trotz wacht es in ihm auf. Als wolle der Mann sich zur Wehr setzen, der Mann in ihm.

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Im Hotel, wo man von seinem Kommen unterrichtet ist, begegnete man ihm mit ausgesuchter Höflichkeit. Er erkundigt sich sofort, ob Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- , der fast jedes Wochenende in diesem Hotel zu wohnen pflegte, vielleicht schon eingetroffen sei. Es ist nicht der Fall. Er ist enttäuscht. Es liegt auch kein Brief für ihn beim Portier.

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Wenige Minuten später ist er in seinem Zimmer. Ein warmes Bad wird genommen. Und als er gefrühstückt hat, ist alles Trübe vergessen.

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ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- s FreundinBaronin Schildt (fictional) -- Modeled on Anne-Marie Goldschmidt-Rothschild, die Absenderin des schicksalvollen Telegrammes, das seine Abreise nach BerlinBerlin -- City in Germany veranlaßt hatte, war das erste menschliche Wesen, das ihn hier anrief.

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»Willkommen in BerlinBerlin -- City in Germany«, klang es aus dem Telefon, – AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- erkennt sofort die Stimme der Baronin SchildtBaronin Schildt (fictional) -- Modeled on Anne-Marie Goldschmidt-Rothschild, die er einige Male in ParisParis -- City in France zusammen mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ihrem Freundespaar getroffen hatte, »alles ist von uns vorbereitet. Und damit keine Zeit verloren geht, werden sich ein paar Spezialisten, die Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- inzwischen eingeweiht hat, mit Ihnen vielleicht heute oder morgen in Verbindung setzen . . .«

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Wenige Minuten später bestellt ein ihn bislang völlig unbekannter Arzt, Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified, ihn um die Mittagsstunde zu sich.

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Und kaum war dieser Besuch verabredet, als schon wieder das Telefon schellt. Niels HvideNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, ein alter Freund aus KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, Jurist und Poet zugleich, seit Jahren in BerlinBerlin -- City in Germany lebend, ruft ihn an.

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»Hallo, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . . .«

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»Woher weißt du denn, daß . . .«

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat mir ein langes Telegramm gesandt . . . schon gestern . . . und heute früh ist ein Eilbrief von ihr aus ParisParis -- City in France eingetroffen . . . Der Brief ist also mit dir um die Wette gelaufen. . . Du mußt sofort zu uns kommen. IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- und ich warten mit dem Morgenkaffee, bis du kommst.«

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Und hastig wird Adresse und Weg beschrieben. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sitzt wenige Minuten danach schon in einer Autotaxe . . .

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Eine halbe Stunde später ist er bei den Freunden angelangt.

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Ein prachtvoller Mensch, dieser NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, ein blonder Riese aus NordjütlandNortj Jutland -- In Denmark, wo seine Familie alten Grundbesitz hat.

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IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , seine Frau, ist der Typ der modernen gepflegten Frau. Hennarotes Haar kontrastiert pikant mit den großen blauen Augen. Globetrotter waren beide. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hatten oft weite Reisen gemeinsam mit ihnen unternommen. Aber so vertraut sie miteinander auch waren, um AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Geheimnis wußten sie bislang nicht.

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Auf das Herzlichste empfängt man ihn. Man frühstückt, spricht von gleichgültigen Dingen, so lange IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- im Zimmer ist. Dann erst fällt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, wie er sich burschikos ausdrückt, mit der Tür ins Haus.

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat mir nämlich etwas, wenn auch nicht ganz klaren Wein eingeschenkt . . . hier . . . in diesem Brief von heute früh . . . Du kannst ihn selbstverständlich lesen . . .«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wehrt ab. »Nein, der Brief ist für dich bestimmt . . .«

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»Also gut . . .« An den Wänden des Zimmers hängen ein paar Gemälde . . . von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ge-
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malt. Unwillkürlich muß AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sie betrachten. Das eine Bild, von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gemalt, ist . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. –

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»Ja«, sagt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative zartfühlend, »jetzt verstehe ich vieles, was mir bisher wie eine bizarre Idee von euch beiden vorgekommen ist: dich so oft als weibliches Modell in GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Bildwerken auftauchen zu sehen . . .«

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Beide schwiegen dann eine Weile.

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»Nun denn, alter Junge«, beginnt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative wieder, »einige Andeutungen, die GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mir gegenüber vor einem Jahr in ParisParis -- City in France hat fallen lassen, zeigten mir ja damals schon, daß dein Leben – eine seltsame Kurve zu nehmen schien . . . Ob es nun eine glückliche oder unheilvolle Wendung ist, vor der dein Dasein jetzt steht, eins mußt du jetzt schon wissen: du hast dein Geschick hier den besten, gewissenhaftesten Händen anvertraut . . . Jetzt kommt es nur auf dich an, ob du die Kraft hast, durchzuhalten . . . Du siehst müde aus . . . Aber«, und jetzt lacht NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative lustig, »es ist ja auch ein recht ungewöhnlicher Fall für einen Menschen, vor die Wahl gestellt zu werden, ob er als . . . AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- oder«, und jetzt zeigt er auf das Gemälde, »als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in dieser Welt der sich überschlagenden Sensationen weiterleben will.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sieht den Freund an. »Vor die Wahl gestellt, sagst du . . . Nein, ich glaube nicht, daß es sich darum handelt, . . . sondern um viel Ernsteres, nämlich um Leben oder Sterben . . . Denn der Mann, der vor dir steht, ist, du kannst es mir glauben, zum Tode verurteilt . . . Und jetzt handelt es sich darum, ob das Wesen da«, er weist auf das Bild, »ins Leben treten und den Kampf mit dem Leben aufnehmen kann . . .«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative spricht jetzt sehr ernst. »Siehst du, das erscheint mir nämlich im Augenblick als das Wichtigste, daß du dir selber ganz klar darüber wirst, wie diese seltsame, phantastische Wandlung, die du seit deiner Kindheit bis jetzt, also während eines normalen Men-
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schenlebens, durchgemacht haben mußt, vor sich gegangen ist . . . Wie allmählich also die . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. über AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- die Überhand bekommen hat . . .«

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»Gut«, erwidert AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , sieht auf seine Uhr, »jetzt muß ich zu meinem ersten Richter über Leben und Tod, zu Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified. Und bin ich bei ihm fertig, muß ich wahrscheinlich weiter . . . die ganze Runde durch . . .«

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»Einverstanden«, NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative hat sein behäbiges Lachen wieder, »und bist du mit deinem Pensum fertig, dann kommst du wieder zu uns. Und jetzt Hals und Beinbruch!«

*

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Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified, der Erfinder einer neuen Methode von Blutuntersuchungen, empfing AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- auf eine sehr schonende Weise. Er stellte eine Reihe Fragen, die, wie delikater Natur sie auch waren, von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ohne Scheu beantwortet wurden.

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Während der langen, umständlichen Untersuchungen – es galt vor allem durch Analysierung des Blutes die Lebensbedingungen von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zu bestimmen, schaltete AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- unter Aufbietung seiner ganzen Willenskraft das Denken aus. Der Gelehrte führte ihn aus dem Arbeitszimmer in einen behaglich eingerichteten Salon. »Falls Sie rauchen wollen . . . bitte . . .« Nachdem man sich dann eine kurze Zeit über etwas belanglose Dinge unterhalten hatte, eröffnete Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified seinem Patienten, daß er jetzt von dem ihm befreundeten Sexualpsychologen Dr. HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- besonderen Untersuchungen unterzogen werden müsse. »Mein Kollege HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- besitzt jedenfalls so große Erfahrungen auf dem mehr ‚seelischen' Gebiet – man kann wissenschaftlich hierüber denken, wie man will –, daß ich jedenfalls in diesem besonderen Fall, der Ihre Person betrifft, keinesfalls an seinem Urteil vorbeigehen möchte. – Sind Sie dann dort entlassen, so werden Sie einen anderen
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Kollegen, Dr. KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified, aufsuchen müssen. Er und ich haben nämlich den Hormoninhalt Ihres Blutes zu beurteilen, während Kollege HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- rein psychologisch, also seelenkundlich, sein Urteil über Sie und die Person in Ihnen, die Sie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nennen, abgeben soll. – Auf jeden Fall bitte ich Sie, mich morgen vormittag wieder zu besuchen. Das Ergebnis dieser verschiedenen ,Prüfungen', denen wir Sie zu unterziehen haben, wird dann Ihrem Beschützer Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- zugestellt.«

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»Ihr Beschützer« . . . Diese Worte pochten an AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Herz. Und als er kurz darauf in einem Wartezimmer des weitläufigen »Instituts für SeelenkundeInstitute for Psychiatry -- Fictional name in narrative for Institut für Sexualwissenschaft (Institute for Sexual Science) in Berlin, Germany« saß, mußte er diese beiden Worte immer wieder vor sich hinsprechen – sonst hätte ihn hier aller Mut verlassen. Weshalb hat man mich hierhergeschickt, fragte er sich, was habe ich hier zu tun? . . . Er spürte ein moralisches Unbehagen. In diesem großen Raum schien sich ein Klub von abnormen Menschen ein Stelldichein zu geben: Frauen, die wie verkleidete Männer aussahen, Männer, von denen man kaum glauben konnte, daß sie Männer seien . . . Die Art, wie sie sich unterhielten, war widerlich, ihre Bewegungen, ihre Stimmen, die Art ihrer Kostümierung erregte Ekelgefühl . . .

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Endlich erschien Dr. HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- und führte ihn in sein Arbeitskabinett. Stundenlang durchforschte dieser Mann mit Hilfe von tausendfältigen Fragen AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Seelenzustand. Einer Inquisition unbarmherzigster Art hatte er sich zu unterwerfen. Die Scham der Schamlosigkeit ist doch wohl etwas, das tatsächlich ist, dachte er während dieser Stunden, klammerte sich an diese Definition, die er in irgendeinem philosophischen Werk einmal gefunden hatte, nur, um das Gefühl, hier wie angeprangert zu stehen, loszuwerden. Es war ein Spießrutenlaufen der Seele, was er hier durchmachte . . .

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Und als diese Tortur zu Ende war, entließ der In-
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quisitor ihn mit den Worten: »Ich erwarte Sie morgen um diese Zeit wieder bei mir.«

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Dann kam die Reihe an Dr. KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified. – AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hatte jetzt bereits eine Art Routine in der Beantwortung der ihm vorgelegten Fragen erworben. Diese Untersuchung verlief durchaus in Konversationsform. Ehe AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- es richtig merkte, befand er sich in einer echten »Männer-Unterhaltung«; es ging um das politische Verhältnis zwischen FrankreichFrance -- Country in Europe und DeutschlandGermany -- Country in Europe. Und so ganz beiläufig führte der Arzt eine lange, feine Spritze in AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Arm, um eine Blutprobe zu nehmen.

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Auch Dr. KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified entließ ihn mit den Worten: »Und morgen sehe ich Sie bei mir dann wieder.«

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Erschöpft kam AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- endlich abends wieder zu NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative und Inger HvideInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- .

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»Nein«, rief er, »jetzt nichts fragen. Ich kann nicht mehr. Laß uns lieber einen gehörigen Rundgang durch euer SpreebabelBerlin -- City in Germany um den KurfürstendammKurfürstendamm -- herum machen. Ich muß Menschen, gesunde Menschen sehen.«

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IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- war bereits »vergeben« für diesen Abend. Aber NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative nahm mit Freuden den Vorschlag von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- an.

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Man begann in einem russischen Restaurant, wo mit Wodka und anderen Getränken bei einem vielgängigen Souper nicht gekargt wurde. Dann kamen deutsche, französische, ungarische und spanische Weine in den verschiedensten Bars und Cafes an die Reihe. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- war zu beider Verwunderung ein guter Zechgenosse heute abend.

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»Dein Wohl, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- «, sagte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, der diese überraschende Trinkfestigkeit des Freundes gerade wieder konstatiert hatte, »im Grunde bist du doch ein seltsamer Bursche. Heute abend benimmst du dich wie ein waschechter Kerl, – und morgen wirst du dir vielleicht bescheinigen lassen, daß ich dich künftighin als Dame werde behandeln müssen. Wenn ich dich so ansehe, so
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will mir kaum in den Kopf, daß all das mit rechten Dingen zugegangen sein kann . . . Aber vielleicht haben wirklich von Anfang an nicht nur im goetheschen Sinne zwei Seelen in deiner Brust gewohnt, sondern zwei Wesen, zwei ganze Wesen . . . Ich weiß nicht recht, wie ich mich ausdrücken soll . . .«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sah ihn ruhig an. »Ich verstehe deine Gedankengänge. Es ist schwer, aus dieser Wandlung klug zu werden, schwer für mich, um wie viel schwerer also für andere. Und das Seltsamste bei allem ist, daß jedes Wesen in mir, glaub es, in seinem Gefühlsleben gesund und – glaub es mir, völlig normal ist.«

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»Und gerade dies ist vielleicht das Unnormale, das Unbegreifliche an deinem Fall«, stellte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative fest. »Ich kenne dich doch seit Jahren. Ich meine«, und jetzt lächelte er etwas, »dich als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . . . Denn die LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. hast du uns Freunden ja verschwiegen . . . Und als Mann erschienst du mir stets gesund, ohne Einschränkung . . . Ich hab es ja auch mit eignen Augen erlebt, daß du Frauen gefällst, – das ist doch der klarste Beweis, daß du eben ein richtiger Kerl bist . . .« Er hielt inne, legte dann die eine Hand auf AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Schulter. »Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich eine offene Frage an dich richte?«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sah ihn groß an. »NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, wenn du wüßtest, was für Fragen ich heute schon habe beantworten müssen, du würdest dich weniger feierlich jetzt benehmen . . .«

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»Nun gut, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . Hast du dich jemals für . . . deinesgleichen interessiert? . . . Du weißt, was ich meine.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- schüttelte ruhig den Kopf. »Mein Wort, NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, nie im Leben. Und ich kann hinzufügen, daß sich derartige Wesen auch nie für mich interessiert haben.«

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»Bravo, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ! Das habe ich mir gedacht.«

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»Lieber NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, ich will dir ehrlich und mit einfachen Worten gestehen: ich habe immer und allezeit Frauen
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gemocht. Und wie damals so auch heute. Ein banales Geständnis.«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative hob sein Glas: »Und nun wollen wir auf den morgigen Tag trinken. Mag kommen, was will. Halt durch! Halt aus! Hättest du zur Zeit der alten Griechen gelebt, so hätten sie vielleicht aus dir einen Halbgott gemacht. Im Mittelalter aber hätten sie dich verbrannt. – Denn Wunder waren damals verboten. Und heute ist es allenfalls den Ärzten erlaubt, so etwas wie Wunder zu vollbringen . . . Also trinken wir auf den morgigen Tag.«

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Sie tranken.

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative begleitete den Freund in sein Hotel. Als er in seinem Zimmer mit sich allein war, brach er vor Seelen- und Körperqual zusammen.

*

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Am nächsten Morgen hatte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- äußerlich sein Gleichgewicht wiedergefunden.

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Pünktlich fand er sich bei Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified ein.

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»Ich habe inzwischen mit dem Kollegen KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- gesprochen. Wir sind uns beide darin einig, daß ein junger Kollege hier, ein Chirurg von RangDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- , Sie zuerst behandeln soll. Ist das überstanden, so steht Ihrer Aufnahme in der Klinik vom Kollegen KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- Women's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden nichts mehr im Wege. Das heißt, nicht Sie werden dort Aufnahme finden . . .«

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»Nicht ich?«

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»KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- leitet eine Frauenklinik . . . Ihr Fall liegt«, jetzt lächelte der ProfessorProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified ein wenig, »etwas ungewöhnlich, . . . auch für uns Medizinmänner . . . Das heißt also, wenn der hiesige ChirurgDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- Sie entläßt, werden Sie nicht mehr Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , sondern . . .«

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»LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sein . . .«

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»So ist es . . . Wie der Kollege HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- mir inzwischen mitgeteilt hat, betrachtet auch er das Männ-
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liehe an Ihnen als den bei weitem geringeren Teil Ihres Wesens, das seiner Ansicht nach zu achtzig von hundert Teilen in seelischer Hinsicht weibliche Merkmale trägt. Die Untersuchung Ihres Blutes hat zu ähnlichem Ergebnis geführt. – Im übrigen werde ich bei der Operation, die wir hier in BerlinBerlin -- City in Germany an Ihnen vornehmen, selbstverständlich zugegen sein. Vorher werden wir noch einige Bilder von Ihnen aufnehmen. Aus wissenschaftlichen Gründen. Kollege HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- erwartet Sie. Morgen vormittag finden Sie sich dann in der Klinik des ChirurgenDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- Prof. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin ein.« Dann gab Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- die genaue Adresse der KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin.

VI

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Spät am Abend sitzt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wieder bei NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative und IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- .

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Nachdem man zu dritt gegessen hat, wobei das Freundespaar absichtlich vermeidet, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- nach dem Ausfall der verschiedenen ärztlichen Untersuchungen auszufragen, zündet sich AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- eine Zigarette an, steht auf, knipst alles überflüssige Licht aus, so daß nur noch eine einzige elektrische Kerze, als Ampel in einer Alkovenecke angebracht, matt leuchtet.

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Er setzt sich in den bequemen Lehnstuhl dort und beginnt ohne große Einleitung recht unfeierlich:

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»Ich habe gestern nacht sehr gründlich über deine Worte, lieber NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, nachgedacht.«

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»Über meine Worte?«

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»Ja, als du nämlich sagtest: im Augenblick sei es das Wichtigste, mir selber ganz klar darüber zu werden, wie diese – ich gebrauche deine Worte – seltsame, phantastische Wandlung, die ich seit meiner Kindheit bis jetzt durchgemacht habe, vor sich gegangen sei . . .«

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»Richtig, wie die . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. über dich allmählich die Überhand bekommen hat«, ergänzt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative.

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»Nun denn, ich habe also die letzte Nacht darüber nachgedacht . . . zumal es ja gar nicht ausgeschlossen ist, daß diese Nacht heute die letzte Nacht von . . .«

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»Unfug«, unterbricht Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- .

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»Laß gut sein, IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- «, fällt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative ihr ins Wort, »ich weiß, was AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- meint . . .«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- lächelt. »Wie es auch kommt, Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , es ist eine Abschiedsnacht . . . Und damit Sie das recht gut verstehen, will ich, vorausgesetzt, daß ihr beide ebensoviel Geduld habt wie ich, lang und breit jetzt einmal erzählen, wie das alles gekommen ist . . . Ich habe mir einige Notizen gemacht, um wenigstens den sogenannten roten Faden nicht zu verlieren. Wer weiß, was morgen sein wird . . . ob ich dann noch ich sein werde oder ob ich, gewissermaßen ausgelöscht als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , dies Wesen, was hier vor euch sitzt, selber aus dem Gedächtnis zu verlieren beginne, um einem anderen Wesen gänzlich Platz zu machen.«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative ist aufgestanden, geht ein paarmal auf und ab, bleibt dann vor AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- stehen, auch er ist jetzt ernst geworden.

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»Daran habe ich, wenn auch etwas nebelhaft, ebenfalls gedacht. Und da du mich als einen recht sachlichen Menschen kennst, der meist die Dinge so nimmt, wie sie sind, das heißt ohne allzuviel Gefühlsduselei – außerdem habe ich aus meiner Studentenzeit das Stenographieren noch nicht vergessen –, so möchte ich dir vorschlagen, daß ich, ohne deinen Gefühlen zu nahe zu treten, dein jetzt zum Vortrag zu bringendes Curriculum Vitae mitstenographiere . . .« Jetzt lacht er. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- fällt in sein Lachen ein. Auch Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- muß lächeln.

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»Ein ausgezeichneter Einfall«, ruft AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- belustigt.
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»Mich wird dein Stenographieren weder gefühlsmäßig noch sonstwie irgendwie anfechten. Im Gegenteil.«

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»Also los!« Damit läßt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative sich in einem Sessel nieder, holt Bleistift und einen Taschennotizblock hervor. Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- liegt auf dem Diwan und raucht ihre Zigarette.

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»Fangen wir bei meinen Eltern an, die du ja noch beide erlebt hast«, beginnt AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , »ich will wie ein korrekter Chronist euch mein Leben beichten. Werde ich dann und wann etwas weitschweifig oder selbstbeschaulich, so . . .«

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»Werde ich als dein TacitusTacitus (historical) -- schon hinterdrein den Blaustift schwingen«, vollendet NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative den Satz.

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»Meines Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narratives Vorfahren kamen von MallorcaMallorca -- nach JütlandJutland -- In Denmark. Von ihm habe ich die dunklen Augen. Er war eigentlich keine sehr gestählte Natur, eher verzärtelt, sehr mit sich und seinem Wohlergehen beschäftigt. Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative dagegen war frisch, mit gesunden Nerven, ein nordischer, blonder Typ, vielleicht sogar etwas hart in ihrem Wesen, ein tüchtiger Mensch und eine gute Mutter. Sie starb vor Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative, recht plötzlich. Über ihren Tod hat Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative sich nicht trösten können. Ihre Ehe hatte manchen Sturm bestanden. Nach Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narratives Fortgang verehrte Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative sie wie eine Heilige.

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Sie hatten vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Ich war das Jüngste . . .

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Ich war ein sehr frohes Kind. Von allen wurde ich verhätschelt. Auch von meinen Geschwistern. Ich war ein großer Feinschmecker. Nur meine Leibgerichte aß ich. Von Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative habe ich nie im Leben ein hartes Wort zu hören bekommen. Tat mal ein Klaps not, so wurde der von Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative verabreicht. Im übrigen wetteiferte sie mit Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative, mich zu verwöhnen – wie wohl alle Jüngsten verwöhnt werden. Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative liebte es, mich zu putzen. Ich war nie fein genug gekleidet. Mitunter durfte ich wegen
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meiner ,feinen Sachen' nicht mit den anderen Altersgenossen herumtollen. Das war dann mein größter Schmerz. Ich hatte als kleiner Knirps lange, blonde Locken, schneeweiße Haut, dazu die dunklen Augen, so daß ich von Fremden oft für ein Mädel gehalten wurde. In einem Kindergarten, wo ich als einziger Bub zusammen mit elf Mädels spielte, war ich von allen Kindern das tüchtigste im – Sticken und Stricken . . . Als Fünfjähriger erhielt ich bei einem Jahresfest unseres Kindergartens deshalb meine allererste ,öffentliche Auszeichnung'. Wegen . . . Handarbeiten!

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Als Achtjähriger neckten meine beiden Brüderbrothers (fictional) Linked to: #wegenerHo #wegenerHe -- Andreas Sparre's unnamed brothers in narrative mich oft wegen meiner ,Mädchenstimme'. Das nahm ich mir sehr zu Herzen, strengte mich seitdem sehr an, einen richtigen Jungenbaß zu bekommen.

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Denke ich jetzt ernstlich darüber nach, so war meine Kinderstimme meine erste Verstellung . . .

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Im übrigen war meine Kindheit nichts als Sonnenschein. Mit den Brüdernbrothers (fictional) Linked to: #wegenerHo #wegenerHe -- Andreas Sparre's unnamed brothers in narrative spielte ich mit Bleisoldaten – mit der Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister mit Puppen . . . Daß ich gern den Puppenwagen der Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister schob, darin sah niemand etwas Besonderes . . . so etwas tun ja viele Brüder, die Schwestern haben . . .

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Mit neun Jahren kam ich auf das gleiche Gymnasium wie meine Brüderbrother (fictional) Linked to: #wegenerHo -- Andreas Sparre's unnamed brother in narrative. Musterschüler war keiner von uns. Französisch und Latein waren meine Lieblingsfächer . . . außerdem aber war ich einer der eifrigsten Benutzer der Schulbibliothek, was mir unser ,Direx' hoch anrechnete. Trotzdem ich meist der Zweitletzte der Klasse war. Im Französischen unterrichtete uns der Alte. Er sprach ein ganz besonderes Französisch. Als er einmal während der großen Ferien in ParisParis -- City in France gewesen war und uns dann mit Ingrimm erzählte, daß er nichts für die Pariser übrig habe, da sie weder ihn noch er sie verstanden habe, schloß er seinen Bericht: ,Und dabei wißt ihr doch,
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Jungens, daß ich Französisch kann . . .' – Er war ein schnurriger Kerl.

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Anders mein Lehrer im Lateinischen. Ein recht moderner Mann, der sich nicht nur sprachlich mit uns beschäftigte, sondern sich daneben bemühte, uns in die Ideenwelt der Antike, in die Kunst der Alten einzuführen. Er war es, der mir zuerst die Augen für die makellose Schönheit der Skulpturen der Griechen geöffnet hat. Es war nur ein fernes, dämmerndes Verstehen . . . Aber ich weiß noch wie heute, wenn ich mit meinen Alterskameraden beim Baden war und dann neben manch derben, nicht besonders schön proportionierten Jungenkörpern meinen eignen, etwas zarten, glatten Jungenleib im Wasserspiegel sah, da konnte ich oft leise erröten. Ich war wirklich viel zarter und biegsamer gebaut als meine Kameraden. Dann dachte ich an die Jünglingsfiguren des PraxitelesPraxiteles (historical) -- Athenian sculptor, von denen uns der Lateinlehrer einige Tage vorher erzählt hatte. Wir hatten im Zeichensaal auch ein paar Gipsabgüsse.

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Da fällt mir eine kleine Szene ein: Auf unser Gymnasium gingen damals schon ein paar Mädchen. Die eine besuchte die gleiche Klasse wie ich. Einmal – während der Pause – setzte sie mir zum Spaß ihren Mädchenhut auf. ,Sieh mal, der sieht ja aus wie ein richtiges Mädel', rief sie, und die Kameraden lachten mit mir. Plötzlich stand unser Lateinlehrer vor uns. Vor Schreck fand ich keine Zeit, den Mädchenhut abzunehmen. Und ehe ich wußte, wie mir geschah, hatte ich eine gehörige Tracht Prügel bezogen. Ich war dann völlig außer mir, und erst viele Jahre später wurde mir klar, weshalb mein alter Lehrer mich damals glaubte bestrafen zu müssen . . . Wir armen Menschen . . . was wissen wir von uns . . . wieviel weniger da vom Nächsten . . .

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Im übrigen war ich ein richtiger Junge. Ich war bei allen Prügeleien ,mitten dabei'. Gerade, weil ich zarter
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war als meine Gefährten, legte ich bewußt besonderen Wagemut an den Tag. Manch blauer Fleck war das Ergebnis derartigen Ehrgeizes . . .

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Nebenbei aber machte ich mit meiner Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister große Spaziergänge. Und, wenn ich wußte, daß mich niemand von den Buben sehen konnte – so im Walde bei der Stadt – übernahm ich das Schieben ihres Puppenwagens, unseres steten Begleiters . . .

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Im Übergangsalter nahm mein Interesse für Kunst immer mehr zu. Mit siebzehn Jahren begann ich Kunstzeitschriften zu lesen, Kunstausstellungen zu besuchen. Mein Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative, der als alter Kaufmann wenig von einer Laufbahn als Künstler für mich hielt, versuchte ein paarmal, meinem Leben eine ‚praktische Richtung' zu geben. So gab er mich zuerst bei einem Kaufmann und dann bei einem Malermeister in die Lehre, ohne etwas anderes dadurch zu erreichen, als daß mein Wille zur Kunst nur noch gesteigert wurde.

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Gleichzeitig hatte ich wie jeder Halbwüchsige meine ,Flamme', ja, um ehrlich zu sein, muß ich sogar von ,Flammen' sprechen.

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Als mein Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative endlich eingesehen hatte, daß es hoffnungslos war, mich für etwas ‚Praktisches' zu interessieren, wurde ich mit neunzehn Jahren nach KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark geschickt auf die KunstakademieArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark.. Hier nahmen einige gute Kameraden mich unter ihre Fittiche und sorgten dafür, daß ich sehr schnell meine provinzhafte Naivität und Befangenheit und auf eine recht brutale Weise ,meine Unschuld verlor'. Dann lernte ich GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- kennen . . .

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Es war eine Liebe auf den ersten Blick.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war gerade zur KunstakademieArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark. gekommen. Ebenfalls aus der Provinz . . . Wir beide waren sofort unzertrennlich. Alle Vorlesungen abends besuchten wir gemeinsam. Der eigentliche Unterricht an der AkademieArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark.
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Ein Gemälde von Gerda Wegener:
                            im Vordergrunde links Lili, vor dem
                            Spiegel die Prima Ballerina des Kgl. Theaters in Kopenhagen
                        
                     , neben ihr
                            die Freundin Elena und im
                            Hintergrund die Künstlerin. Paris
                            1922
Ein Gemälde von Gerda WegenerGerda Wegener (historical) Linked to: #sparreGre -- : im Vordergrunde links LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., vor dem Spiegel die Prima Ballerina des Kgl. Theaters in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark the Royal Theatre -- Ebba Persen (fictional) Linked to: #poulsenU -- Modeled on Ulla Britta Poulsen, neben ihr die Freundin ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- und im Hintergrund die Künstlerin. ParisParis -- City in France 1922

war damals noch für Schüler und Schülerinnen nach Geschlechtern getrennt.

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Ein Freund führte uns zusammen.

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Als er dann eines Tages erfuhr, daß wir uns verlobt hatten, wurde er geradezu rasend vor Eifersucht. Nicht eigentlich auf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , sondern, und das erfuhr ich erst viele Jahre später – auf mich . . . Aber auch solch ein Symptom ist ja nichts Außergewöhnliches . . . Wieviel Freunde haben nicht ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn eine Frau zwischen sie trat . . . Ein Jahr nach unserem ersten Zusammentreffen heirateten GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich. Wir waren noch so jung . . . ich kaum zwanzig, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- noch ein paar Jahre jünger . . . Was wußten wir vom Leben, von den Menschen . . . Wir waren unbeschreiblich glücklich miteinander.

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Ich weiß . . . es war in den ersten Jahren unserer Ehe . . . eines Abends – wir wohnten damals in einem Atelier mit weiter Aussicht über KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark – las GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mir ein uraltes Märchen aus der Antike vor. Es lautet ungefähr so: ,HermesHermes (fictional) -- mythological, der Liebling der Götter, hatte einen Sohn, und AphroditeAphrodite (fictional) -- mythological, die göttlich Schöne, eine Tochter. Die beiden Kinder waren das Urbild der Schönheit. Doch sie hatten einander nie vorher gesehen, als sie sich eines Tages im Walde der Götter gegenüberstanden. Das Mädchen erglühte sofort für den Knaben. Doch der Knabe flüchtete vor ihr. Wie laut sie nach ihm rief, er hielt im Lauf nicht inne. Verzweifelt wandte sich das göttliche Mädchen an ZeusZeus (fictional) -- mythological und klagte ihm seine Liebesnot. ›Ich liebe ihn, Vater, aber er ist mir entflohen. Er will nichts von mir wissen. Oh, Vater, gib, daß ich eins mit ihm werde.‹ Und ZeusZeus (fictional) -- mythological erhörte das Flehen des Götterkindes, und er hob seinen Arm, und im nächsten Augenblick stand der scheue Sohn HermesHermes (fictional) -- mythological' vor dem Olympier, und AphroditeAphrodite (fictional) -- mythologicals Tochter jauchzte vor Entzücken, umschlang den bebenden Jüngling – und wieder
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hob ZeusZeus (fictional) -- mythological seinen Arm – beide verschmolzen ineinander – als HermesHermes (fictional) -- mythological und AphroditeAphrodite (fictional) -- mythological nach ihren Kindern suchten, fanden sie ein selig lächelndes Götterkind. ›Es ist mein Sohn‹, rief HermesHermes (fictional) -- mythological. ›Nein, es ist meine Tochter‹, rief AphroditeAphrodite (fictional) -- mythological. Sie hatten beide Recht . . .'

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,Siehst du', sagte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu mir, ,so lieb ich dich so oft, daß ich wünschen möchte, du und ich, wir wären ein Wesen.'

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Um diese Zeit malte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- das Porträt der beliebtesten Schauspielerin des damaligen KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress. Eines Tages konnte sie nicht zu der verabredeten Sitzung kommen. Am Telefon fragte sie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , die etwas ungehalten war: ,Kann denn AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- nicht für den unteren Teil des Bildes Modell stehen? Er hat ebenso hübsche Beine und Füße wie ich.'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lachte wie sie. Einmal hatte ich, das wußte Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress, mit meinen Beinen GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bei einem Frauenbilde ,zu Hilfe kommen' müssen. Da aber hatte es sich eigentlich nur um einen Faltenwurf gehandelt. ,Du hast eigentlich sehr hübsche Frauenbeine', hatte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- dabei scherzend zu mir gesagt.

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Ich war, während GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- jetzt mit Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress telefonierte, gerade dabei, meine Palette zu reinigen, rauchte eine Zigarre und hörte kaum hin, als GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mir Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actresss Vorschlag erzählte. Anfangs lehnte ich ziemlich barsch ab. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lachte mich aus, nannte mich eigensinnig, bat mich, streichelte mich . . . und ein paar Minuten später stand ich in Kleid und Stöckelschuhen im Atelier. Wir beide lachten wie über einen gelungenen Spaß. Und damit die Verkleidung vollkommen war, holte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- eine Karnevalsperücke aus der Tiefe einer Truhe heraus, es war eine blonde, sehr gelockte Perücke, zog sie mir über – dann kam sie mit Puder und Schminke, ich ließ willig alles über mich ergehen . . .

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Als alles fertig war, trauten wir kaum unsern Augen.
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Ich drehte und bog mich vor einem Spiegel, wieder und immer wieder, versuchte, mich zu erkennen. War es wirklich möglich, daß ich so gut aussehen konnte, fragte ich mich . . . GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- klatschte entzückt in die Hände. ,Das vollkommenste Damenmodell', rief sie einmal über das andere, ,als hättest du nie etwas anderes als Frauenkleider getragen.'

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Und seltsam – ich kann es nicht leugnen –, ich gefiel mir in der Verkleidungsrolle . . . ich empfand die leichten Frauenkleider als etwas überaus Angenehmes, ja Selbstverständliches. . . Ich fühlte mich heimisch darin. Vom ersten Augenblick an. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- begann zu malen.

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Da klingelt es im Korridor. Und einen Augenblick danach rauscht Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress ins Atelier herein. Sie hatte gleichwohl Zeit gefunden . . .

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Sie sieht mich an . . . erkennt die fremde Dame nicht . . . erkennt nur ihr eigenes Kleid. Dann aber stößt sie einen Jubelschrei aus und umarmt mich stürmisch.

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,Etwas so Lustiges habe ich lange nicht erlebt', stellt sie fest und applaudiert meinem Auftritt. Sie beguckt mich von allen Seiten, ich muß mich drehen und wenden und alle möglichen Stellungen einnehmen. Schließlich beteuert sie: ich sei als Mädel viel, viel hübscher denn als Mannsperson. Damenkleider trüg ich viel, viel besser als Männerzeug. Ja – sie behauptet – und diese Worte habe ich nie vergessen: ,Weißt du, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , du bist sicher in einem früheren Dasein ein Mädchen gewesen . . . oder aber die Natur hat diesmal bei dir ein Versehen begangen.'

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Sie spricht ganz langsam, ganz nachdenklich, man merkt, daß ihr seltsam zumute ist.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gibt mir einen Wink, die Verkleidung wieder abzulegen, da Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress jetzt ja selber sitzen könne.

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Ich will mich zurückziehen. Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress hält mich fest. ,Nein', ruft sie, ,heute würde ich ein Wiedersehen
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mit AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- einfach nicht ertragen. Wir wollen auch nicht von ihm sprechen! Hört ihr! Und jetzt will ich dich taufen, mein Mädelchen. Du sollst einen ganz besonders lieblichen, klingenden Namen erhalten. Zum Beispiel . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Was sagst du zu LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.? . . . Fortab nenne ich dich LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Und das muß gefeiert werden! Was sagst du dazu, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ?' –

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Und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- nickt nur, sieht bald sie, bald das Taufkind an . . . mit verwunderten Augen . . . und dann wird ein lustiges Fest zu dreien gefeiert, bis tief in die Nacht hinein, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Taufnacht . . .

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So entstand LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . und bei dem Namen ist es dann geblieben . . . Und nicht nur bei dem Namen . . .

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Mit einem übermütigen Spaß, einem echten Künstlereinfall, wenn man will, begann es . . . Und viele Jahre trieben wir dann unser Spiel mit LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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Wenige Wochen nach LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Taufe fand ein Künstlerfest statt. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- schlug vor, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. daran teilnehmen sollte, um dadurch in die große Welt eingeführt zu werden. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- entwarf ein Pierrettekostüm . . .

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Der Erfolg war vollkommen. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war eine der begehrtesten Tänzerinnen. Ein Offizier hatte es ganz besonders auf sie abgesehen. Schließlich holte er sie zu jedem Tanz. Gegen Mitternacht wurde er etwas aufdringlich. Da versuchte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., ihr Geheimnis zu lüften. Es nützte ihr nichts – der Offizier glaubte ihr einfach nicht! Als sie ihm glücklich entschlüpft war, kam sie vom Regen in die Traufe. Ein neuer Kavalier riß sie an sich, gab sie nicht frei, verlangte auf der Stelle die Erlaubnis, sie zumindest auf den Nacken küssen zu dürfen. Als sie endlich seinen Angriffen entkommen war, hatte das Pierrettekostüm einige Spuren davongetragen.

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Eine andere, seltsame Beobachtung hatte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. während dieses Festes übrigens machen müssen: die Haltung des
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weiblichen Geschlechts ihr gegenüber. Mehrmals hatte sie selber mit freundlichem Lächeln Damen betrachtet, die sie schön fand. Aber meist hatte man ihren zutraulichen Blick mit eisigen Augen zurückgewiesen. Sie war ratlos, fragte schließlich GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ob sie sich schlecht betragen habe, ob sie unmöglich aussehe. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sagte lächelnd: ,Die dumme LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ist noch so jung. Sie kennt die Bosheit und das Mißtrauen von uns Frauen anderen Frauen gegenüber noch nicht.'

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Es war das erstemal, daß sich LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. als Eigenwesen gefühlt hat. Und so wurde auch aus diesem lustigen Einfall etwas wie Vorausahnen . . . Wie oft habe ich nicht an diesen fernen Abend denken müssen.

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Aber noch ein anderes Erlebnis, nicht minder bezeichnend, hinterließ dieser Abend.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wollten nach Hause. Auf der Suche nach ihrem Mantel rennt LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. einem langen Maler von der AkademieArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark. Hauwitz (fictional) -- in die Arme. Es war einer von meinen vier Atelierkameraden! Um Himmels willen! Wie es anstellen, daß das Geheimnis nicht verraten wird? – LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. tut, als sieht sie ihn nicht. Er packt sie, preßt sie an sich und drückt ein halbes Dutzend Küsse auf ihren Hals. Diesmal komme ich LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu Hilfe. Ein paar Backpfeifen sitzen wohlgezielt dem Frechling mitten im Gesicht. Er tritt sofort den Rückzug an . . . HauwitzHauwitz (fictional) -- hieß der Mann.

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Als ich am nächsten Tag die Atelierklasse in der AkademieArt Academy -- The Royal Danish Academy of Fine Arts (Det Kongelige Danske Kunstakademi) in Copenhagen, Denmark. betrete, finde ich die Kameraden mitten im Diskutieren der Karnevalsnacht. HauwitzHauwitz (fictional) -- ist der Eifrigste. Er gibt seine Erlebnisse zum besten.

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,Aber wo stecktest du gestern?' attackiert er mich sofort. Auch die anderen fragen, weshalb ich nicht mitgemacht hätte, zumal doch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- da gewesen sei.

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Ja, erkläre ich, mir sei nicht wohl gewesen. Im übrigen hätten die Kollegen sich, wie ich gehört, sehr gut
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unterhalten, besonders HauwitzHauwitz (fictional) -- , der sehr eifrig eine PierretteLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. umworben habe.

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Woher ich das wüßte, warf HauwitzHauwitz (fictional) -- geschmeichelt hin, man könne sich nicht rühren, ohne daß der Klatsch sich über einen hermache; wer denn so indiskret gewesen sei, mir seine kleinen Abenteuer zu verraten . . .

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,Sie sind eben ein unerhörter Herzenbrecher', sagte ich. ,Also legen Sie mal los . . .'

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Anfangs wehrte HauwitzHauwitz (fictional) -- kavaliermäßig ab. ,Man ist doch ein Gentleman. Im übrigen war die PierretteLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wirklich eine fabelhafte Person.'

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Er schmunzelte, zwinkerte verheißungsvoll mir zu, alle umdrängen ihn. ,Also los, HauwitzHauwitz (fictional) -- ', ermunterte man ihn.

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,Na, der SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- scheint ja Bescheid zu wissen. Haltet euch an ihn', erwiderte er ziemlich eindeutig.

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,Aber lieber HauwitzHauwitz (fictional) -- . Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich würde wohl der letzte sein, der etwas andeuten möchte', gab ich zurück, indem ich dann die Frage stellte: ,War sie nun wirklich so hübsch?'

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,Vermuten Sie so viel, wie Sie Lust haben', legte HauwitzHauwitz (fictional) -- wieder los, ,Sie können in Ihren Vermutungen gar nicht zu weit gehen. Eine unerhörte Sache . . .'

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Worauf HauwitzHauwitz (fictional) -- sich in Schweigen hüllte, das beredter war als die gröbste Aufschneiderei . . .

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Meinen intimsten Freunden gestand ich hinterher, wer die PierretteLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. gewesen . . . HauwitzHauwitz (fictional) -- wurde erst viel später eingeweiht, nachdem er noch mehr Gelegenheit bekommen hatte, sich als CasanovaCasanova (fictional) -- zu blamieren . . .

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Diesem Tanzfest folgten andere, in denen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit wachsendem Erfolg sich in ihre Rolle einlebte. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- putzte sie jedesmal aus, daß dieses plötzlich in der Kopenhagener Künstlergesellschaft aufgetauchte fremde Wesen anfing, Furore zu machen . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wurde nach und nach GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- unentbehrlich . . . Denn, wie seltsam sich dies
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alles jetzt auch anhören mag, nicht ich verkleidete mich in LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. , sondern sowohl für mich wie für GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- wurde LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sehr bald ein völlig selbständiges Persönchen, und zwar eine Gespielin von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ihre eigentliche Gespielin und ihr Spielzeug zugleich.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und ich, wir wurden zu zwei Wesen. War LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nicht da, so sprachen wir von ihr wie von einer dritten Person. Und war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. da, das heißt, war ich nicht da, so wurde zwischen ihr und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- von mir wie von einer dritten Person gesprochen. Und bald lernten dies auch unsere intimsten Freunde. Aber ein Spiel war es doch viele Jahre lang . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ist in ihrem tiefsten Wesen recht melancholisch. Um über solche Stimmungen hinwegzukommen, rief sie nun ihre Gespielin LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu sich. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war nämlich die Sorglosigkeit und Heiterkeit in Person. Ebenso wichtig wurde LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ihrer Herrin allmählich als Modell, ja, heute kann ich es ruhig sagen, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. das Lieblingsmodell von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gewesen ist. War es Zufall oder nicht, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatte mit Bildern, zu denen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ihr Modell gestanden hatte, mehr und mehr Erfolg. Und sie begann, in LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. eine Art Maskotte, einen glückbringenden Talisman zu sehen. Eine große Reihe von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Bildern und Zeichnungen entstanden damals in unserm ersten Atelier in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, in denen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in hunderterlei Variationen als Modell auftauchte. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Künstlerruhm stieg. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Ruhm als Modell ebenfalls. Aber niemand wußte, wer sich hinter dem Modell verbarg. Legenden bildeten sich darum. Auch der Klatsch begann zu wispern, ohne aber dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

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Ein bekannter Schriftsteller behauptete, das Modell LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sei überhaupt kein Wesen aus Fleisch und Blut, sondern nichts wie ein Frauentyp, auf den sich GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Phantasie nun einmal festgelegt habe, also eine leere Kaprice . . .

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Nur wenige ahnten den Zusammenhang. Niemand aber wußte etwas Bestimmtes um das Mysterium LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. – mit Ausnahme von Anna LarsenAnna Larsen (fictional) -- Modeled on Anna Larssen, a Danish actress, die jedoch Verschwiegenheit gelobt hatte. Sie hat ihr Wort gehalten.

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Eines Tages erhielt GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- aus ParisParis -- City in France eine Einladung, dort ihre ,LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.-Zeichnungen' auszustellen . . .

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Und so wurden wir drei nach ParisParis -- City in France verpflanzt: GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ich und – LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

VII

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Bereits vor unserer Übersiedelung nach ParisParis -- City in France hatten wir mehrere Auslandsreisen unternommen. Sobald wir aus unseren Bilderverkäufen genügende Ersparnisse beisammen hatten – wir waren recht bescheiden in unseren Ansprüchen –, waren wir jedesmal südwärts gefahren, um zu studieren, zu malen und die Welt kennenzulernen. Aber auf all diesen Reisen war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ,nicht mitgewesen'. Es gab zu viel Neues zu erleben, als daß GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich Zeit gefunden hätten, uns mit ihr zu beschäftigen. Sobald wir aber wieder in unserem heimischen Atelier waren, tauchte sie auf – und dann mußten wir jedesmal feststellen, daß wir sie eigentlich entbehrt hatten . . .

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Fast ein ganzes Jahr hatten wir in ItalienItaly -- Country in Europe verbracht . . . ohne LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Es war das sorgloseste Jahr, das ich mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- verlebt habe. Das Märchen des Südens wurde uns beiden Kindern des Nordens zu einer unbeschreiblich herrlichen Offenbarung.

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Wie konnten wir da Zeit zum . . . Spielen finden? GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war damals die Heiterkeit selber. Nie fühlte sie sich in ItalienItaly -- Country in Europes Wunderwelt bedrückt. Sie bedurfte keiner Zerstreuung. Darum wurde LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. von ihr nicht beschworen . . .

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Und doch war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wohl inniger mit uns beiden zu-
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sammen denn je. Nur war es kein Spiel mehr . . . Mit mir selber begann zu jener Zeit eine Veränderung vorzugehen, ohne daß ich mir dessen damals recht bewußt wurde. Dies zeigte mir meine Wirkung auf andere . . . gerade damals in ItalienItaly -- Country in Europe. In FlorenzFlorence -- City in Italy machte sich ein unglücklicher Mensch an mich heran. Ein reicher Ausländer. Eines Tages, nachdem er mich ein paar Wochen auf Schritt und Tritt verfolgt hatte, sprach er mich an und machte mir den Vorschlag, in seiner Villa Wohnung zu nehmen. Nach Herzenslust würde ich dort meine Studien als Maler betreiben können. Ich lehnte höflich, aber sehr entschieden ab. Ich sah ihn dann öfters. Immer war ich in Damengesellschaft, entweder zusammen mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- oder aber in Begleitung einer auffallend schönen Sizilianerin. Es hätte nicht viel gefehlt, so hätte ich diesen armen Menschen vor die Pistole fordern müssen.

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In RomRome -- City in Italy hatte ich ein ähnliches Abenteuer. Dort wollte ein amerikanischer Millionär mich mit nach ÄgyptenEgypt -- haben. Er bestürmte nicht nur mich, sondern auch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Er segelte allein nach AlexandrienAlexandria -- .

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Nie vorher hatte ich derartige, delikate Situationen erlebt. Wieso gerade in ItalienItaly -- Country in Europe, ist mir erst viel später klar geworden. Als neulich in ParisParis -- City in France Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- eine Reihe photographischer Aufnahmen, während der letzten Jahre von mir genommen, darunter auch einige unter meiner ersten Italienfahrt, sah, zeigte er gerade auf diese Bilder mit den Worten: ,Damals hat sich die LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zum erstenmal äußerlich deutlich zu erkennen gegeben' –

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Nun ging es also nach ParisParis -- City in France.

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In der Nähe der ,Ecole des Beaux ArtsÉcole des Beaux-Arts -- ', auf dem linken Ufer der SeineSeine -- banks of the Seine -- , quartierten wir uns in einem der unzähligen kleinen Hotels ein. Der Wirt kam uns wie ein Meuchelmörder vor, die Wirtin wie ein Konglomerat aus Geiz, Neugier und Unsauberkeit. Ihre kleine, allerliebste Tochter glich einem entzückenden Kätzchen. So
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etwas gibt es nur in ParisParis -- City in France . . . das eine, wie das andere und dritte . . .

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Wir bekamen ein paar gemütliche hellrot und grauweiß getünchte Stuben. Die eine lag nach einem alten, vernachlässigten Gärtchen hinaus und hatte einen geheimnisvollen Alkoven mit rotgeblümten Gardinen.

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Das Faktotum des Hotels, JeanJean (fictional) -- Factotum of a hotel mentioned in the narrative mit Namen, erzählte uns sehr bald, daß in diesen beiden Stuben Oscar WildeOscar Wilde (historical) -- British writer seine letzten Tage verlebt habe . . . Im Alkoven mit den rotgeblümten Gardinen sei er gestorben . . . Als JeanJean (fictional) -- Factotum of a hotel mentioned in the narrative uns dies erzählte, rannen ihm Tränen über die schlecht rasierten Backen. Er hatte Grund, Oscar WildeOscar Wilde (historical) -- British writers Heimgang zu betrauern. Manches Zwanzig-Frank-Stück hatte der große unglückliche Dichter ihm gegeben, um für einige Sous Zigaretten zu kaufen. Das ,Kleingeld' hatte JeanJean (fictional) -- Factotum of a hotel mentioned in the narrative aber niemals zurückzugeben brauchen, gab er als zarten Wink an unsere Adresse weiter. Für GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mich wurden die beiden stillen Stuben doppelt stimmungsvoll. Wir saßen oft vor dem breiten Fenster nach dem alten Garten, lasen viele Male Seiten auf Seiten in den Büchern des Dichters, den ich seit vielen Jahren liebte. ,De Profundis' und die ,Ballad of Reading Coel' kannten GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich allmählich auswendig. – Es waren schöne Abende . . .

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In der Nähe des Hotels fanden wir unsere Stammkneipe, ,Chateau neuf du PapeChâteau neuf du Pape -- Assumed fictional place mentioned in narrative; historical place not identified', vor allem Kunstschüler verkehrten dort. Ein sehr bescheidenes Restaurant. Aber für einen Franken und 30 konnte man dort herrlich dinieren. Der Wein war in den Preis einbegriffen. Hier fanden wir unsere ersten Pariser Freunde.

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Kurz darauf wurde GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- von dem Redakteur einer bekannten Pariser illustrierten Zeitschrift zur Mitarbeit aufgefordert. Er hatte gerade GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Gemälde und Zeichnungen auf ihrer ersten Ausstellung in ParisParis -- City in France gesehen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war Feuer und Flamme, sogleich mit ihrer
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Mitarbeit zu beginnen. Aber was sollte sie anbieten? Wo schnell ein geeignetes Modell auftreiben?

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Sie sah mich fragend an, zögerte ein paar Augenblicke, dann sagte sie: ,Was meinst du, wenn LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .'

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Ich gestehe, ich war zuerst etwas überrascht. Auch ich hatte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mitten im Trubel von ParisParis -- City in France vergessen, genau wie damals auf unserer ersten Italienfahrt. Auch hier in ParisParis -- City in France hatte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- der Gesellschaft LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s weder bei der Arbeit noch zur Zerstreuung bisher bedurft.

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,Gut', sagte ich, ,aber was soll sie anziehen . . .'

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s, Ausstattung' war in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark geblieben. Ganz davon abgesehen, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. beträchtlich größer war als die sehr zierliche GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , wurde in puncto Garderobe auf strengste Gütertrennung gehalten.

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Schnell wurde das Nötigste für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. besorgt. Sie war nicht wenig stolz auf ihr erstes echtes Pariser Kostüm.

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So kam sie wieder mitten in ParisParis -- City in France zum Vorschein. Die Arbeiten, zu denen sie Modell saß, machten Glück. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- strahlte. Sie erzielte beträchtliche Preise für ihre Arbeiten. Wir konnten uns ein angenehmes Atelier mieten. Wir wurden seßhaft in ParisParis -- City in France, fanden unseren Freundes- und Bekanntenkreis.

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Auch ich malte jetzt viel, teils in ParisParis -- City in France, teils in VersaillesVersailles -- , wo wir die warmen Sommermonate verbrachten.

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Es vergingen ein paar harmonische, glückliche Jahre für GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mich. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zeigte sich nur in unserer Mitte, wenn GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ihrer als Modell dringend bedurfte. Wir verdienten gut. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- konnte sich ,fremde Modelle' leisten . . .

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Als wir genug Geld für eine Studienreise zurückgelegt hatten, brachen wir wieder nach ItalienItaly -- Country in Europe auf. Unser Ziel war CapriCapri -- Island in Italy. Jahrelang war es unsere Sehnsucht gewesen, dieses Sonnenparadies kennenzulernen.

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Zu unserer großen Freude trafen wir, kaum dort angekommen, einen Maler aus FlorenzFlorence -- City in Italy wieder, den wir
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während unserer ersten Italienreise kennengelemt hatten. NinoNino (fictional) -- Historical figure not identified nannten wir ihn. Wir waren fortan unzertrennlich. Nach wenigen Tagen hatten wir unter den auf CapriCapri -- Island in Italy herumwimmelnden internationalen Künstlern mehr Bekannte, als uns manchmal lieb war. Drei-, viermal trafen wir uns täglich bei ,MorganoCafé Morgana -- Assumed fictional place mentioned in narrative; historical place not identified, but Morgano is a marina in Capri', und Abend für Abend wurde dort Schach und Dame gespielt. Selbstverständlich war man zur Badezeit vollzählig auf dem kleinen Strand bei ,Piccola MarinaPiccola Marina -- '.

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Hier trafen wir eines Tages einen Schotten, der stets in Begleitung eines sehr zierlichen Knaben auftrat. Beim Baden verwandelte der Knabe sich zu unserem Erstaunen in ein sehr niedliches Mädchen . . .

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,Ma naturale!' erklärte ob dieser ,Enthüllung' ein venezianischer Bildhauer, der zu unserer Clique gehörte, ,das habe ich von Anfang an gewußt! Ein Mädchen kann sich nun einmal nicht als Mann verkleiden, ebensowenig umgekehrt. Wer Augen zum Sehen hat, durchschaut sofort den Schwindel. Irgendeine Äußerlichkeit spielt immer den Verräter.' FavioFlavio (fictional) -- Historical figure not identified. hieß der Mann.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- warf mir einen übermütigen Blick zu. Ich verstand ihn . . . Am Nachmittag zur Flanierstunde erschien GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- in Begleitung einer schlanken, großen jungen Dame, die niemand bislang in CapriCapri -- Island in Italy gesehen hatte. Sie promenierten bei ,MorganoCafé Morgana -- Assumed fictional place mentioned in narrative; historical place not identified, but Morgano is a marina in Capri' vorbei, wo GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- viele neugierige Grüße von Freunden und Bekannten erwidern mußte. Plötzlich sprach Signora FavioSignora Flavio (fictional) -- Historical figure not identified., die Frau des Bildhauers, die beiden Damen an, erkundigte sich nach mir, hoffentlich sei ich nicht krank, da man mich heute gar nicht gesehen habe . . . Ob GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich nicht zu einem Abendfest in ihrer Villa in der Nähe des Monte TiberioMonte Tiberio -- kommen wollten . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bedauerte . . . ,AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- mußte wegen einiger wichtiger Besorgungen nach NeapelNaples -- City in Italy. Er kann erst morgen früh zurück sein.'

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Dann stellte sie ihre Begleiterin vor. ,Mademoiselle Lili CourtotLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Signora FavioSignora Flavio (fictional) -- Historical figure not identified. . . .'

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Die Signora hatte erreicht, was sie wollte, und sie beeilte sich, Mademoiselle LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit Frau GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zum Abendfest einzuladen. Wir nahmen mit Freuden an.

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Die Mystifikation gelang über alle Erwartung. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s französische FreundinLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wurde von der ganzen Festgesellschaft überaus liebenswürdig aufgenommen. Eine bekannte norwegische Schriftstellerin feierte in einem schwungvollen Toast Mademoiselle LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. als ,die vollendetste Verkörperung französischen Scharmes und Pariser Eleganz'. Sie wich nicht von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Seite. Sie lud LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu sich nach NorwegenNorway -- Country in Europe ein. Sie trank mit ihr Brüderschaft'.

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Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. strahlte . . . Und nicht weniger GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Denn das Entzückende oder, vielleicht richtiger ausgedrückt, das Pikante dieser neuen Freundschaft war, daß diese stürmische Norwegerin bislang mich angehimmelt hatte . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s französische FreundinLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. gab in den folgenden Tagen noch ein paar Gastspiele. Um mein Fernbleiben dann begreiflich zu machen, erzählte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- allen, die es wissen wollten, daß zwischen mir und ihrer Freundin LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. eine unüberbrückbare Abneigung bestünde . . . Aber CapriCapri -- Island in Italy ist klein. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mußte bald wieder ,abreisen' und mir das Feld räumen. FavioFlavio (fictional) -- Historical figure not identified. wie alle anderen blieben völlig arglos . . .

– – – –

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Als wir dann aber von ItalienItaly -- Country in Europe wieder nach ParisParis -- City in France kamen, geschah es häufig, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., nachdem GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sie während der hellen Tagesstunden als Modell benutzt hatte, während des ganzen Abends blieb. Und kam einer oder eine von unseren Intimsten zu Besuch, so flüchtete sie nicht wie früher wie gehetzt in ein Nebenzimmer, sondern sie blieb, wo sie war und auch die anderen waren, und war froh und guter Dinge.

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Nach und nach hatten alle sie gern. Sie war, wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- immer wieder feststellen mußte, der gute Geist und die gute Laune aller unserer kleinen Feste im Atelier . . .

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Aber alle machten einen großen Unterschied zwischen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und mir. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Freundinnen, die mir gegenüber sich fast zeremoniell benahmen, umarmten LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und duzten sie. Ebenso GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s und meine Freunde.

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Sonderbar war auch, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., befand sie sich unter GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Freundinnen, – die fast ausnahmslos Künstlerinnen wie sie waren, – sich als die weiblichste von allen fühlte. Und die Freundinnen lachten anfangs etwas ausgelassen über diese Tatsache, merkten allmählich aber, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Gefühl echt war.

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Und so kam es, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. von Monat zu Monat immer hartnäckiger auf ihren Platz bestand und immer widerwilliger vor mir zurücktrat.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich hatten auf dem , Salon d'AutommeSalon d'Automne -- , wo wir beide ausstellten, einen französischen Bildhauer getroffen. Jean TempéteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor. Diese Bekanntschaft sollte die Einleitung zu neuen Erlebnissen für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. werden.

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Er besaß ein Sommerhaus in einer kleinen Stadt an der LoireLoire -- River in France Balgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- . Mit einigen Freunden sollte er eine Theateraufführung zu wohltätigen Zwecken auf der winzigen Bühne dieses Städtchens veranstalten. BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- heißt der Ort.

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Er lud GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mich ein, mitzumachen.

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Es war eine lustige Bahnfahrt. Das Städtchen ist ein kleines RothenburgRothenburg -- . . .

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Das ,Theater', das noch am selben Abend von uns in Besitz genommen wurde, sah von außen aus wie ein Tabaksladen mit anschließendem Cafe. Innen war es für gewöhnlich Kino nebst Tanzboden. Da es nur eine einzige Theaterdekoration gab, die außerdem unbrauchbar war, wurde GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sofort zum Kulissenmalermeister
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ernannt. Sie entwarf im Fluge die ‚Bühnenausstattung' zu der Revue, deren Verfasser Jean TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor selber war.

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Um sechs Uhr abends ,stand alles'. Um neun Uhr sollte die Vorstellung beginnen.

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Um sieben Uhr begab sich TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor zusammen mit mir an die Bahn, um das einzige Mitglied, das in unserem ,Ensemble' noch fehlte, abzuholen, eine junge Malerin, die aus irgendeinem Grunde nicht gleichzeitig mit uns anderen hatte fahren können. Sie hatte eine kleinere Rolle zu spielen, eine ‚waschechte Pariserin'.

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Der Zug lief ein, aber unsere ‚Pariserin' war nicht mitgekommen. Es war der letzte Zug vor der Vorstellung . . .

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TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor raste. So klein die Rolle auch war, ohne sie würde das Stück ,auseinanderfallen'.

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,Dann müssen wir GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bitten, einzuspringen', erklärte ich.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich, die erst ,in elfter Stunde' zur Teilnahme an der Künstlerfahrt eingeladen waren, gehörten nicht mit zum eigentlichen ,Ensemble'.

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,Ausgezeichnete Idee', jubelte TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor und überfiel sofort beim Betreten des sogenannten Hotels, in dem wir Unterkunft gefunden hatten, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Sie lag, von der Theatermalerei recht erschöpft, auf irgendeinem wackeligen Diwan.

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,Ausgeschlossen', erklärte sie, ,ich kann beim besten Willen nicht . . .' Dann warf sie mir einen heimlichen Blick zu. ,Aber . . . vielleicht kann . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..'

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,Wer ist LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.?' fragte TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor. Alle stellten die gleiche Frage.

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,Kümmert euch nicht darum. Die Hauptsache ist, daß sie kommt. Die Rolle wird sie mühelos spielen können', erklärte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- der neugierigen Korona, hakte TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor ein, zog ihn abseits und gab ihm die nötigen Aufklärungen. Er schüttelte sich vor Lachen, versprach Still-
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schweigen, und dann wurde verabredet, daß er, während LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ausstaffiert wurde, ihr in der Verborgenheit eines Hotelzimmerchens die Rolle der ‚Waschechten' beibringen sollte . . . Als abends bei vollgepacktem Theatersaal die Revue vom Stapel lief, ahnte nicht ein Einziger im ganzen Saal, daß die LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nicht eine wirklich waschechte Pariserin war . . . Obendrein begeisterte sich der besonders poetisch veranlagte Apotheker von BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- , der mit zu dem ,Wohltätigkeitsausschuß' gehörte, so sehr für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., daß er der unbekannten Schönen eine Schachtel ,Veilchenseife' ins Hotel sandte.

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An diesem Abend lernte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ihren treuesten Freund kennen. Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost. Der Tenor der Revue. Er war der Komiker des Abends. Sein bloßes Erscheinen auf der Bühne löste wahre Heiterkeitsorkane aus. Er war der einzige wirkliche Könner unseres Dilettantenensembles, das heißt, er war der einzige, der kein Dilettant war.

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Mir war dieser junge Künstler, der mit seinem trockenen, schlagfertigen Witz in jeder MontmartreMontmartre -- -Kneipe hätte auftreten können, schon vormittags aufgefallen. Ein völlig unregelmäßiges Gesicht, recht farblose, etwas schief geratene Augen und dazu eine putzige, spitze Nase. Auf den ersten Blick mochte er wohl häßlich wirken. Betrachtete man ihn aber etwas länger, so fühlte man eine merkwürdige Wärme und Güte, die sein ganzes Wesen ausstrahlte.

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Mich, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , hatte er ziemlich links liegen lassen.

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Ganz anders wurde sein Betragen gegenüber LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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Selbstverständlich war er wie auch die übrigen Kollegen und Kolleginnen aus ParisParis -- City in France bald ,im Bilde'. Im übrigen war man diskret.

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Und die Bürgerschaft, die nach der gelungenen Vorstellung einen ,Wohltätigkeitsball' veranstaltete, dessen Mittelpunkt wir ,Pariser' zu sein hatten, sah in LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.,
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Figurine Eine Porzellanplastik von Andreas
                                Sparre (Einar
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                            Paris 1928
Figurine Eine Porzellanplastik von Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- (Einar Wegener)Einar Wegener (historical) Linked to: #sparreAn #lili -- ParisParis -- City in France 1928

die auf Wunsch aller Kumpane in ihrem Bühnenkostüm geblieben war, die ‚waschechte Pariserin' . . . Man behandelte sie, wo sie sich nur blicken ließ, mit ausgesuchter Courtoisie. Sie amüsierte sich himmlisch. Sie gehörte zu den begehrtesten Tänzerinnen des Balles. Als sie endlich einmal einen Tanz überschlagen konnte, stand Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost vor ihr, machte seine lustigste Verbeugung, um dann das ernsteste Gesicht der Welt zu zeigen, zwängte das Monokel härter vors Auge, errötete sogar ein wenig und sagte fast feierlich: ,Mademoiselle, darf ich, sobald Sie sich etwas erholt haben, um die Ehre bitten, einige Male hintereinander Ihr Tanzpartner zu sein?' LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sah ihn etwas erstaunt an, nickte dann. Und sie tanzten viele Male während dieser Nacht. Sie waren beide von gleicher Größe. Sie sprachen während des Tanzens kein Wort miteinander. Sie tanzten, ganz dem Rhythmus des Tanzes hingegeben.

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Als der letzte Tanz zu Ende war, verbeugte Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost sich sehr tief vor LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., errötete wieder und sagte: ,Mademoiselle, darf ich hoffen, daß Sie unseren gemeinsamen Ausflug morgen mit Ihrer Gegenwart auszeichnen werden?'

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Auch die anderen Kameraden baten LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . und sie sagte lachend zu. An diesem Ausflug nahmen nur die ,Pariser' teil. Sonst hätte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sich wohl kaum eingefunden. Der Tag verlief in schönster Harmonie und man verabredete, am ersten August sich vollzählig wieder in BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- ein Stelldichein zu geben, um gemeinsam die Ferien an den Ufern der LoireLoire -- River in France banks of Loire -- Banks of river in France zu verleben. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wurde ganz besonders eingeladen. Sie sagte zu, auch namens ihres ,Bruders AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- '. So nannte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. fortab – mich.

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Abends fuhren wir zurück nach ParisParis -- City in France.

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Im August eroberte die ,Pariser Bande', wie man uns von dann an halb aus Bewunderung, halb aus Entsetzen nannte, das StädtchenBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- mitsamt dem köstlichen Badestrandbanks of Loire -- Banks of river in France
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35 Grad zeigte das Thermometer im Schatten. Oft mußten wir daher unsern Tag in die Nacht verlegen, was um so lustiger war. Denn von zehn Uhr abends an lag das StädtchenBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- im Dunkeln, ob Vollmond war oder Neumond. Die sogenannte gute Gesellschaft von BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- hielt sich von uns auf Abstand, mit Ausnahme von Monsieur RenéMonsieur René (fictional) -- Possibly modeled on Dr. Charles HyverNaud, mayor of Beaugency from 1908 to 1940, or his assistants, Moïse Adrien Bruant, Gabriel Descauses, and Henri René Goujon, dem stellvertretenden Bürgermeister. Der ,richtige' Stadtchef hatte die Amtsgeschäfte wegen eines chronischen Magenleidens schon seit langem auf Monsieur RenéMonsieur René (fictional) -- Possibly modeled on Dr. Charles HyverNaud, mayor of Beaugency from 1908 to 1940, or his assistants, Moïse Adrien Bruant, Gabriel Descauses, and Henri René Goujons breite Schultern legen müssen. Monsieur RenéMonsieur René (fictional) -- Possibly modeled on Dr. Charles HyverNaud, mayor of Beaugency from 1908 to 1940, or his assistants, Moïse Adrien Bruant, Gabriel Descauses, and Henri René Goujon, so nannte ihn das ganze Städtchen, war Junggeselle. Er nahm an allen unseren nächtlichen Streifzügen durch die nähere und weitere Umgebung ,seiner' Stadt teil, und er war es, der den Stadtverordneten in feierlicher Rathaussitzung während dieser Augusttage den Vorschlag unterbreitete, am Ende des Monats mit Hilfe der ,Pariser Bande' ein neues ,Stadtfest' zu wohltätigen Zwecken zu veranstalten. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Tags darauf ergingen feierliche Einladungen an Jean TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mich sowie an ein paar andere ,Prominente' unserer Bande, das Festprogramm auszuarbeiten. Wir beschlossen, einen Wasserkorso zu veranstalten, mit blumengeschmückten Booten auf der LoireLoire -- River in France. AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Boot sollte an der Spitze des Gondelkorsos segeln.

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Mit Begeisterung wurde unser Vorschlag von den Stadtvätern angenommen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- erhielt den Auftrag, AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Boot herzurichten.

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Monsieur RenéMonsieur René (fictional) -- Possibly modeled on Dr. Charles HyverNaud, mayor of Beaugency from 1908 to 1940, or his assistants, Moïse Adrien Bruant, Gabriel Descauses, and Henri René Goujon stellt einen alten, breiten Kahn sowie einen Lagerschuppen am Fluß mitsamt seinem Weinkeller zur Verfügung. Als sich endlich das ziemlich schäbige Boot in AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Festgondel verwandelt hatte, – ein riesiges rotes Herz war das Segel, – und der Stapellauf stattgefunden, stellte sich heraus, daß das Fahrzeug durch die prachtvolle wie auch sehr gewichtige Aus-
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staffierung recht schwierig zu steuern war. Die LoireLoire -- River in France ist bei BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- sehr reißend, tückische Winde machen ein Segeln ziemlich gefahrvoll. AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Boot mußte also mit einem schwimmtüchtigen AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narrative und einem dito Knappen bemannt werden . . . Da man unter den jungen Damen des Städtchens keine geübte, couragierte Schwimmerin auftreiben konnte, fragte Jean TempèteJean Tempete (fictional) -- Modeled on Léon Leyritz, French sculptor sehr diskret mich, ob LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nicht AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Rolle übernehmen könnte, wenn man ihr Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost als ,Köcherknappen' zuteilte. Man wußte, daß ich ein ausgezeichneter Schwimmer bin. Ich sagte namens LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu, auch ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, der inzwischen ein guter Freund von uns geworden war.

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So wurde LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. an den Ufern dieses uralten StädtchensBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- banks of Loire -- Banks of river in France, in dem vor Jahrhunderten Jeanne D'ArcJoan of Arc (historical) -- als Krieger in Stahl und Eisen ihren Einzug gehalten hatte, als Knabe AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narrative verkleidet . . . Das Fest fand bei herrlichstem Hochsommerwetter statt. Die ganze Bevölkerung stand am Ufer und bereitete AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narrative, der im Triumph auf den spiegelblanken Fluten der LoireLoire -- River in France dahinzog, phrenetische Ovationen. Mit seinem goldenen Bogen schoß er einen Regen von Pfeilen auf das tausendköpfige Spalier am Ufer ab. Und alle glaubten, daß sich hinter AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Maskierung die ,waschechte Pariserin' aus der Revue des letzten Wohltätigkeitsfestes verbarg . . .

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Als ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, dem als AmorCupid (fictional) -- Lili plays/dresses as Cupid in narratives Knappen die Aufgabe zugefallen war, nach Festesende LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. durch die vor Begeisterung tobende Menge ins Hotel zu begleiten, sie endlich unversehrt in ihr Zimmer gebracht hatte, sah er sie lange an und sagte dann sehr still: ,Wie du dich auch verkleiden magst und was du mir auch weismachen willst, du bist und bleibst ein richtiges Mädchen . . .'

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Erschreckt schwieg er. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sah ihn groß an.

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,Was ist dir, ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost?' fragte sie.

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,Nichts', sagte er still, ,gar nichts. Oder doch etwas . . . Aber würde ich das, was ich eben und den ganzen Tag
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gedacht habe, der LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sagen, so würde ihr Bruder AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- mir gewiß sehr böse sein . . .'

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Dann ging er, und als wir am nächsten Morgen einander sahen, blickte er mich scheu an und ging mir aus dem Wege. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war wieder verschwunden.

– – – –

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Ein Jahr nach dem andern fanden wir alle uns im August in BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- wieder ein. In BalgencieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- gewöhnte ich mich allmählich an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s und mein Doppeldasein. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nahm an den Festen und Ausflügen teil. Ich malte sehr fleißig, schwamm und trank mit den Honoratioren des Städtchens manche Flasche Wein. Ich hatte dort viele Freunde. Alle Einwohner des Städtchens kannten mich und freuten sich, ihre Häuschen und Gärten und sich selber auf meinen Bildern, die hinterdrein in den Herbstausstellungen von ParisParis -- City in France hängen durften, wiederzufinden. Niemand aber in dem Städtchen ahnte, wer die schlanke PariserinLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war, die ab und zu mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost durch die Gassen des Städtchens und hinaus aufs Land radelte. Diese Fahrten gehörten zu den frohesten Erinnerungen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s. In aller Herrgottsfrühe, wo noch kein Schlafkammerfenster sich richtig geöffnet hatte, zogen die drei hinaus in die Sommermorgenwelt. Und erst spät abends, wenn das Städtchen längst schlafen gegangen war, kehrten sie müde und froh wieder zurück . . . ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost war dann der entzückendste Ritter von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., er war ihr Bruder und Beschützer, und die Freundschaft zwischen ihnen wurde immer inniger und dauerhafter, eine Freundschaft, die jede Prüfung bestand.

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Selbstverständlich wurde dieser ,Dreibund' auch in ParisParis -- City in France fortgesetzt. Jeden Sonntag fand ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost sich ein. Dann war er den ganzen Tag über ,Gast des Ateliers'. Und einem ungeschriebenen Gesetz zufolge empfing LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ihn stets an der Korridortür. War sie aber ein seltenes
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Mal ferngeblieben, und hatte ich die Tür ihm zu öffnen, so begrüßten wir uns sehr kameradschaftlich, er gab mir die Hand, fragte auch nach diesem und jenem, aber ich konnte ihm doch seine Enttäuschung anmerken. Im Atelier betrachtete er dann, wenn auch recht flüchtig, neue Bilder von mir, Politik und dergleichen wurde gesprächsweise berührt, auch die neuesten Pariser Skandale. Aber es dauerte nicht lange, höchstens eine Viertelstunde, und ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost blickte mich etwas unsicher an. ,Ich habe GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- noch gar nicht guten Tag gesagt' Und schon war er in der kleinen Küche bei GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- .

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War LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. aber seine sonntägliche Korridortüröffnerin, so ging er sogleich mit ihr in die Küche.

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Dabei fällt mir ein kleines Geschehnis ein, das sich gerade zu jener Zeit zutrug.

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ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost war an einem Wochentagsabend zu uns gekommen. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war nicht daheim. Da machte ich ihm den Vorschlag, irgendeine lustige Tanzbar im Quartier LatinQuartier Saint Germain -- zusammen aufzusuchen. Wir landeten in der ,Gipsy-BarGipsy Bar -- ', wo ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost die ,Spezialität des Hauses', nämlich einen ,Clou de Cerceuil', auf gut Deutsch ,Sargnagel', bestellte. Dieser Cocktail trug nicht zu unrecht seinen vielversprechenden Namen. Eine häufige Wiederholung des Genusses von diesem ,Drink' an einem Tage oder in einer Nacht würde den Aufenthalt hienieden sicherlich beträchtlich verkürzen. Vielleicht veranlaßte dieser ,Drink' uns, einen neuen Tanz, den ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost irgendwo vor kurzem gesehen hatte, auszuprobieren. Es war übrigens das erstemal, daß er mit mir tanzte. Kaum hatten wir die ersten Pas hinter uns, als der ,Gèrant', auf uns losgestürzt kam und uns bat, sofort den Tanz abzubrechen. ,Ces Messieurs müßten entschuldigen, er kenne uns beide ja sehr gut, aber in seinem Etablissement sei es leider nicht erlaubt, daß zwei Herren miteinander tanzten . . .'
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Wir erklärten dem gestrengen Herrn umständlich, daß es sich für uns nur darum handelte, einen neuen Tanz durchzuproben. Er antwortete: ,Messieurs, ich bin verzweifelt, aber hier dürfen Herren nicht zusammen tanzen. Erlaube ich es auch nur ein einziges Mal, und ich weiß, daß es sich bei Ihnen um einwandsfreie Gentlemen handelt, so wird mein Etablissement von gewissen Herrschaften überlaufen werden, wodurch der gute Ruf meines Etablissements in Gefahr kommen würde . . .'

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Wir setzten uns lachend wieder hin, bestellten uns noch irgendeinen unschädlichen Aperitif und gingen heimwärts.

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Am nächsten Abend zogen GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost dorthin. ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost hatte inzwischen den beiden Damen den neuen Tanz beigebracht und kurz nach Betreten der Bar führten ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. unter dem lebhaftesten Applaus des ,Gèrant' den recht verzwickten Tanz fehlerlos aus.

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Dann trat er an den Tisch von ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, machte eine galante Verbeugung vor GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und besonders vor LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und sagte: ,Ich hoffe, daß Ihr Herr Freund, den ich leider heute vermisse, doch nicht wegen des kleinen Zwischenfalls von gestern abend verärgert mein Etablissement meidet. Monsieur werden verstehen. . .'

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,Oh, wir verstehen', antwortete ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, ,und ich versichere Sie, daß mein Freund nicht im geringsten verstimmt ist.'

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Und der Gèrant wandte sich an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.: ,Darf ich Mademoiselle mein tiefstes Kompliment machen. Mademoiselle tanzten scharmant, scharmant.' Und dann zu ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost gewandt: ,Monsieur werden zugeben, daß sich Monsieurs gestriger Partner auch nicht im entferntesten mit Mademoiselle hätte messen können . . .'

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Ich muß in Verbindung mit diesem lustigen ,Zusammentreffen' ein anderes Erlebnis, das ebenfalls um diese Zeit sich ereignete, kurz erzählen.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war manchmal zusammen mit ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- Gast eines recht mondänen Künstlerklubs gewesen. Die Klubabende bestehen für gewöhnlich aus einem Essen mit anschließendem Ball. Eines Abends, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war müde, ging LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf eindringliches Bitten von ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost allein mit ihm dorthin. Eine Dame, die zu unserem intimen Kreise gehörte und sowohl mich wie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. kannte, – im übrigen ahnte niemand im Klub etwas von unserem Doppeldasein, – machte sich an diesem Abend ein Pläsier daraus, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit einigen Herren, darunter ihrem Vettercousin (fictional) -- Andreas Sparre's unnamed cousin in narrative; historical figure not identified, einem nicht mehr ganz jungen Grafen bekanntzumachen. Bisher hatte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sich gesträubt, an diesen für sie seltenen Klubabenden neue Bekanntschaften zu machen. Sie war glücklich, mit ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost tanzen zu dürfen, ein Mehr bedurfte sie nicht. Doch ehe sie sich wehren konnte, hatte dieu Freundin ihren Vetter herangeholt: ,Mein Vetter le Comte de TrempeCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified . . . la Baronne Lili de CourtaudLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.!' Der sehr galante GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified forderte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sofort zu einem Foxtrott auf. Dem einen Tanz folgten mehrere. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. konnte sich nicht wehren. ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost nickte ihr belustigt zu. So kam es, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit ihrem neuen Kavalier bis tief in die Nacht hinein tanzte. Als sie sich endlich völlig erschöpft von ihm ,für diesmal' verabschiedete, bat er mit dem feierlichsten Gesicht der Welt um die Auszeichnung, ‚Madame la BaronneLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.', die, wie ihm seine Kusine zugeflüstert hatte, ein paar Tage bei GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu Besuch sei, in den nächsten Tagen seine Aufwartung zu machen. Was konnte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. anders machen, als gute Miene zum bösen Spiel? . . .

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Als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. heimkam, schlief GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- längst.

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Am nächsten Morgen, kaum nachdem ihr LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. von ihrer ,Eroberung im Klub' berichtet hatte, klingelte es im Korridor. Der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified war erschienen, bat tausendmal um Entschuldigung. – GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatte geöffnet, – für den Fall, daß er störe . . . Aber er wolle nur Gelegenheit neh-
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men, sich nach dem Wohlbefinden ihres Gastes, der ,Frau Baronin Lili de CourtaudLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.' zu erkundigen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bedauerte aufrichtig, daß ihr Besuch bereits ausgegangen sei, und führte den GrafenCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified ins Atelier . . . Dort entdeckte er sofort auf verschiedenen Gemälden LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., wie sie leibt und lebt . . . Er war außer sich vor Begeisterung. Ob er vielleicht auf die Rückkehr der Frau BaroninLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. warten dürfe. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- beteuerte, daß dies ein zweckloses Unterfangen sein würde, da ihr Besuch, übrigens ihre Schwägerin, bei Freunden zu einem Diner eingeladen sei . . .

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,Oh', erklärte nunmehr der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified, ,also ist Ihr Gemahl, Monsieur SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , der Bruder der Frau BaroninLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mußte in ihrer Hilflosigkeit diese ,Tatsache' zugeben.

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,Wann darf ich dann vielleicht das Vergnügen haben, Monsieur SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- einen Besuch zu machen', fragte fast aufgeregt der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- versprach, ihm bald durch seine Kusine Bescheid zugehen zu lassen . . .

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Am folgenden Tag, – wir sitzen mit ein paar Freunden beim Tee in unserm Atelier, – wir hatten gerade LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s unfreiwilliges Erlebnis zum besten gegeben, – klingelt wieder die Korridorglocke. – Der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified!

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,Ich freue mich aufrichtig', beginnt er sofort zeremoniell, ,Ihnen meine Visite abzulegen', kaum finde ich Zeit, ihn hereinzunötigen, ,ich hatte, wie ich bereits gestern Madame SparreGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- erzählt habe, vorgestern Ihre Schwester, die scharmante BaronesseLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., kennengelernt, und es liegt mir außerordentlich viel daran, sie wiederzusehen . . .'

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Natürlich hält es jetzt etwas schwer, die Haltung zu wahren. Aber es gelingt, und ich antworte: ,Meine Schwester wird sicherlich unglücklich sein, abermals um
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das Vergnügen zu kommen, Ihnen die Hand drücken zu können, Monsieur . . .'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und unser Teebesuch hatten Mühe, einen homerischen Heiterkeitsausbruch zu ersticken. Ich muß ihnen einen mahnenden Blick zuwerfen. – Ohne Bedenken fahre ich fort: ,Leider sehen wir meine Schwester in diesen Tagen sehr wenig . . . überall eingeladen . . . sehr umschwärmt . . . kaum vor Mitternacht heim . . .'

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,Ja, das begreife ich sehr wohl', sagt der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified, sieht mich forschend an, ich fühle mein Herz wie einen Amboß, der unter Hammerschlägen zittert und spricht sehr langsam, jedes Wort mit einem Zwinkern durchs Monokel begleitend, weiter: ,Übrigens merkwürdig, daß Sie Geschwister sind. Madame de CourtaudLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit Ihnen, mein Herr.'

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Ich pflichte mit Nachdruck bei, sende GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- einen flehentlichen Blick zu, die Fassung zu behalten . . . Denn kaum hatte ich meine Versicherung, daß meine Schwester und ich einander überhaupt nicht im geringsten glichen, durch einen wahren Wortschwall ,detailliert', als der GrafCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified an mich die Frage richtet, ob meine Schwester, die, wie seine Kusine ihm verraten habe, nicht verlobt, wirklich noch frei . . .

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Törichterweise stelle ich das nicht in Abrede!

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Worauf er eine mustergültige Verbeugung macht und ohne Umschweif erklärt: ,Monsieur, dann habe ich hiermit die Ehre, um die Hand der Frau BaroninBaronin Schildt (fictional) -- Modeled on Anne-Marie Goldschmidt-Rothschild anzuhalten.'

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Ich danke im Namen meiner Schwester und verspreche, ihr seinen ehrenvollen Antrag zu überbringen. – Darauf zieht er sich unter Austausch zahlloser Komplimente zurück . . .

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Einen Augenblick später zittert unser Atelier von dem dröhnenden Gelächter GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s und unseres Teebesuchs . . .

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Ich lache nicht mit. Dies Ballerlebnis LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s geht mir zu weit. Ich muß auf einen Ausweg sinnen.

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,Ganz einfach', ruft GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , der vor Lachen die Tränen aus den Augen perlen, ,ich werde durch die Kusine dem Herrn GrafenCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified bestellen lassen, daß seine Angebetete plötzlich aus sehr dringenden familiären Gründen nach KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark habe reisen müssen. Vorläufig sei an eine Rückkehr nach ParisParis -- City in France nicht zu denken!'

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So geschah es dann auch. Einige Postkarten, die wir durch einen Freund in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, der LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s ,Handschrift' zu fälschen hatte, an den Herrn GrafenCount de la Trempe (fictional) -- Historical figure not identified befördern ließen, überzeugten ihn allmählich von der ‚Aussichtslosigkeit' seiner Werbung . . .

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Er hat nie erfahren, wer LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war. –

– – – –

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Noch seltsamer dürfte ein Erlebnis sein, das sich bei meiner Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister und meinem Schwagerbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband. in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, wo wir wenige Monate später zu Besuch weilten, zugetragen hat.

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Meine kleine Nichteniece (fictional) -- Historical figure not identified hatte Bilder von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. gesehen und wollte diese merkwürdige Person einmal ,in Wirklichkeit' sehen. So wurde beschlossen, daß sie an einem Sonntagnachmittag, den auch meine Eltern bei meinen Verwandten verbringen wollten, sich einfinden würde. Meine Eltern hatten GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mich seit ein paar Jahren nicht gesehen. Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative und Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative waren daher enttäuscht, als sie bei ihrer Ankunft hörten, daß ich erst später kommen würde, da ich vorher einen sehr wichtigen Besuch zu machen hätte. Plötzlich klingelte es im Entree. Das Mädchen meldete, daß eine französische Dame im Korridor stehe und Madame Grete SparreGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu sprechen wünsche . . . Die Dame wurde hereingeführt, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- begrüßte sie auf das Herzlichste . . . es sei eine Freundin aus ParisParis -- City in France . . . leider spräche sie nur französisch! Und . . . Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative begann sofort eine Konversation auf französisch! Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative, die sich alles von ihm übersetzen ließ, war grenzenlos stolz auf ihn!

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Im Laufe des Gesprächs machte Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative plötzlich Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative darauf aufmerksam, daß er mit der Dame aus ParisParis -- City in France nicht so dicht am Fenster stehen dürfe. – Es war mitten im Winter. – ,Vergiß nicht', sagte sie, fürsorglich die Pariser Dame betrachtend, zu Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative, ,die Dame kommt aus einem viel milderen Klima und ist so dünn gekleidet. Bitte sie, in der Nähe des Kamins Platz zu nehmen.' Dann wurde der Tee serviert. Und Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative und Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative ließen sich von dem fremden Besuch das Allerneueste aus ParisParis -- City in France erzählen . . .

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Eine ganze Stunde hatte ,die Pariserin' Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative und Vaterfather (fictional) Linked to: #wegenerV -- Andreas Sparre's father in narrative förmlich in Atem gehalten. Als sie sich dann plötzlich zu erkennen gab, schlugen die beiden entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen! Sie wollten ihren eignen Augen nicht mehr trauen!

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,Nein, nein', wiederholte Muttermother (fictional) Linked to: #wegenerAM -- Andreas Sparre's mother in narrative noch lange hinterher, ,daß der AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- und das Fräulein LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. aus ParisParis -- City in France ein und dasselbe Wesen sind . . . Ich kann es nicht glauben –'

VIII

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So lebten wir beide, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und ich, unser Doppeldasein weiter, – und niemand, weder die ,Eingeweihten', noch ich selber, erblickten darin etwas anderes, als eine angenehme Art von Zerstreuung und Unterhaltung, eine Art Künstlerlaune, nicht mehr, nicht weniger. Ebensowenig beunruhigten wir uns über den augenscheinlich zunehmenden Unterschied in seelischer Hinsicht, der zwischen dem mystischen Mädchen und mir sich mehr und mehr offenbarte, wie denn auch niemand von uns ernstlich über die leisen Veränderungen nachdachte, die sich ganz allmählich an meinen körperlichen Formen bemerkbar machten.

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Aber in aller Stille hatte sich etwas in mir vorbereitet . . .

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Eines Abends sagte ich plötzlich zu GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- :

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,Eigentlich kann ich mir das Dasein gar nicht mehr vorstellen, wenn eines Tages LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. für immer ausbleiben würde oder wenn sie etwa nicht mehr jung und schön aussähe. Denn dann hätte sie ja keine Lebensberechtigung mehr.'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sah mich zuerst erstaunt an. Dann nickte sie und sagte in ihrer ruhigen, nachdenklichen Art: ,Seltsam . . . da berührst du etwas, woran auch ich in der letzten Zeit häufig habe denken müssen. Ich habe während der letzten Monate geradezu Gewissensbisse empfunden, und zwar deshalb, weil ich doch gewissermaßen mit die Ursache gewesen bin, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu erschaffen. Sie in dir, aus dir hervorzulocken und so schuld an einer Disharmonie in dir wurde, die sich gerade in den Tagen am deutlichsten zeigt, an denen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nicht erscheint . . .'

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Ich hörte gespannt auf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Worte. Es war, als zeigte sie mir einen Spiegel . . .

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,Es kommt vor', sprach sie erregt weiter, ,wenn sie mir Modell steht, daß in mir ein seltsames Gefühl wach wird, daß es noch mehr sie ist, die ich schaffe und forme, – als jenes Mädchen, das ich auf meiner Leinwand darstelle. Mitunter ist es mir, als sei hier etwas, das stärker wurde als wir. Etwas, das uns machtlos macht, uns beiseite schieben will, ja, als wollte es sich an uns rächen, daß wir mit ihm unser Spiel getrieben . . .'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- brach ab, Tränen standen in ihren Augen. ,Wir sind auf eine abschüssige Bahn gekommen, und ich weiß nicht mehr, wo wir halten sollen . . .' rief sie. Ich versuchte, sie zu beruhigen. Doch ich schaffte es kaum, wenigstens nicht sofort. Ich sprach und sie hörte mich an. ,Siehst du, was du sagst, stimmt, stimmt ja so erschreckend wahrhaftig. Und das gefährlichste von allem ist, daß ich fühle, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., gerade LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ist es, die uns beide zusammenknüpft, daß wir so alle Jahre zusammengehal-
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ten haben . . . Ich glaube nicht, daß ich sie überleben könnte.'

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- unterbrach mich: sie hätte genau dasselbe gedacht . . . so oft . . . Denn LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. verkörpere unsere gemeinsame Jugend und Freude am Leben. Sie schluchzte: ,Mitunter frage ich mich, wie das Leben ohne sie werden würde.'

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Wir starrten einander an, tief erschüttert über dies gegenseitige Geständnis, das aus heimlichem Gegrübel vieler, vieler Wochen entstanden war.

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,Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen', begann GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- wieder, ,wie es mit uns beiden . . . ohne LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. werden soll . . . Sie darf! uns nicht verlorengehen. Sie plötzlich nicht mehr sehen . . ., das wäre ja wie ein Mord.'

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,Ja, um so mehr, als ich fühle, daß sie drauf und dran ist, lebenskräftiger zu werden als ich . . .', sagte ich beklommen.

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Vielleicht hatte eine augenblickliche Mutlosigkeit bei mir dieses Gespräch veranlaßt. Meine Gesundheit war sonst während all der Jahre vorzüglich gewesen. Trotzdem ich nie sehr robust ausgesehen habe, mir andererseits aber jede körperliche Anstrengung zumuten konnte, war ich eigentlich nie krank gewesen. – Nur in der letzten Zeit war mir öfters nicht wohl gewesen, was sich meist in einer völligen Erschlaffung äußerte. Hinzu kam, daß ich die sehr regenkalten Winter, die ParisParis -- City in France in den letzten Jahren hintereinander erlebt hatte, nicht gut ertrug. Ich hustete vom Spätherbst bis zum Frühjahr eigentlich ohne Unterlaß. So war ich wohl auf trübe Gedanken gekommen. Man kann nicht ewig jung bleiben, dachte ich. Und ich dachte an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Sie teilte mit mir den Körper. Sie war ein Weib. Für sie bedeutete jung bleiben mehr als für mich.

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Meine Stimmung wurde allmählich trüber und trüber. Von Natur aus war ich immer ein froher Mensch gewesen. Besonders, solange ich in ParisParis -- City in France lebte. Damit war
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es jetzt vorbei. Tage, Wochen, Monate kamen, wo ich mich völlig kraftlos fühlte. Mir schwand die Energie zum Arbeiten. Jeder, der mich all die Jahre über gekannt hatte, wußte, daß ich ein Arbeitsmensch gewesen war. – Ich verstand mich selber nicht mehr.

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Zwischendurch kamen wohl auch lichtere Perioden wieder, – jedesmal, wenn ich auf dem Lande, weit von ParisParis -- City in France, leben konnte und Motive sammelte. Vor allem in BalgancieBalgencie (fictional) Linked to: #beaugency -- . Aber das dauerte nicht lange. Ich wurde immer müder, immer schlaffer. Ich wußte mit mir nichts mehr anzufangen. Es war ein unerträglicher Zustand.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- begann unruhig zu werden. Sie überredete mich, einen Arzt aufzusuchen. Ich tat ihr den Gefallen. Der Arzt fand nichts Besonderes, verordnete einige Stärkemittel für die Nerven. Es half nichts. Ein neuer Arzt wurde befragt. Der gleiche Erfolg. Und so weiter.

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Kam aber LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., so ging alles gut, das Leben war wieder schön. Jeder Mißmut war verschwunden.

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Darum kam sie jetzt so oft, wie möglich. Sie hatte inzwischen ihren eigenen Freundes- und Bekanntenkreis bekommen, sie hatte ihre eigenen Erinnerungen und Gewohnheiten, die nichts, aber auch gar nichts mit mir zu tun hatten. Oft blieb sie mehrere Tage hintereinander. Und dann saß sie zufrieden mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zusammen oder auch ganz für sich allein mit Handarbeiten, nähte, stickte und lächelte vor sich hin, glücklich in dieser fraulichen Beschäftigung. Niemand verstand dieses Mysterium. Nicht GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , nicht ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- . Alle betrachteten dieses rätselhafte Wesen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., das sich eine eigene Welt um sich aufbaute, mit Kopfschütteln und Erstaunen. Aber man ließ LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. gewähren. Sie war glücklich.

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Ein Geschehnis, das sich gerade damals zutrug, sollte schneller, als vermutet, die Einleitung der letzten Periode dieses unablässigen und erbarmungslosen inneren Kampfes zwischen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und mir werden. Und lange sah es so
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aus, als ob niemand von uns beiden diesen Kampf überleben sollte.

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Ungefähr vor zwei Jahren gab mein alter Freund Iven PersenIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsen vom Königlichen Theaterthe Royal Theatre -- in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark bei uns in ParisParis -- City in France ein mehrtägiges Gastspiel. Da seine Frau, die bekannte Tänzerin Ebba PersenEbba Persen (fictional) Linked to: #poulsenU -- Modeled on Ulla Britta Poulsen, ihn begleitete, sollte natürlich auch ein Ballettabend veranstaltet werden. Das Ballettkorps war nicht groß. Es fehlte ein Tänzer. Da fragte IvenIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsen, der wußte, daß ich kein schlechter Tänzer bin, mich, ob ich Lust hätte, mitzumachen. Ich sagte selbstverständlich ja.

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Bei den Ballettproben, die sehr lange dauerten, hatte ich mich wohl überanstrengt. Jedenfalls wurde ich damals zum erstenmal von seltsamen Blutungen heimgesucht. Meist war es Nasenbluten, aber so ungewöhnlicher Art, daß GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ängstlich wurde und mich bat, meine Tänzerrolle abzugeben. Dagegen sträubte ich mich aber. Ich wollte auf keinen Fall meinen alten Freund in Verlegenheit bringen. – Ich hielt durch, trotzdem sich diese Blutungen auch nach der Premiere und nach jeder der zahlreichen Wiederholungen einstellten. Und das Unbegreiflichste von allem war, daß ich jedesmal mir völlig fremde, nervöse Weinkrämpfe erlitt . . . War dann aber der Anfall überstanden, so fühlte ich mich wie befreit . . . ganz, als ob sich etwas in mir aus einer Erstarrung gelöst hätte; als wenn etwas Neues, etwas Niegefühltes sich regte. Mein ganzes Gemüt schien wie ausgewechselt zu sein. Als sei plötzlich ein Damm gebrochen.

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Nie hatte Musik auf mich einen so aufwühlenden, erschütternden Eindruck gemacht wie an jenen Abenden. Eine schmerzlich süße und dennoch entspannende Empfindung, die alle meine Sinne einfing, so wirkte Musik auf mich . . . zu Tränen rührte sie mich . . . und aus den Tränen wurden dann Weinkrämpfe.

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An diesen Abenden begann ein völliger Umschwung meines Wesens. Bisher hatte ich eher herrisch und ,von oben herab' mit den Menschen verkehrt. Schon von den ersten Proben an fühlte ich, als würde ich von mir selber im Stich gelassen. Ich war über mich selber völlig überrascht. Ich erkannte mich nicht wieder. Ein starker Drang, mich zu unterwerfen, zu gehorchen, mich einem anderen Willen unterzuordnen, bedingungslos, hatte mich ergriffen. Ich war wie besessen von diesem Drang. IvenIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsen, mein alter Freund und Zechgenosse, hatte neben EbbaEbba Persen (fictional) Linked to: #poulsenU -- Modeled on Ulla Britta Poulsen die Hauptrolle des Abends. Noch ein Jahr zuvor waren wir drei in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark sehr lustig zusammen gewesen. Nie wäre mir eingefallen, ihm gegenüber den Unterlegenen zu spielen, ihn als den Führenden anzuerkennen! Aber jetzt an diesen Abenden, von der ersten Probe an, unterwarf ich mich ihm sklavisch. Nicht ein Wort des Widerspruchs fand er bei mir. Und nicht nur das, ich konnte wie ein Knabe erröten, bat er mich, diesen oder jenen Pas anders zu machen, mich bei irgendeiner Figur etwas mehr oder weniger zu beugen, und dergleichen. Und wenn er mich gar anfaßte, war ich dermaßen verstört, daß ich nicht wußte, wohin mit meinen Augen. –

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Bei all diesem psychischen Durcheinander, das ich damals empfand, spielte irgend etwas Erotisches auch nicht im allergeringsten mit. IvenIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsen wie ich waren in diesem Punkte kerngesunde Naturen. Was es also war, konnte ich nicht entdecken. Es war einfach so. Und nicht ich war es, der diese Wandlung zur Demut, wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- es nannte, zuerst bemerkte, sondern GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Sie neckte mich lächelnd damit. Aber hinter ihrem Lächeln verbarg sich ein grenzenloses Erstaunen.

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Ich hatte zur Generalprobe zum erstenmal meine Tanztracht an: ein stramm anliegendes Trikot, einen Bolero, dazu eine kurzlockige Perücke. Als ich nach Schluß der
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ParisParis -- City in France 1918 Vor der Operation



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DresdenDresden -- City in Germany 1930 Nach der Operation

Generalprobe dann in einem schmutzigen, halbdunklen Gang des Theaters, der die nicht vorhandenen Garderoben ersetzen sollte, stand und dabei war, mich abzuschminken, kamen ein paar Landsknechte, die ebenfalls mit zum Ballett gehörten, waffenklirrend hinter mir vorbei. Einer von ihnen gab mir einen leisen Schlag.

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,Es kleidet Sie ›crèbleu‹ gut, eine Hosenrolle zu spielen, Mademoiselle!' grinste der Kerl.

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Als ich mich mit einem energischen Protest umdrehte, kniffen die Kerle aus und riefen: ,Es gibt so viel Bluff in unsern Tagen, ma petite Demoiselle . . .'

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Wenige Minuten später mußte ich auf die Bühne. Als IvenIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsen mich erblickte, verzog er sein Gesicht zu einem behaglichen Grinsen und rief schallend vor Lachen: ,Nein, Kinder, das geht nicht. Jetzt haben wir zu viele Damen!'

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Ich verstand im ersten Augenblick nichts, drehte mich ratlos um, aller Augen sahen mich an, alles grinste, ich stürzte hinaus, mit puterrotem Kopf, lief einem Costumier in die Arme, hielt ihn fest und bat ihn, mich ,auf Wunsch des Herrn DirektorIven Persen (fictional) Linked to: #poulsenJ -- Modeled on Johannes Poulsens etwas männlicher auszukostümieren'.

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Er versuchte es mit Hilfe eines Kollegen, und zwar unter wieherndem Gelächter der beiden Biedermänner. Und ich nahm mich zusammen und tat so, als ob mich das alles völlig unberührt ließ.

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Abends vor der Premiere begegnete ich in den Kulissen einem recht muskulös gebauten Schauspieler, der im gleichen Kostüm wie ich im Ballett mitzutanzen hatte. Als er mich sah, musterte er mich mit seinen Blicken von oben bis unten, um dann erbost loszuplatzen: ,Mein Gott, Mann, Sie sehen ja unmöglich aus . . .'

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Ich war sprachlos, mochte am liebsten in die Erde sinken. Wäre mir so etwas früher von einem Mann gesagt worden, hätte ich ihn zu Boden geschlagen.

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Als ich GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hinterher alles erzählte, gestand sie, daß auch ihr eine sonderbare Veränderung an den Linien meines Körpers aufgefallen sei. Wie eine verkleidete Frau hätte ich in meinem Tänzerkostüm ausgesehen . . .

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In der folgenden Zeit nahm meine Nervosität krankhaften Charakter an. In fast regelmäßigen Zwischenräumen stellten sich diese rätselhaften Depressionen mit starken Blutungen fortab ein, begleitet von heftigen Schmerzen. Und dazu dann diese nie gekannten Weinkrämpfe! Zuerst dachte ich, daß ich mir während der Ballettaufführungen irgendein inneres Organ verzerrt hätte. Auch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- glaubte dies. Wir gingen deshalb zu einem Arzt, der eigentlich Herzspezialist ist und für meinen vermuteten Krankheitsfall an sich nicht kompetent war. Aber er kannte mich seit Jahren. Von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wußte er dagegen nichts. Nur unsere ,Allerintimsten' waren eingeweiht . . . Zu ihnen zählte der Arzt nicht. Ich eröffnete ihm deshalb bei meinem Besuch auch nichts von meinem Doppelleben . . ., obgleich ich selbst bereits einen Zusammenhang zwischen diesem und meinem physischen Zustand zu ahnen begann.

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Da er dann nach gründlicher Untersuchung nichts fand, was die merkwürdigen Erscheinungen während der letzten Zeit hätte erklären können, suchte er mit mir einen Spezialisten auf, den ich flüchtig von VersaillesVersailles -- her kannte. Dieser Arzt untersuchte nun sehr eingehend mit wachsendem Erstaunen meine Formen und meinte schließlich, sonderbare Unregelmäßigkeiten in meinem Innern feststellen zu können. Im übrigen erklärte er, das einzige, was hier zu tun sei, wäre, abzuwarten, zumal meine ganze Konstitution sehr gesund und unverbraucht sei; solch einem Körper könne man schon etwas zumuten.

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Ohne daß dieser Arzt etwas Bestimmtes gesagt hatte, gab mir dies Gespräch doch Zuversicht und eine fast mystische Hoffnung . . .

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Ich war mir jetzt völlig klar darüber, daß in mir etwas ganz Ungewöhnliches vorgehen mußte. Das hatte ich dem Arzt mehr vom Gesicht abgelesen, als daß seine Worte mir zu dieser Annahme Grund geben konnten.

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Und jetzt begann ich – wie es wohl viele Kranke tun, die nicht recht wissen, woran sie kranken – mir alle möglichen wissenschaftlichen Bücher über geschlechtliche Probleme zu verschaffen. In kurzer Zeit hatte ich mir ein Spezialwissen auf diesem Gebiet erworben und wußte jetzt manches, von dem der Laie sich nichts träumen läßt. Aber es wurde mir auch nach und nach klar, daß nichts von alldem, das sich auf normale Männer und Frauen bezieht, sich auf meinen rätselhaften Zustand beziehen konnte.

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So kam es, daß ich mir selbständig eine Meinung bildete, nämlich, daß ich in einem Körper sowohl Mann wie Weib war, und daß das Weib in diesem Körper dabei war, die Überhand zu gewinnen. Aus dieser Vermutung leitete ich die Tatsache der Störungen sowohl physischer wie psychischer Art ab, an denen ich in steigendem Grade litt.

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Ich beichtete all dies GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Und als ich, von ihr ermutigt, verschiedenen Ärzten in ParisParis -- City in France und VersaillesVersailles -- meine Theorie vortrug, begegnete ich bei ihnen nicht nur Kopfschütteln, sondern bei einigen sogar Hohn. Die Höflichsten von ihnen behandelten mich nachsichtig wegen aller möglicher Krankheiten, die anderen betrachteten mich als einen Hysteriker oder einfach als einen Verrückten.

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Es war eine furchtbare Zeit. Mit meiner Gesundheit ging es bergab, Schlaf konnte ich bald überhaupt nicht mehr finden. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war die einzige, die felsenfest mit mir an meine Theorie glaubte. Sie war es, die mir immer wieder half, den Glauben nicht zu verlieren, daß ich eines Tages dennoch Rettung würde finden können.

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Vor genau einem Jahr fuhren wir dann wieder südwärts, nach ItalienItaly -- Country in Europe. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- glaubte, daß eine Luftveränderung mir gerade um diese Zeit, während der es in ParisParis -- City in France recht regnerisch war, gut tun würde. Der französische Winter war ungewöhnlich kalt gewesen. Der ganze März war verregnet. Jenseits der Alpenthe Alps -- fanden wir die Welt in Blüten.

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Wir reisten nach RomRome -- City in Italy. Dort hatten wir ein Zusammentreffen mit einem italienischen OffizierRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative, den wir vor Jahren in FlorenzFlorence -- City in Italy getroffen hatten, verabredet. Er war gerade aus dem Orient nach längerem Kolonialdienst auf Urlaub heimgekehrt. Er erwartete uns auf dem Bahnhof, brachte uns ins Hotel, um dann irgendwo in der Stadt zu dinieren. Ich war grenzenlos erschöpft nach der langen Bahnfahrt, hatte unbeschreibliche Schmerzen – aber ich wollte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und unserm Freunde nicht den Tag verderben. Ich ging also mit.

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Wir saßen bei ,FaccianoFacciano -- Assumed fictional place mentioned in narrative; historical place not identified'. Durch die offene Tür strömte die sanfte Abendkühle herein . . . von der schönen Piazza ColonnaPiazza Colonna -- , wo man die weiße Säule vor der rostroten Fassade des Palazzo ChigiPalazzo Chigi -- schimmern sieht und die Kolonnade von ,Biffi'the colonnade of Biffi -- , die die heiseren Schreie der Zeitungsverkäufer durchgellen und auf diese Weise den Ankauf einer Gazette erübrigen. Das Orchester spielt seine Schlager . . . Ich werde niemals diesen Abend vergessen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- saß mir gegenüber.

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Es durchzuckte mich . . . Sie sah plötzlich aus, als sei sie kaum 25 Jahre. Alle Müdigkeit war aus ihren Zügen wie fortgezaubert. Und neben ihr saß unser Freund Ridolfo FeruzziRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative und strahlte sie an. Als wir ihn vor Jahren kennengelernt hatten, schien es nur eine flüchtige Bekanntschaft bleiben zu sollen. Damals war er ein frischgebackener Leutnant gewesen. ,Il bello tenente FeruzziRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative' nannte man ihn damals . . . Damals . . . Es war
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während unserer ersten Italienreise gewesen . . . Als wir uns dann trennten, schien es für immer zu sein. Bis seine Briefe aus der fernen Kolonie zu uns nach ParisParis -- City in France kamen . . . Meist an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- gerichtet.

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Eine tiefe Wehmut beschlich mich. Ich mußte an damals und an die Jahre, die verstrichen waren, denken. Auch ein wenig an mich . . . Was war aus mir geworden?

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Ich riß mich zusammen. Tausend Fragen wurden gestellt. Ebenso viele beantwortet. ,Entsinnen Sie sich noch des Sowiesos . . . Und Frau X. . . . Entsinnen Sie sich des Abend bei Lapi . . . jenes Nachmittags im ›Casino‹ . . . und des Abends darauf im Kino auf der Piazza Vittorio EmmanuelePiazza Vittorio Emanuele -- . . .' Ich sah alles wie heute vor mir . . . und hier saß ich mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und Ridolfo FeruzziRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative und lächelte wie sie . . . und mitunter gehörte ihnen beiden ihr Lächeln ganz allein . . . Und sie sahen aus wie damals . . . vor Jahren, waren jung. Aber ich lächelte mit. Doch es war nur ein krampfhaftes Lächeln. Meine alte Lebensfreude war zerbrochen. Ich . . . war ein anderer geworden . . . ein mutloser Mensch.

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Dort in RomRome -- City in Italy, jetzt vor einem Jahr, wurde ich mir endgültig darüber klar, daß ich erledigt, am Ende war. Unwiderruflich am Ende . . . Das fühlte ich, wußte ich, wie etwas Unabänderliches.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich hatten ein Atelier mit einer weiten Terrasse in der Nähe der Piazza di SpagnaPiazza di Spagna -- gemietet. Ich war jeden Tag krank. Jeden Tag . . . Und dabei blühten alle Rosen und alle die vielen Orangenbäume vor unserm Atelierfenster.

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Ab und zu erschien LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Aber auch sie hatte ihr sorgloses Wesen verloren. Sie weinte, sie weinte jedesmal. Sie begriff, wie schön das Leben sein könnte.

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Mitunter weinte auch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . Sie war sonst so stark. Auch in RomRome -- City in Italy. Sie versuchte zu malen. Aber es wollte nichts gelingen. Lag ich nachts wach neben ihr, so
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merkte ich, daß auch sie mit wachen Augen dalag. Die Abende verbrachten wir mit FeruzziRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative. Allmählich veränderte sich auch sein Wesen. Eine krankhafte Melancholie bedrückte ihn, wenn er sich auch bemühte, heiter zu scheinen. Einmal konnte er nicht mehr an sich halten. Er sagte, im Grunde hätte er sein Leben verfehlt. Er könnte Menschen verstehen, die, zu dieser Erkenntnis gekommen, ein Kloster als letzte Zuflucht aufsuchten . . . Solche Menschen gäb es nun einmal auch im zwanzigsten Jahrhundert . . . Ich merkte ihm an, daß seine Worte ernst gemeint waren . . .

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Ich mußte an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- denken. Hatte sie nicht auch ihr Leben verfehlt? Hatte sie sich nicht aufgeopfert, damit ich nicht allein bleiben sollte – weil sie fühlte, daß ich ein kranker Mann geworden war – weil sie wußte, daß sie die einzige war, die mich verstehen konnte? Ich wußte, keine irdische Macht würde sie bewegen können, mich zu verlassen – heute weniger denn je. – Sie war jetzt noch jung . . . Noch hatte sie Zeit, vieles, vieles wieder einzuholen, das sie meinetwegen versäumt hatte. Für mich hatte das Leben keinen Reiz mehr. Ich weiß, es ist ein flaches Wort – für die anderen. Aber für mich sagt und umfaßt es alles. Weshalb sollte ich mich weiter schleppen? Kein Arzt begriff, was mir fehlte, niemand konnte mir helfen. Weiter leben, krank und alt vor der Zeit . . . entsetzlichster Gedanke für mich. Ganz unpathetisch dachte ich dies alles durch. Auch ohne Mitleid mit mir. Und so kam auch wie eine Selbstverständlichkeit der Gedanke: lieber sterben. Dann wird GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- frei sein. Dann kann das Leben noch viele, reiche Jahre ihr bescheren. Damals, an jenem Abend in RomRome -- City in Italy, faßte ich meinen Entschluß. Der gilt heute noch. Nur einer kann ihn ändern. –

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Es war damals Mai. Noch ein Jahr Frist gab ich mir. Finde ich nicht im Laufe dieses Jahres einen Arzt, der
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mir helfen kann – der versuchen will, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu retten – sie von mir zu trennen – ich weiß, wie schwer es für andere ist, diese Worte, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. von mir zu trennen, zu verstehen – aber wie soll ich dies sonst in Worte kleiden? – . . . Ja, finde ich bis zum nächsten Mai nicht diesen Helfer, so werde ich selber in aller Stille Abschied von diesem Dasein nehmen, selbst wenn auch das andere Wesen, das sich mit mir in einen Körper teilen mußte, mein Schicksal gleichfalls teilen muß! Ich setzte sogar den Tag fest. Der erste Mai sollte es sein . . . Und es sollte auf eine diskrete Weise vor sich gehen, um GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu schonen, soviel wir beide konnten, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und ich.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . Wie sie schonen? . . . Das war das Schwerste von allem. Ich wußte nur zu gut, wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- einen gewaltsamen Abschluß meines Lebens hinnehmen würde. Aber trotz aller Überlegungen und Bedenken gegenüber der besten, treuesten Freundin meines Lebens sah ich ein, daß es keinen anderen Ausweg für mich gab – es würde dennoch eine Befreiung für uns beide sein. Und sicherlich die einzig mögliche.

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Als dieser Beschluß gefaßt war, fühlte ich Erleichterung. Nun wußte ich doch wenigstens, daß es einmal, und zwar in absehbarer Zukunft, ein Ende mit dieser Qual werden würde.

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Meine Gesundheit verschlechterte sich von Tag zu Tag. Und der Augenblick kam, da GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- einsah, daß ich nicht länger in RomRome -- City in Italy bleiben dürfte, daß eine Rückkehr nach ParisParis -- City in France, wo wir einige tüchtige Ärzte kannten, dringend notwendig sei.

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Grenzenlos bedrückt verließen wir an einem sonnigen Frühlingsmorgen, viel, viel früher als geplant, RomRome -- City in Italy und – Ridolfo FeruzziRidolfo Feruzzi (fictional) Linked to: #portaF -- Grete Sparre's second-husband in narrative.

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In ParisParis -- City in France, in der heimischen Umgebung, besserte sich mein Zustand scheinbar. Wieder suchten wir ein paar Spezialisten auf. Doch stets mit negativem Ergebnis.
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Schließlich nahm mich ein Radiolog in Behandlung. Sie hätte mich fast das Leben gekostet, ich wäre auf diese Weise fast der Notwendigkeit enthoben worden, am festgesetzten ersten Mai selber die Exekution vorzunehmen.

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Da der Pariser Sommer zu warm wurde, zogen wir wieder nach VersaillesVersailles -- , in die Nähe des ParkesPark of Versailles -- . Unser Leben gestaltete sich wie früher. Weder GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- noch ich liebten es, viel Wesens von unserm Wohl und Wehe, unsern Freuden und Sorgen zu machen. Arbeit ist der beste Arzt, sagte ich mir. Und ich ging wie in allen Jahren mit Malkasten und Staffelei hinaus in den ParkPark of Versailles -- , so oft mein Zustand es zuließ. Und so oft, wie sie wollte, kam LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. und versuchte, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und sich selbst zu zerstreuen.

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Der einzige, der meinen Zustand ziemlich klar erkannte, war Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost. Er war uns beiden damals ein Tröster. Er fühlte, ohne viele Worte zu machen, was sich hinter der scheinbaren Ruhe, die GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und ich und – LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. bei allen seinen Besuchen ihm zeigten, verbarg. Wenn er am Sonntag kam, herrschte bei uns wieder die alte Fröhlichkeit.

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Hätten wir damals Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost nicht gehabt . . .

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Er, wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatte längst begriffen, daß das einzige, was in mir noch lebenskräftig war, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sei . . . Felsenfest glaubten beide daran. – Und deshalb ermunterten beide auch LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zu kommen, so oft sie nur wollte. –

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Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost machte oft weite Spaziergänge mit ihr durch den Versailler ParkPark of Versailles -- . . Zukunftspläne schmiedend.

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An einem solchen Abend, die untergehende Sonne hatte alle Fenster des SchlossesPalace of Versailles -- und das spiegelblanke Wasser der Bassins in Brand gesteckt, spazierten die beiden Arm in Arm über die Terrasse. Plötzlich hörten sie im Vorbeigehen eine Dame zu ihrem Begleiter sagen: ,Sieh mal, zwei glückliche Menschen'

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Die meisten von unseren Freunden und Bekannten erfaßten meinen Zustand viel klarer als alle Ärzte, die wir befragt hatten. Natürlich mußte ihre Anteilnahme sich auf Worte beschränken. Aber gleichwohl gaben mir ihre Worte oft moralischen Halt . . . man sah in mir einen beladenen Menschen, dessen Leiden ein wirkliches Martyrium und nicht, wie die französischen Ärzte wieder und immer wieder erklärten, Einbildung, Hysterie seien . . .

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Eines Tages traf ich in TrianonTrianon -- mit einem älteren französischen Maler zusammen. Wir kannten uns seit Jahren, hatten einander aber längere Zeit nicht gesehen. Er erkundigte sich teilnehmend nach meinem Befinden – ich antwortete ausweichend, ohne ihm auch nur im entferntesten etwas zu verraten.

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Zu meinem Erstaunen antwortete er dann statt meiner. ,Ich habe Sie schon lange beobachtet, ohne daß Sie mich bemerkt hatten. Hier im ParkPark of Versailles -- , wenn Sie malten. Dabei fiel mir auf, welch völlige Veränderung mit Ihnen während der letzten Jahre vorgegangen ist. Früher wirkten Sie frisch, straff, wie ein gesunder Mann. – Jetzt dagegen – verzeihen Sie mir, wenn ich das sage – wirken Sie auf mich wie ein verkleidetes Mädchen . . . Sie sind krank . . . Sie sind sogar sehr krank. In Ihnen geht eine Umwälzung vor. Ein phantastischer Gedanke. Aber auch das Nochniedagewesene kann morgen zur Tatsache werden . . . Fälle umgekehrter Art kennen wir ja seit langem. Ärzte sind mit ihnen fertig geworden. Weshalb sollte deshalb nicht auch Ihnen geholfen werden können? Hoffentlich finden Sie einen mutigen und phantasievollen Arzt . . . Darauf kommt es an . . . Natürlich ein armer Maler, werden Sie meinen, woher soll er das Riesenhonorar für solch eine Kapazität nehmen . . . Hoffen wir, daß sich trotzdem ein Mann findet, der Ihnen aus menschlichen und wissenschaftlichen Gründen beisteht.'

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Diese und ähnliche Äußerungen von Verständnis waren in meinem Zug durch die Wüste wie kleine Oasen, und sie gaben mir Mut und Kraft, mein hoffnungsloses Suchen nach einem Retter noch ein wenig fortzusetzen.

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In diesem letzten Sommer in VersaillesVersailles -- begann ich zu merken, daß man mir oft auf der Straße, im ParkPark of Versailles -- , wo ich stand und ging, verwundert nachblickte – sogar in den Geschäften, die ich seit Jahren aufzusuchen pflegte. Auch in ParisParis -- City in France war mir dies in den letzten Jahren ab und zu aufgefallen . . . aber doch nicht derart, wie jetzt in VersaillesVersailles -- . Im übrigen sind die Pariser ja die wohlerzogensten, gleichgültigsten und blasiertesten Menschen der Welt, während die Versailler halt Kleinstädter sind.

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Eines Morgens, ich will, um schneller in den ParkPark of Versailles -- zu kommen, um zu malen, einen Durchgang vom Hotel des ReservoirsHôtel des Réservoirs -- Luxury hotel on rue des Réservoirs, near the park of Versailles, Paris. benutzen, stehen da ein paar junge Kellner.

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Ich beachte sie kaum, bin schon vorüber. Da höre ich im unverfälschten Kopenhagener Slang hinter mir die Worte: ,Kiek mal an, ein fesches Mädel, die in Hosen zum Malen auszieht!'

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Nebenbei bemerkt, sind die Hotels in VersaillesVersailles -- voll von dänischen Kellnern – ich weiß nicht weshalb. Vielleicht, weil dort wie in ParisParis -- City in France vor dem Krieg in der Hauptsache deutsche und österreichische Kellner benutzt wurden, und zwar wegen ihrer Sprachkenntnisse.

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Genug. Ich tat so, als hätte ich nichts gehört, ging weiter, grübelte über den Sinn dieses Kompliments nach – und mir begann zu dämmern, aus welchem Grunde ich in der letzten Zeit überall Aufsehen erregte.

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Ein paar Tage später spricht mich die Frau unseres Hauspförtners , mit der ich auf bestem Fuße stand, an und erzählt mir folgendes: ,Monsieur dürfen mir nicht gram sein, wenn ich Monsieur anvertraue, daß die Ladenbesitzer hier im Quartier, bei denen Madame und Mon-
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sieur kaufen, nicht glauben wollen, daß Monsieur ein Monsieur sind.' Sie blieb mit aufgerissenen Augen und aufgesperrten Lippen stehen, als ich ihr lächelnd zur Antwort gab: ,Madame, ich bin drauf und dran, den Ladenbesitzern recht zu geben!'

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Diese und ähnliche Vorfälle zeigten mir, daß die Situation anfing, paradox zu werden. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. durfte sich an und für sich nicht auf der Straße zeigen, weil sie mit mir den Körper gemeinsam hatte – obwohl auch nicht eine Menschenseele Notiz von ihr nahm, wenn sie sich einmal unter Menschen zeigte, abgesehen davon, daß ihr dann und wann einmal jemand ,nachstieg'. Mich dagegen glotzte man allerwegen jetzt an, trotzdem ich vollkommen korrekt als Mann gekleidet und mit richtigen, weitausholenden Männerschritten meiner Wege zog – und man hielt mich für ein verkleidetes Mädchen . . .

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Es war nicht zum Aushalten.

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Im Herbst, als wir nach ParisParis -- City in France zurückkehrten, stellte ich fest, daß ich auch hier jetzt aufzufallen begann, wenn dies auch meist auf eine etwas diskretere Weise zum Ausdruck kam. In der Metro oder im Omnibus oder in der Tram fing ich oft Blicke und Worte von Leuten auf, die mich beobachteten. Wollte ich auch ihre Bemerkungen überhören, oft verstand ich jedoch aus ein paar Wortfetzen genug, um mich davon zu überzeugen, daß sie die Ansicht der Ladenbesitzer in VersaillesVersailles -- teilten. Mit meiner gründlichen Kenntnis der Blasiertheit der Pariser im allgemeinen wurde es mir doppelt klar, daß ich wirklich dabei war, aufsehenerregend zu werden – und diese Tatsache machte mich immer mehr nervös – meine durch langjährige Leiden geschwächten Nerven machten einfach Aufruhr: sie ertrugen es nicht mehr, mich überall von fragendem, neugierigen Grinsen verfolgt zu sehen. Diese Belästigung durch meine Mitmenschen bedrückte mich maßlos.

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So ging ich aufs neue zu dem mir befreundeten Herzspezialisten. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- war ein paar Tage vorher bei ihm gewesen und hatte versucht, ihm mein und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Doppeldasein zu erklären – und er hatte ihr versprochen, mich zu einem anderen Spezialisten in VersaillesVersailles -- zu führen – wenn er auch persönlich alles miteinander für eine fixe Idee von mir und ausschließlich für eine ,krankhafte Einbildung ohne irgendwelche physische Grundlage' ansah.

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,Ihr Mann ist gesund. Sein Körper ist normal. Ich spreche ja aus gründlicher Kenntnis, aus gründlicher Inaugenscheinnahme seines Körpers, Madame', das war seiner Weisheit letzter Schluß . . .

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Dieser Besuch bei dem neuen Spezialisten in VersaillesVersailles -- sollte mein letztes Experiment sein, hatte ich hoch und heilig GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und mir selber geschworen, ehe wir uns auf den Weg machten. Bei meiner Ankunft bekam ich sofort den Eindruck, daß die beiden Ärzte im voraus ihren Schlachtplan festgelegt hatten: sie wollten versuchen, mir meine ,hysterischen Grillen' auszutreiben. Nach einer recht oberflächlichen Untersuchung wurde mir ohne Umschweif erklärt, ich sei ein völlig normal gebauter Mann, dem nicht das geringste fehle, der nur versuchen solle, mit Energie und gutem Humor sich als Mann zu bewähren, um wieder das Leben eines regelrechten Dutzendmenschen masculini generis führen zu können . . . Man betrachtete mich während dieser Zusammenfassung ihres tiefschürfenden Urteils mit kaum unterdrückter Ironie: man hielt mich für einen Hysteriker, für einen Simulanten schlechtweg, und der eine von ihnen, der ,neue Spezialist', deutete sogar an, ich sei wohl im Grund – homosexuell. Diese Andeutung brachte mich fast um meine Selbstbeherrschung. Hätte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- nicht durch ein helles Auflachen die Situation gerettet und statt meiner diese Vermutung als völlig absurd
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zurückgewiesen, ich wäre diesem Herrn an die Gurgel gesprungen.

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Nach dieser hoffnungslosen, mich wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- tief deprimierenden Konsultation merkte ich, daß ich meine letzte Kraft verbraucht hatte. Und ich gelobte mir in aller Stille, daß mich fortab keine Macht auf Erden dazu bewegen würde, neue Ärzte zu befragen. Zum Gespött der Herren Mediziner wollte ich denn doch nicht degradiert werden.

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Ich sagte mir: da mein Fall bis jetzt in der Geschichte der ärztlichen Kunst unbekannt ist, so existiert er einfach nicht, durfte er einfach nicht existieren. Mein und damit auch LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Todesurteil war gefällt. Jetzt galt es nur noch, auf eine möglichst anständige und geräuschlose Weise Geduld zu haben, bis die kurze Frist, die ich mir selber gesetzt hatte, ausgelaufen war.

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Äußerlich änderte sich an unserm täglichen Leben nichts. Ich war sogar in sorgloser Stimmung, wenn Freunde oder Bekannte uns besuchten, besonders aber gegenüber GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , da ich Angst hatte, sie könnte mich durchschauen. Ihr ging es nicht gut, das konnte ich an ihrem ganzen Wesen merken. Sie nahm sich zusammen, zeigte mir meist eine lächelnde Miene, hinter der sie ihre Angst und Trostlosigkeit glaubte verbergen zu können. Sie war so ruhelos geworden. Oft, wenn sie glaubte, nicht von mir beobachtet zu sein, sah sie mich heimlich so seltsam fragend an, daß ich fürchtete, sie ahne meine Pläne . . .

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In diesen Wochen hatte ich nur ein Verlangen: Musik zu hören. Konzerte mochte ich nicht mehr aufsuchen. Nur keine Menschen sehen. Ich kaufte daher Unmengen von Grammophonplatten. Klassische und modernste Musik, alles durcheinander. Und lange Abende bis tief in die Nächte hinein spielte unser Grammophon. Ich verschlang alles, was Musik war. Heitere und tragische, banalste
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und feierlichste, melodischste und disharmonischste Musik – wenn es nur Musik war. Sie war meine Trösterin, ob sie mich zu Tränen rührte oder mich verleitete, lustig irgendeinen Schlager mitzuträllern oder gar GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu bitten, mit mir zu tanzen. Ich lebte damals von Musik. Konnte ich keinen Schlaf finden, so flüchtete ich mich zu ihr. Mochte ich morgens die Augen nicht aufschlagen, so holte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- das Grammophon aus dem Atelier an mein Bett. Es gab in mir nichts, was man mit dem Wort Sentimentalität lächelnd abtun kann. Nichts Rührseliges war in mir. Nie war ich weniger empfindsam als damals. Nur grenzenlos verloren fühlte ich mich, preisgegeben einem Schicksal, das über Menschenverstand hinausgeht. Die Sprache der Seele an sich, die Sprache der Töne befreite mich, nur nicht selber sprechen, meinem trostlosen Gegrübel Form geben müssen! Nur nicht selber denken, nur nicht Selbstgedachtes in Worte kleiden, war mein täglicher, nächtlicher Hilferuf . . .

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Früher hatte ich im Lesen Ablenkung gefunden . . . Jetzt schlug ich kein Buch mehr auf. Was sagten mir die Schicksale fremder Wesen, da ich von keinem Wesen in diesen Büchern Zuspruch finden konnte, das ein Wesen meiner Art war. Von solch einem Wesen hat noch kein Dichter dichten können, weil es noch keinem Dichter eingefallen war, daß solch ein Wesen je gelebt haben könnte. Wie konnten mir die Philosophien der Griechen und der Gegenwart helfen, die uns nur vom Denken des Mannes und vom Denken des Weibes in getrennten Körpern und Hirnen und Seelen berichten? PlatonPlato (historical) -- Athenian philosophers Gastmahl . . . früher hatte ich dort meine Zuflucht gefunden. Von Menschen an den Grenzen beider Empfindungswelten, der des Mannes und der des Weibes, wußte PlatonPlato (historical) -- Athenian philosopher, Mischwesen sind sie. Hier aber, in meinem siechen Körper wohnten zwei Wesen, getrennt vonein-
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ander, unverwandt miteinander, feindlich einander, wenn sie auch Erbarmen hatten miteinander, da sie wußten, daß dieser Leib nur Raum hatte für eins von ihnen. Eines dieser beiden Wesen hatte unterzugehen, zu verschwinden, oder aber beide hatten zu sterben . . . Wahnsinn faßte mich in diesen Nächten an, daß dieser Leib nicht mir allein gehörte, daß mein Anteil an diesem Leib von Tag zu Tag geringer wurde, da er in seinem Innern ein Wesen umschloß, das um den Preis meines Daseins sein Dasein verlangte. Wie ein Betrüger kam ich mir vor, wie ein Usurpator, der über einen Leib herrschte, der ihm längst nicht mehr gehörte, wie ein Mensch, dem von seinem Hause nur die Fassade gehört.

– – – –

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Dann und wann kam LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wohl noch. Und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- freute sich jedesmal über ihr Kommen! LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war froher als ich. Das wußten beide. Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wußte, daß sie dadurch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- trösten konnte. Mitunter blieb sie auf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Bitten mehrere Tage. Zusammen mit LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. konnte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- die Nächte leichter ertragen. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. konnte leichter Schlaf finden. Und schlief sie, so konnte auch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- einschlafen. Oft weinte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., ohne daß GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- es merkte. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. hatte immer schon ihre eigene Traumwelt besessen. Sie hatte immer so fröhliche Träume gehabt. Jetzt waren ihre Träume verflogen. Nur ein paar Nächte waren sie wieder da gewesen. Und jeder Traum war eine Fortsetzung des anderen gewesen. Es war Winter. Sie träumte von einem nahen Frühling, der sehr viel Sonne hatte. Sie erzählte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- diese Träume. Aber sie fühlte, daß es nur Träume waren. Und dann bekam sie Furcht. Die nächste Nacht vertrieb dann aber ein noch schönerer Traum ihre Furcht wieder. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat viele von ihren Träumen heimlich in ihr Tagebuch geschrieben, erzählte sie mir einmal. Und das tat sie mit Worten, als hätte sie ein Geheimnis verraten.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. träumt dir einen Roman vor, sagte ich da zu ihr und wandte mich leer ab.

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Aber dieser Traumroman wurde das Lieblingsgespräch von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. während jener dunklen Tage, und diese Gespräche waren das einzige, das GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. neuen Mut gab und ihre Hoffnung lebendig hielt, daß dennoch ein Wunder geschehen würde.

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So wurde es Februar. ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- und ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- waren wieder nach ParisParis -- City in France gekommen. Und ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- nahm mich dann eines Morgens mit zu dem fremden Mann aus DeutschlandGermany -- Country in Europe Kreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . Heute haben wir den dritten März. In knapp zwei Monaten haben wir den ersten Mai. Das ist die unwiderruflich äußerste Frist, die ich mir gesetzt habe. Dann wird es keinen Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- mehr geben. Ob LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. diesen Tag überleben und ihr eigenes Leben leben wird, liegt nun in Werner KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ' Händen.«

IX

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Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sein Hotel betrat, war es fast Morgen.

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Er stand am Fenster seines Hotelzimmers und blickte auf den Platz vor dem Bahnhof . Einige Autodroschken gab es dort. Ein paar späte Nachtwanderer. Dazu der Lichtschimmer aus der gläsernen Wand der langgestreckten Bahnsteighalle.

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Er war sehr müde.

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Er entkleidete sich langsam. Er stand nackt vor dem Spiegel. Er mußte an seine Worte von heute nacht denken: ich bin wie einer, dem nur die Fassade seines Hauses noch gehört. Das Spiegelbild vor ihm zeigte ihm die Fassade . . . Es war der makellose Leib eines Mannes.

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Fröhlich wachte er nach wenigen Stunden auf, nahm ein Bad, frühstückte, machte hintereinander pünktlich seine letzten Besuche bei den verschiedenen Ärzten, war
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                     Dresden, Sommer 1930 Nach der
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DresdenDresden -- City in Germany, Sommer 1930 Nach der Operation



                     Kopenhagen, Herbst 1930
                            Nach der Operation
KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark, Herbst 1930 Nach der Operation

fast sorglos. Mitten in der Leipziger StraßeLeipziger Strasse -- In Berlin, Germany hörte er eine Kinderstimme wispern: »Mutti, guck mal, eine Frau in Männerkleidern . . .« Er drehte sich um, sah in zwei erschreckte Mädchenaugen, wohl eine Zehnjährige mit dicken, blonden Zöpfen; die Kleine wurde feuerrot und hakte sich schnell bei der Mutter ein, die erstaunt wie ihre Tochter ihn betrachtete und eiligst mit dem Kinde weiterging.

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Ein merkwürdiger, harter Trotz stieg in ihm hoch. Ohne daß er es selber wollte oder recht wußte, blieb er vor einem Ladenfenster stehen, betrachtete forschend sein eigenes Spiegelbild in der blanken Vitrinenscheibe. Ärgerlich wandte er sich ab. »Geht mich ja gar nichts mehr an. Geht mich ja gar nichts mehr an.« Mehrmals wiederholte er diesen Satz, blickte dann auf seine Uhr, es war halb fünf nachmittags, um fünf Uhr sollte er in dem SanatoriumProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin sein, bei Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- .

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Er befand sich am Potsdamer PlatzPotsdamer Platz -- , ging ins Postamt, suchte in dem riesigen Telefonbuch nach dem Anschluß der Baronin SchildtBaronin Schildt (fictional) -- Modeled on Anne-Marie Goldschmidt-Rothschild, die er eigentlich vorher noch hatte besuchen wollen, ließ sich verbinden. Sie war nicht zu Hause. Eiligst kaufte er einen Rohrpostbrief, warf ein paar flüchtige Zeilen hin:

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»Liebste BaroninBaronin Schildt (fictional) -- Modeled on Anne-Marie Goldschmidt-Rothschild, mir nicht böse sein, wenn Sie mich nicht wiedersehen. In ein paar Minuten nehme ich mir eine Autotaxe und besorge dann selber mein Begräbnis: Grabstätte Sanatorium von Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- Prof. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin. Wie es auch kommt, behalten Sie mich lieb. Und darf LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. für sich allein weiterleben, lassen Sie sie nicht ganz allein. Ich weiß, daß nicht alle meine Freunde ihre Freunde sind. Doch meine Freundinnen . . . sie möchte ich ihr so gern vererben . . .«

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Er warf den Brief in den Postsack des Briefträgers, der gerade den blauen Briefkasten entleerte. Er drückte dem guten Mann eine Reichsmark in die Hand. Der sah ihn erstaunt an. Ehe der Mann danken konnte, war AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili --
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bei der nächsten Taxe, rief dem Chauffeur die genaue Adresse der KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin zu und betrat Punkt fünf Uhr das SanatoriumProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin

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Sofort wurde er zu dem Herrn des HausesDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- geführt, der ihn freundlich betrachtete.

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»Ich habe gerade mit dem Kollegen KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- eine lange Telefonunterhaltung wegen Ihres Falles geführt«, begann der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- . »Vorher hatte ich bereits eine Besprechung mit dem Kollegen ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified. Er wird bei der Operation, die ich vorzunehmen habe, zugegen sein. Ich möchte mich jetzt aber gern einmal persönlich mit Ihnen kurz unterhalten. Ein persönlicher Eindruck ist ja immerhin notwendig.«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- antwortete sehr sachlich: »Bitte, Herr ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- , fragen Sie nur.« Aber der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- zog allen Fragen eine körperliche Inaugenscheinnahme vor, bat ihn, sich zu entkleiden und sich auf einen bereitstehenden Untersuchungsdiwan von der Art, wie er sie in BerlinBerlin -- City in Germany mittlerweile gründlich kennengelernt hatte, niederzulegen.

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»Ja«, stellte der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- dann nach eingehender Betrachtung fest, »an sich sind Sie ganz und gar das, was Sie im bürgerlichen Leben vorstellen, ein Mann, gleichzeitig aber zeigt Ihr Körper zweifellos weibliche Formung. Ich bin überrascht von dem Gesamtbefund . . .« Und während AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sich wieder ankleidete, ging der ChirurgDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- nachdenklich auf und ab, betrachtete ohne Unterlaß den Patienten, warf einen Blick auf sein Journal und sagte dann: »Ich weiß, Sie haben Eile. Kommen Sie also morgen früh . . .«

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»Das geht nicht gut, da ich morgen vormittag um 11 Uhr auf Wunsch von Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- vor der Operation von Dr. HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- photographiert werden soll.«

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»Gut«, erklärte Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- , nachdem er sich sein Journal wieder betrachtet hatte, »es paßt auch um
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4 Uhr nachmittags . . . Heute ist Montag . . . also morgen, Dienstag abend . . .«

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»Also haben wir noch eine Galgenfrist«, sagte er zu sich, sah auf seine Uhr, es war fast halb sieben . . . Eine Autotaxe hielt in der Nähe. Er rief dem Chauffeur den Namen seines Hotels zu – und verbrachte diese allerletzte Nacht mit sich allein im Hotelzimmer. Er fühlte, daß er seinem Körper und seinen Nerven heute nichts mehr zumuten durfte, – die durchwachte Nacht gestern, das Gespräch vorhin, die laute, fremde Riesenstadt um ihn herum.

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»Ich selber bin jetzt kein Spieler mehr . . . ich bin jetzt nur noch Einsatz . . . für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Ich muß also sparen . . .«

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Dienstag morgen verließ AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zeitig das Hotel. Es war ein klarer Märztag; er wanderte die FriedrichstraßeFriedrichsstrasse -- Street in Berlin, Germany entlang, bog dann in die breite Straße Unter den LindenUnter den Linden -- ein, stand auf dem Pariser PlatzPariser Platz -- , vor dem strengen, schlichten Brandenburger TorBrandenburg Gate -- . Sonne, herbe, hellgoldene Märzsonne übergoß dieses schönste, fast klassisch reine Straßenbild. Der Maler wachte in ihm auf. Er zog in den TiergartenTiergarten -- hinein. Überall Sonne und sprießendes Grün. Und das alte Laub glänzte wie Bronze. Er wanderte einen Pfad, der einen See erreicht. Enten schwammen darauf. Das Astwerk hoher Bäume spiegelte sich auf der Wasserfläche.

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Hier war er nie gewesen. Er sog das Bild in sich ein. Er mußte an so viele Morgenstunden seines vergangenen Malerlebens denken, weit fort von Städten und Menschen, und hatte sein eigenes Geschick gepriesen, Maler, nichts als Maler sein zu dürfen, ein ganz einfältiges Wesen, dem Augenblick völlig hingegeben. Sie nicht verlieren, diese köstlichen Augenblicke, das war sein Trieb, der Auslösung fand, wenn er malte. Wie im
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Fieber malte er meist, konnte kaum abwarten, das Bild, das sich seinem Blick bot, einzufangen, diesem entladenen, von dem Wind der Wanderungen rein geblasenen Blick, der mehr sieht als der taube Blick der anderen Menschen, der heller ist als der der anderen . . . Hell seherisch . . . Wie er das Wort immer geliebt hatte . . . Wie er dieses Wort jetzt, in diesem Augenblick, wieder liebte!

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Eins war er dann immer gewesen mit diesem Unfaßbaren, Ruhelosen, diesem Spiel aus Licht und Schatten, Hell und Dunkel, um Farbe und Form, diesem Vielgetön und Rankengewirr . . . Wie ein heimlicher Vogelsteller war er sich vorgekommen, der auf der Lauer liegt und alle Lockrufe weiß, dem zufliegt, was er sucht.

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So hatte er seine Bilder geschaffen, festgebannt auf die tote Leinwand mit toten Farben, bis dies mit den Augen Erlauschte plötzlich anfing, Eigenleben zu erhalten . . . Eingefangenes Echo, hatte er sich dann meist selber gestanden, mattes Echo sind nur meine Bilder . . . aber doch Echo . . . Er war glücklich gewesen und sehr demütig wie ein Eingeweihter . . . Und diese Stunden waren die einzigen wirklichen und wahrhaftigen Freuden seines Lebens gewesen. Diese Freuden hatten ihm gehört, ihm allein, diese Freuden hatte er nicht mit einem anderen Wesen teilen müssen, diese Freuden hatte er niemand anders geraubt, gestohlen . . . Sie waren ausschließlich sein Reichtum, sein Besitz gewesen . . . Konnte er diesen Besitz, diesen Reichtum vererben? . . . Nie hatte er vorher jemals diese Frage in sich gehört . . . Freude, kann man sie vererben? Freude am Malen . . .? Für ihn, Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , waren diese Freuden unwiderruflich dahin. Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . wenn sie ihn überleben durfte, würde sie wohl Lust verspüren, zu malen? Würde er ihr wie eine kleine Entschädigung für das Leben, das er ihr gestohlen, für die vielen, jungen Menschenjahre, um
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die er sie gebracht hatte, diese Freude, dieses Glücksgefühl des Schaffenkönnens als Erbschaft geben dürfen? Sein Schuldbewußtsein, das ihn so oft zu Boden gedrückt, würde geringer werden . . .

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Daß er jetzt an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. denken mußte . . . an sie, die so ganz andere Neigungen hatte als er . . . Wozu an Erbe, an Hinterlassenschaft jetzt denken . . . Was hatte er denn groß ausgerichtet in diesem Leben? Richtig, einen kleinen Beweis besaß er ja, er allein, den er auch mit niemandem zu teilen hatte: die goldenen »Palmen« der »Académie« in ParisParis -- City in France École des Beaux-Arts -- . . . O Eitelkeit . . .

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Sollte er noch einmal umkehren? . . . Er stand auf einer zierlichen, leicht geschwungenen Brücke, von der er hinüber nach einem breiten Kanal sehen konnte, der seine Wassermassen durch eine halb hochgezogene Schleuse in ein Stauwerk fallen ließ, daß es wie ein Wasserfall en miniature zischte und glitzerte.

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Richtig, wie einer, der versucht, einen Wasserfall hinunterzusegeln, bin ich jetzt, dachte er, und ich merke, wie mich der Strom zu fassen bekommt, und ich weiß nicht mehr, wohin die Fahrt geht. Vielleicht hinein in die völlige Vernichtung . . . Gleichwohl . . . jetzt, halbwegs, kann das Boot nicht mehr verlassen werden . . . Der Entschluß ist gefaßt . . . Ich kann nicht mehr zurück . . .

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Eine halbe Stunde später ist er bei Dr. HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- . Er muß auf den Photographen warten.

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Eine Dame, Assistentin HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- s, ist jetzt zu ihm ins Wartezimmer gekommen. Sie beginnt ein Gespräch mit ihm. Er hört eigentlich nur zu. Sie hat Takt und was sie sagt, geschieht, fühlt er, ohne Neugier, ohne Aufdringlichkeit.

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»Ihr Fall ist für uns hier ein Novum. Und was das Interesse noch erhöht, das wir aus Gründen der Wissen-
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schaft Ihnen entgegenbringen, ist die Tatsache, daß Sie ein Künstler, ein Intellektueller sind, daß Sie also imstande sind, sich selber, Ihre Gefühle, Ihr Gefühlsleben zu analysieren. Sie werden ja das Unerhörte, Unglaubliche erleben: zuerst als Mann gelebt und gefühlt zu haben, und dann als Frau leben und fühlen zu sollen. Ich muß an jenen römischen Kaiser denken, der sich das Leben genommen hat, weil er das, was jetzt Ihr Schicksal wird, nicht erlangen konnte . . .«

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Endlich fand sich der Photograph ein. Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- das Institut von Dr. HardenfeldProfessor Hardenfeld (fictional) Linked to: #hirschfeld -- Institute for Psychiatry -- Fictional name in narrative for Institut für Sexualwissenschaft (Institute for Sexual Science) in Berlin, Germany verließ, lud er sich selber zu einem »Abschiedsfrühstück« ein. Mit großer Sorgfalt suchte er das hierfür geeignete Restaurant im Westen auf.

– – – –

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Dann fuhr er ins Hotel, beglich seine Rechnung, und dann nach der ThomasiusstraßeThomasiusstrasse -- , um seinen Freunden Lebewohl zu sagen.

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»Einem Schlachtopfer gleichst du gerade nicht«, stellte Freund NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative bei seinem Eintreten sofort fest.

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»Fühl mich auch nicht so, – im Gegenteil, –« rief AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- lachend.

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Während Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- die Hände über dem Kopf zusammenschlug: »Aber AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , in ein paar Stunden sollen Sie operiert werden, und da kommen Sie mit einer fast rabenschwarzen Importe im Munde daher!«

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Sie riß ihm überraschend die Zigarre aus der Hand.

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»Ich bitte Sie, ich komme von meiner Henkersmahlzeit oder richtiger gesagt, ich habe im wortwörtlichsten Sinne mein ,enterrement de ma vie de garçon' gefeiert, ohne das mindeste Equivoque in diesem Ausdruck, der im Französischen eurem ,Polterabend' entspricht . . .«

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Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- nahm ihn bei der Hand. »Ich bin nicht umsonst einmal Krankenschwester gewesen, ich weiß, wie man sich vor einer Operation zu benehmen hat. Ganz bestimmt nicht so wie Sie, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . Das sind
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dumme Jungenstreiche, hinzugehen und zu prassen. Das ist Wichtigtuerei. Im übrigen sehen Sie sehr schlecht aus. Und jetzt begleitet NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative Sie ins SanatoriumProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin

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Und so geschah es. Ohne Zigarre betrat AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- unter Aufsicht seines Freundes das SanatoriumProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin.

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Die Operationsschwester empfing die beiden Herren, führte sie in ein Zimmer neben dem Operationssaal, dessen Tür offen stand. Ein paar Schwestern schienen alles klar zur Vornahme einer neuen Operation zu machen. Ein starker Geruch strömte herein.

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Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- könne leider erst gegen sechs Uhr kommen, die Herren müßten sich also etwas gedulden, wurde ihnen dann mitgeteilt.

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Die Uhr war kaum vier. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative machte ein völlig verzweifeltes Gesicht. »Zwei Stunden halte ich es hier nicht aus«, sagte er beinahe zerknirscht und erklärte, mit dem Patienten in dem in der Nähe gelegenen großen Café die Wartezeit verbringen zu wollen.

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Als sie im Café gegenüber den Zeitungssammelfächern einen Platz gefunden hatten, entdeckte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- einige Meter von ihnen entfernt einen rothaarigen Krüppelthe cripple (fictional) -- , den »Zeitungschef«. Im Nu war AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- aufgesprungen, ging von rückwärts an den Krüppelthe cripple (fictional) -- heran, was dieser verwundert bemerkte, wofür er von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- eine Reichsmark erhielt, und dann noch eine zweite Reichsmark, nachdem er den recht umfangreichen Buckel des »Zeitungschefs« berührt hatte. Dann setzte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- sich froh lächelnd wieder auf seinen Stuhl neben NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative.

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»Lieber NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative«, sagte er dann als Antwort auf den erstaunten Blick des Freundes, »das nenne ich Freundschaft! Bringst mich vor Toresschluß mit einem so prachtvollen Buckel zusammen. Denn du weißt natürlich, daß solch ein Kerl einem Glück bringt, und zwar unfehlbar. Ein Aberglaube. Meinetwegen. Aber ich fühle mich jetzt jedenfalls gefeit – gegen alles. Solch ein männlicher
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Buckel, berührt man ihn, wirkt nämlich Wunder. Ein weiblicher Buckel dagegen das Gegenteil.«

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»Was wir mit einem edlen Tropfen Rheinwein gewissermaßen als Begräbnistrank nach echt nordischem Brauch begießen wollen.« Und schon hatte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- dem Ober eine Flasche allerbesten Jahrgangs in Auftrag gegeben. »Aber bitte drei Gläser.«

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»Drei?« fragt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative.

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»Natürlich hat der Buckelthe cripple (fictional) -- mitzutrinken.« Was der Rothaarigethe cripple (fictional) -- sich nicht zweimal sagen ließ. »Unsereins ist ja manchen Kummer gewöhnt«, erwiderte der Eingeladene unter tiefen Verbeugungen, ergriff das ihm dargebotene Glas und hob es gegen AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , »Ihr Wohl, mein Herr! Auf daß Ihre gütige Seele Sie lange überlebe!«

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»Der Bursche spricht ja wie ein Prophet!« rief NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- aber schloß den Rothaarigenthe cripple (fictional) -- in seine Arme, ließ den Erstaunten dann wieder los, hielt sein Glas hoch: »In diesem Sinne!« Und er ließ sein Glas gegen das Glas des Buckels klingen. Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- und NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative endlich gingen, sah der Rothaarigethe cripple (fictional) -- ihnen kopfschüttelnd nach.

– – – –

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In dem Zimmer der KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin, das auf AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wartete, brannte bereits Licht. Eine Schwester begleitete sie hinein, nahm die Personalien des Patienten auf, hing eine Fieberskala über das Bett und bat AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , sich sogleich niederzulegen. Die Ärzte würden sich bald einfinden.

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»Da ist es wohl das beste, daß ich gleich gehe«, fragte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- nickte. »Also, alter Kumpan, leb wohl, und ich werde mir ehrlich Mühe geben, die Prophetie des Rothaarigenthe cripple (fictional) -- zu erfüllen.« NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative wollte noch etwas sagen. Doch AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- schob ihn zur Tür hinaus. »Nett von dir, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , sonst könnt es mir passieren, rührselig zu werden. Also im Sinne des Rothaarigenthe cripple (fictional) -- .« Ein kurzes Händeschütteln, und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- war allein. –

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Er schritt auf und ab. Ein-, zwei-, dreimal . . . Ohne daß er es wußte, begann er seine Schritte zu zählen. »Also sieben Schritte lang und sechs Schritte breit.« Dann setzte er sich auf das Bett. Er betrachtete das Zimmer. Ein Klinikzimmer wie es unzählige gibt. Helle Wände. Und Bett und Tisch und Schrank und die beiden Stühle ebenfalls hell gestrichen. –

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Und dann begann er sich zu entkleiden, sehr langsam. Denn plötzlich fiel ihm ein, daß er, Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , sich wohl zum letzten Male entkleidete . . ., daß es ein Abschiednehmen war, was hier vor sich ging, ein Abschiednehmen von Rock und Weste und Beinkleidern und so weiter . . . und so weiter. Ein Menschenleben lang hatte diese Hülle von Rock und Weste und Beinkleidern und so weiter ihn umschlossen . . . Er betrachtete die Kleidungsstücke, eins nach dem andern, im Ablegen, er hing den Rock über die Weste und dann beides auf den Bügel im Schrank, so, wie er es gewohnt war seit . . . ja, seit wann? Er spannte die Beinkleider in den Hosenbügel . . . betrachtete Stück für Stück und streichelte Stück für Stück. »Was wird aus euch werden? Was wird aus mir werden? Wer von uns hier wird den andern überleben? Ihr mich? Ich euch? . . . Rock, Weste, Hose . . . Schuhe, Unterkleider, Strümpfe . . .«

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Und nahm seinen Hut vom Tisch. »Du auch . . . Dich hätt' ich beinahe ganz vergessen . . . Wen ich wohl sonst noch vergessen habe? . . .« Und er faßte in die innere Rocktasche, nahm ein Bild heraus, stellte es auf den Tisch, lehnte es gegen die Wand. »GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- «, sagte er, wollte das Bild streicheln. Da klopfte es, und die Tür wurde geöffnet: Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- trat ein, in Begleitung seines Assistenzarztes. Einige Fragen wurden an AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- gerichtet, mit dem Ergebnis, daß zu seiner Überraschung die Vornahme der »ersten Operation, die übrigens völlig ungefährlich sei«, wie der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- er-
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klärte, auf den nächsten Vormittag verschoben werden müßte. »Sie nennen solche Abschiedsfeiern bei Ihnen im Norden ,Gravöl'«, lachte der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- . »Ihr Freund hat mir bereits die Rheinweinmarke von vorhin verraten. Mein Kompliment. Sie scheinen auf diesem Gebiet bewandert zu sein. Aber dergleichen ,Eingriffe' nimmt man am besten bei leerem Magen vor. Damit Ihnen aber bis morgen die Zeit nicht zu lang wird, werden wir Ihnen in ein paar Stunden ein Schlafmittel geben. Und nun guten Mut.« Ein Händeschütteln, – und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- war wieder allein.

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»Also immer noch warten, warten, warten«, sagte er vor sich hin. »Wie viel Geduld man haben muß, du . . .« Und jetzt sprach er zu dem Bilde, das auf dem Tisch neben seinem Bett stand.

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . .« Mehr sagte er nicht, lehnte sich in die weißen Kissen zurück, starrte zur Decke empor, war müde . . .

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War am Ziel . . . abgekämpft. Die Hast der Tage hier in BerlinBerlin -- City in Germany kam ihm zu Bewußtsein. Jetzt durfte er es sich eingestehen, daß er am Ende seiner Kräfte war. Und der letzte Rest seines männlichen Trotzes, den er in dieser fremden Millionenstadt wie einen Stahlpanzer herumgeschleppt hatte, fiel von ihm ab. –

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . . . gut, daß du mich jetzt nicht siehst . . .«

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Nein, keine Tränen . . . durchhalten . . .

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Er hatte Papier und Füllfeder auf dem Tisch liegen. Er nahm einen Bogen und schrieb:

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BerlinBerlin -- City in Germany, den 4. März, Dienstag abend

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Liebste, süße GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ,

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morgen vormittag werde ich operiert. Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- sagt, es handle sich nur um eine kleine, ungefährliche Operation. Deshalb habe ich Dich nicht gebeten, zu mir zu kommen. – Sollte es aber dennoch anders kommen,
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so will ich Dir doch heute noch sagen, daß ich an Dich jede Stunde, jede Minute, bis zum letzten Augenblick nur an Dich gedacht habe. Mein letzter Wunsch ist, daß Deine Zukunft glücklich wird, – daß Du mein – im Grunde so frohes – Gemüt erbst. Tausend Küsse von LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Dein, nur Dein AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- .

– – – –

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Als Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- eine Stunde später bei ihm eintrat, gab er ihr den Brief und bat sie, ihn GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu geben, falls . . .

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»Sie großer Junge, ich weiß längst von NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, daß alles gut gehen muß. Ich bin sogar in dem Cafe gewesen und habe Ihrem etwas ungewöhnlichen Schutzengelthe cripple (fictional) -- ein paar Blumen gebracht. Er bekam einen puterroten Kopf und sagte: ,Das ist ja der reinste Glückstag' . . .«

– – – –

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Um zehn Uhr trat der Assistenzarzt wieder ein. Er gab AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- das versprochene Schlafpulver. Dann erschien die Schwester, ordnete noch etwas im Zimmer, knipste das Licht aus . . .

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Man hatte ihn bis zum Erscheinen der Ärzte schlafen lassen. Bis in den hellen Morgen hinein. Kaum hatte er notdürftig Toilette gemacht, als Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified bereits neben seinem Bett stand und ihn bat, eine Erklärung zu unterschreiben, in der stand, daß er, Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- , auf eignen Wunsch und eigne Gefahr operiert werden wolle, und daß bei einem eventuellen ungünstigen Ausfall Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- von jeglicher Verantwortung entbinde . . .

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»Mit Vergnügen«, erklärte er, unterschrieb sogleich das Schriftstück, das an irgendeine hohe Behörde adressiert war und auf gut Deutsch besagte: Falls ich sterbe, verzichte ich hiermit auf jedes Recht, hinterdrein Schwierigkeiten zu machen . . . »Aber darf ich nicht ein paar Dankworte an die deutschen Ärzte hinzufügen«, bat er
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plötzlich, »die den Versuch unternehmen wollen, mich zu retten?« Diese Bitte wurde lächelnd abgeschlagen, worauf sich der ProfessorProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified mit den Worten, »die Operation findet in wenigen Minuten statt, ich wohne ihr auf Wunsch von Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- bei, also Glück auf«, zurückzog.

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Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wieder allein war, schrieb er noch einen Brief:

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Sehr geehrter Herr Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ,

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im letzten Augenblick vor meiner Operation fühle ich das Verlangen, Ihnen meinen tief gefühlten Dank zum Ausdruck zu bringen. Seit dem Tage, da ich Sie in ParisParis -- City in France getroffen habe, bin ich hoffnungsvoll gewesen, und hier in BerlinBerlin -- City in Germany, wo ich keinen der Ärzte, die mich untersuchten und mir beistanden, kannte, war mir, als hätte eine unsichtbare Macht mir alle Wege geebnet. Ich weiß, daß Sie diese Macht sind, und daß alles Gute, das mir begegnet ist, von Ihnen gekommen ist. Wie es nun auch gehen mag, so bitte ich Sie, an meine grenzenlose Dankbarkeit, die ich für Sie hege, glauben zu wollen. Ihr anhänglicher

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Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- .

– – – –

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Jetzt war alles geordnet . . .

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Einen Augenblick später trat der Assistenzarzt ein.

– – – –

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Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- unter heftigen Schmerzen wieder erwachte, war es fast Mittag. Mit einem Schrei schlug er die Augen auf . . . Ganz allmählich wurde ihm klar, daß er in seinem Bett lag. Ihm war, als habe er lange geschrien, als habe er sich gegen etwas gewehrt. Zwei Krankenschwestern standen neben ihm und sprachen ihm beruhigend zu. Als er zu Bewußtsein gekommen war, fühlte er, daß die Schmerzen heftiger wurden. Doch bald hatte er die Herrschaft über sich zurückerlangt, er
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biß die Zähne zusammen. Er wollte nicht schreien. Und er schrie nicht mehr.

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»Habe ich viel . . . Lärm gemacht«, fragte er.

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»Nun ja . . . etwas . . .« sagte die eine Schwester lächelnd, »und seltsam war, daß sich Ihre Stimme völlig verändert hatte, es war eine hohe Frauenstimme.«

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Dann trat Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- ein, nahm AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Hand. »Das ging ausgezeichnet. Im übrigen muß ich Ihnen mein Kompliment machen. Sie haben einen ganz prachtvollen Sopran! Einfach erstaunlich!«

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Gegen Abend wachte er durch einen Hustenanfall auf. Ihm war, als sollte sein ganzer Körper zerrissen werden. Der Husten war fürchterlich. Er versuchte, ihn zu unterdrücken. Es gelang nicht.

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Endlich war der Anfall überstanden. Erschöpft lag er da. Die Schwester wischte ihm den Schweiß von der Stirn. »Sie haben gewiß viel geraucht?« fragte sie. »Vielleicht sogar noch gestern . . .«

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Auf dem Tisch neben dem Bett lag eine Schachtel Zigaretten.

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»Schmeißen Sie sie aus dem Fenster, Schwester. Nie im Leben kommt mir eine Zigarette oder Zigarre wieder an die Lippen.« Lachend nahm die Schwester die Schachtel an sich. »Vergessen Sie nur nicht Ihr Gelübde!«

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»Das schwöre ich Ihnen und mir.« Und er mußte an die Importe denken, die Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- ihm gestern fortgenommen hatte. Es war die allerletzte Zigarre, die AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- geraucht hat . . .

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Neue Hustenanfälle im Laufe des Abends vertieften seine plötzliche Feindschaft gegen Tabak so sehr, daß schon der Gedanke an Tabakrauch in ihm Übelkeit hervorrief. – Und diese fanatische Abneigung gegen jeglichen Tabaksgenuß hat er LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. vererbt . . .

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative wurde für einige Augenblicke zu ihm gelassen.

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»Das geht ja großartig mit dir«, begann er sofort.

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»Ach ja«, mehr vermochte AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- nicht über die Lippen zu bringen. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative sah die Schwester erstaunt an.

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Sie flüsterte ihm zu: »Sie wundern sich gewiß über die helle Stimme . . .«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative nickte. »Nicht zum Wiedererkennen . . .«

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Dann setzte er sich auf den einen Stuhl neben dem Bett. »Ich soll von IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- Grüße bestellen. Im übrigen . . .«

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Die Schwester gab einen Wink. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative ging aus dem Krankenzimmer hinaus. Und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wimmerte: »Schwester, geben Sie mir eine Spritze . . .« Es war nicht die einzige, die er während dieser Nacht bekam. Es war eine endlose, qualvolle Nacht. Erst gegen Morgen fand er kurzen, dumpfen Schlaf.

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Als er gegen Mittag völlig erwacht war, fühlte er sich kraftlos wie nach einer Wüstenwanderung. Doch die Schmerzen waren gleichsam ferner geworden.

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Nur dann und wann zuckte ein Fragen in ihm auf: »Wer bin ich . . . was bin ich . . . was war . . . was wird . . .?«

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Dann kam Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , – mit Blumen und einer großen Flasche Eau de Cologne. Blumen! Wie ihr Duft das Krankenzimmer verwandelte!

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»Ach, mich mit Eau de Cologne übergießen, Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- ! Das ganze Zimmer durchträufeln!« rief er fast außer sich vor Freude.

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Und dann setzte sie sich zu ihm ans Bett, sprach zuversichtlich zu ihm, – und sie, die früher immer »Sie« zu ihm gesagt hatte, sprach jetzt im vertraulichen Du zu ihm. Das fiel ihm erst viele Tage später ein. Sie nannte ihn während dieser ersten Tage nie bei Namen . . .

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. . .Sie kam jeden Tag wieder zu ihm mit Blumen und guten Worten. So verging ein Tag, so vergingen zwei Tage, drei Tage. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- schlief meist. Es gab auch gar keine Träume die langen Nächte, durch die ihm
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Schlummermittel hindurchhalfen. Und jeden Morgen war Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- bei ihm mit frischen Blumen.

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Eines Tages hatte sie einen ganz herrlichen Frühlingsstrauß mitgebracht.

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»Diesmal darfst du nicht mir danken. Von einem guten Freund sind die Blumengrüße, du.«

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»Von Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost . . .?«

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IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- nickte.

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Sie öffnete den Brief, der an dem Strauß hing und las: »Jede Blume meines Sträußleins ist ein Gruß an LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.

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Lange verbargen die Blumen die Augen des Kranken. Auch Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- konnte nicht sehen, daß die Augen viele heiße Tränen weinten.

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»Ob ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost sie jemals wiederfinden wird?«

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»Wen?«

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»LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.

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Das fragte der Kranke, als er IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- eine Karte gab, die mit ein paar Zeilen beschrieben war.

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»Hast du das geschrieben?« fragte sie.

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»Ja, IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV --

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»Aber dann ist sie ja schon da, ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévosts LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ! . . . Sieh doch nur?«

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Er betrachtete die Karte und erkannte seine Schrift nicht wieder. Es war eine Frauenhandschrift . . .

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Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- eilte hinaus, der Assistenzarzt stand im Korridor, sie wies ihm die Karte. »Was sagen Sie dazu, Herr Doktor. Das hat doch kein Mann geschrieben?«

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»Nein«, sagte der überraschte Arzt, »nein, Sie haben recht. Eins nach dem andern bricht sich Bahn.«

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»Eins nach dem andern?«

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AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hörte deutlich die Worte . . .

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Und der Arzt antwortete: »Haben Sie nicht die völlig veränderte Stimme bemerkt? Sie hat sich doch aus einem Tenor in einen klaren Sopran verwandelt.«

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Als AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- wieder allein war, sprach er leise vor sich hin . . . wollte seine Stimme belauschen. Er war schon wieder eingeschlummert.

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Plötzlich wachte er auf. Mitten in der Nacht. Ein entsetzliches Schreien drang herein. Zuerst glaubte er, er selber habe geschrien. Er wollte nicht schreien. Er biß die Lippen zusammen. Doch der Schrei war schon wieder da. Nein, nicht er hatte geschrien. Es war wie der Schrei eines gemarterten Tieres . . . Er hielt es nicht länger aus. »Da wird jemand ermordet, Hilfe, Hilfe!« schrie er, suchte den Klingelknopf, schellte. Die Tür wurde aufgerissen. Das Licht unter der Zimmerdecke flammte auf. Die Krankenschwester stand vor ihm. »Was ist mit Ihnen geschehen?«

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»Mit mir?« Schon wieder gellte der Schrei.

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»Ich bekam solche Angst, Schwester. Liegt da jemand im Sterben?«

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Die Schwester schloß die Tür zum Korridor, zog den beiseite geschobenen Filzvorhang vor die Tür . . . »Eine junge Frau hat ein Kind geboren . . . ein kleines, süßes Mädel . . . Was glauben Sie wohl, wie schwer es ist, zu gebären . . .«

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Am nächsten Morgen war IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- wieder da.

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»Du«, rief sie ihm beim Eintreten entgegen, »weißt du, wer sich für die nächsten Tage angemeldet hat?«

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG --

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»Ja, hier hast du ihren Brief.«

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Aus einem großen Strauß mußte er den Brief herausholen, und er las noch darin, als Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- mit dem Assistenzarzt ins Zimmer trat.

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»Herr ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- «, rief AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- da, »sagen Sie bitte, wann kann ich auf stehen?«

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»Wozu die Eile, es geht uns doch vortrefflich hier im Bett unter Blumen und milden Händen.«

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DresdenDresden -- City in Germany 1930 Nach der Operation

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»Doch, doch, Herr ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- , es eilt, in drei Tagen trifft meine Frau ein.«

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»Ihre Frau . . .?« Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- stutzte. »Stimmt ja . . . ja . . . Na, abwarten, abwarten, – etwas verändert wird Madame Sie sicher wohl finden.«

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Dann verließ er hastig mit seinem Begleiter das Zimmer.

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»Habe ich mich lächerlich benommen, IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- ? Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- sah mich mit so komischen Augen an.«

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»Dumme LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .« Das war alles, was IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- als Antwort wußte.

X

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Drei Tage später, frühmorgens, traf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ein.

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Die wachthabende Schwester wußte sofort, wer sie war.

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Ein paar Augenblicke noch, und sie stand im Krankenzimmer.

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Mit ausgebreiteten Armen stand GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mitten im Raum, konnte sich nicht rühren. Sie kämpfte mit Tränen. Sie wollte ein frohes Wort als Gruß sagen und sank aufschluchzend vor dem Krankenbett nieder . . .

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Spät abends, allein mit dem Ansturm durcheinander wirrender Gedanken und Empfindungen, schrieb GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- diesen Brief an den Freund in ParisParis -- City in France, an Claude LejeuneClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost:

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»ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, nur andeuten kann ich, was ich heute hier durchgemacht habe. Ich glaubte, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- zu finden. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ist tot. Denn ich fand ihn nicht wieder. Ein bleiches Wesen fand ich. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., und doch war es nicht LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., wie wir sie in ParisParis -- City in France gekannt haben. Es war eine andere. Neu in Stimme und Ausdruck des Auges, neu in dem Druck ihrer Hand, eine unsagbar Verwandelte. Oder war es ein Wesen, das auf dem Wege ist, sich selber zu finden? Dies muß es wohl sein. So fraulich
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und unberührt von dem Leben. Nein, fraulich ist nicht das richtige Wort. Mädchenhaft muß ich wohl sagen. Vielleicht kindlich, tastend, mit tausend Fragen im Schauen. Eine ,Nova Vita' . . . Ach, ich suche hier nach Worten, selber bis ins Tiefste erschüttert . . . Welch ein Geschick, ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost! Unfaßbares Schauern schüttelt mich, überdenke ich all dies. Eine Gnade des Himmels ist es, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. selber noch zu schwach ist, jetzt rückwärts und vorwärts zu blicken. Kaum daß sie imstande ist, ihren augenblicklichen Zustand völlig zu erkennen. Ich sprach mit den Ärzten. Dieser erste Eingriff, der ja erst einen Beginn darstellt, sei über alle Erwartungen günstig verlaufen. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hat aufgehört zu existieren, sagten sie. Seine Keimdrüsen, oh, dieses mystische Wort, seien ihm genommen. Was jetzt noch zu geschehen sei, würde in DresdenDresden -- City in Germany bei Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- vor sich gehen. Von Hormonen erzählten mir die Ärzte; ich tat so, als wüßte ich, was sie meinten. Jetzt habe ich mir ein Wörterbuch genommen und nachgelesen, daß es sich dabei um ,für Lebensvorgänge wichtige Absonderungen innerer Organe' handelt. Aber klüger bin ich nicht geworden. Muß man denn aber mit Klugheit und Wissen sich ausrüsten, um ein Wunder begreifen zu können? Muß man überhaupt ein Wunder begreifen? Ich nehme das Wunder hin wie ein gläubiger Mensch. Was ich hier in der KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin gefunden habe, möchte ich die Enträtselung des geliebten Wesens nennen, dessen Leben und Qual wir alle, die wir es die vielen, schweren Jahre daheim mit erlebt haben, als ein unlösbares Rätsel empfunden haben . . . Enträtselung . . . Das ist es wohl. Doch die Enträtselung ist noch nicht vollbracht. Ich weiß es. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ahnt es. Ihren zerschundenen Leib darf sie selber noch nicht sehen. Er liegt verbunden, ihr selber und wohl auch den Ärzten noch ein Geheimnis, das erst KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- ganz lüften darf. Sie alle hier, die Ärzte, die Schwestern,
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unsere Freunde NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative und IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , haben mir ihre Verwunderung über die unerhört große äußerliche Veränderung an ,unserm PatientenLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.' – denn sie wissen nicht recht, ob sie dieses Wesen noch als Mann oder aber schon als Weib ansprechen sollen – unverhohlen ausgedrückt. Was ist ihre Verwunderung gegen meine? Sie haben das kranke Wesen jeden Tag jetzt gesehen. Aber ich, nur zwei Wochen von ihm getrennt gewesen, ich hätte dieses geliebte MenschenkindAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- jetzt kaum wiedererkannt. Und so wie es mir ergangen ist, wird es einst Dir ergehen, Dir und ElenaElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- und ErnestoErnesto Rossini (fictional) Linked to: #allatiniE -- , denen Du diese Zeilen zeigen mußt. Denn mehr kann ich heute nicht schreiben. Nur noch dies, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., diese neue, süße LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., wie, oh, ich muß es aussprechen, weil es die Wahrheit ist, wie ein Schwesterchen in meinen Armen lag, viel, viel Tränen weinte und einmal ganz leise schluchzend zu mir sagte: ,Bist du mir auch nicht gram, daß – (und da sah sie mich mit fassungslosen Augen an) AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- dich um deine schönsten Jahre betrogen hat?' – ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, ich konnte vor Erschütterung kein Wort über die Lippen bringen – und als ich es endlich hätte aussprechen können, was ich fühlte, da wagte ich es nicht. Nicht mich, dachte ich, hat AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- betrogen, nicht mich, wohl aber dich, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., meine süße, blasse LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., dich um deine jungjungen Mädchenjahre . . . ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost, Du und ich und wir alle müssen der betrogenen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. helfen, AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Betrug an ihr wieder gutzumachen . . .«

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Viele Monate später hat LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. diesen Brief gelesen. ClaudeClaude Lejeune (fictional) Linked to: #prevostClaude -- Modeled on Claude Prévost gab ihn ihr.

– – – –

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Am nächsten Morgen – die Nacht hatte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- allein in einem Hotel verbracht – machte die Oberschwester den Vorschlag, noch ein Bett in das Krankenzimmer zu stellen, damit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- bis zur Abreise nach DresdenDresden -- City in Germany, die
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in wenigen Tagen würde stattfinden können, in der Nähe des Patienten sein konnte.

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»Herrlich«, flüsterte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- entzückt, nahm die Schwester bei der Hand, zog sie mit sich hinaus in ein Nebenzimmer, das leer stand, hatte geschwind ein Köfferchen, das sie im Korridor hatte stehen lassen, geholt, öffnete es geheimnisvoll und wisperte fast unhörbar: »Liebste Schwester, aber jetzt dürfen wir nicht mehr von dem Patienten sprechen!« Die Schwester begriff nicht, was GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- damit meinte, sah sie nur fragend an.

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»Bitte«, mit schnellem Griff hat GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- aus dem Köfferchen ein Seidennegligé hervorgeholt.

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»Wie Sie das kleiden wird, gnädige Frau!«

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»Mich? . . . Nein, Schwesterchen, das ist ein Geschenk von unserer Pariser FreundinElena Rossini (fictional) Linked to: #allatiniH -- für unsere – Patientin da drinnen! – Aber bitte, nichts verraten – vor morgen früh!«

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Und als es wieder Morgen war, saß im duftigsten Pariser Negligé LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., noch recht blaß und zag, aber dennoch so grenzenlos froh, in dem weißen Krankenbett. Und der Assistenzarzt traute kaum seinen Augen. »Fabelhaft! Mein Kompliment, gnädiges Fräulein! Und wenn Sie sehr brav und vorsichtig zu sein versprechen, dürfen Sie heute zwei Stunden aufstehen und sich Ihrer erstaunten Umwelt zeigen! Aber bitte schön, nur hier im Zimmer! Mehr dürfen wir uns noch nicht Zutrauen!«

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Eine Schwester nach der anderen huschte herein. Grenzenloses Erstaunen bei allen.

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So und nicht anders nahm man in der Berliner KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin das an diesem noch recht müden Menschenwesen geschehene Wunder hin, ohne Neugier, ohne langes Fragen, und als abends sich Professor GebhardDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- zur Visite einfand, küßte er mit galanter Selbstverständlichkeit seiner Patientin die zitternde Hand. »Guten Tag, Mademoiselle«, sagte er, »ich beglückwünsche Sie. Sie sind auf dem besten Wege.«

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Dann erst bemerkte er GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- . »Ah, Madame, willkommen.«

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Einen Augenblick lang standen sich der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- nicht ohne verhaltene Erschütterung stumm gegenüber.

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Dann brach LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. das Schweigen. »Ja, Herr ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- , das ist Madame GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , die . . .«

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Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- fand ein gütiges Lächeln. » . . . ich weiß, die mit dem uns auf so mirakulöse Weise entwichenen Monsieur Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- verheiratet war. Männer sind nun einmal untreue Wesen, Madame.« Und damit war auch in diesem Augenblick auf echt deutsche Weise, wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- später ihren Freunden erzählt hat, das erlösende Wort gefunden worden.

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Wie unbeteiligt nahm LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. selber all dies während ihrer ersten Berliner Tage hin. Man konnte ihr kaum irgendwelche Erregung anmerken, eher eine Art Entspannung. Auch vermied sie es, irgendeinen verwunderten Blick der anderen durch ein Wort oder auch nur durch eine Geste zu erwidern.

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»Wir müssen sie in Frieden lassen«, sagte dann heimlich GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- zu ihnen. »Sie ruht in sich aus. Es ist ja alles erst eine Art Übergang. Der große, befreiende Aufschwung bereitet sich in ihr erst vor.«

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In diesen Tagen begann GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ein Tagebuch zu führen. Jeden Abend trug sie darin ihre Beobachtungen, ihre Erlebnisse, die im Zusammensein mit der neuen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf sie einstürmten, ein. Einfache, leise, wie tastende Sätze, auf der Suche nach dem Weg der Freundin, diesem schweren, wunderbaren Weg, auf dem LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. kaum die ersten Schritte versucht hatte . . .

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Hier ist ein Blatt dieses begonnenen Tagebuches:

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»Mit unsagbarer Geduld erträgt LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. alles. Wohl weint und jammert sie, wenn sie abends und morgens neue
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Verbände erhält, wenn Klammern gelöst und Fäden abgetrennt werden müssen, wenn die noch frischen Narben bepinselt werden. ,Das muß wohl so sein', sagt sie mit einer Geduld, die ich nie vorher an ihr erlebt habe. Sie hat nur einen Wunsch, bald nach DresdenDresden -- City in Germany zu kommen, zu ihrem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . Nur so spricht sie von ihm oder sie nennt ihn ihren Wundermann. Von der Vergangenheit spricht sie mit keinem Wort. Es will mir oft scheinen, als habe sie noch gar keine Vergangenheit gehabt. Als glaube sie auch noch nicht recht an eine Gegenwart. Als erwarte sie erst von KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- , ihrem Wundermann, ihren eigentlichen Lebensbeginn.«

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Hier eine andere Eintragung:

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»Mit IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- hatte ich heute, ohne daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wußte, was wir vorhatten, Besorgungen gemacht. Wir müssen uns ja für die Reise nach DresdenDresden -- City in Germany vorbereiten. Nachmittags kamen wir wieder zu LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. Einen großen, bunten Karton brachten wir mit. ,Rate, was wir für dich mitgebracht haben', sagte ich sehr froh. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sah uns ruhig und ohne Lächeln an. ,Ich weiß es nicht.' Das war ihre einzige Antwort. Dann öffnete IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- den Karton. Darin lag ein brauner Pelzmantel. ,Der ist für dich, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.', sagte IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , breitete den Pelz vor LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. aus, zeigte ihr das schöne Seidenfutter. ,Wird Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- mich nicht ausschelten, wenn ich so zurechtgemacht vor ihn hintrete? Er erkennt mich ja gar nicht wieder.' Und ihre Augen waren traurig geworden. – Gott, ihre Augen . . . Eigentlich sind sie immer traurig, auch wenn sie lächeln. AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- hatte ganz andere Augen. Auch die LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in ParisParis -- City in France. Ich glaube, die Augen der LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. von heute sind noch nicht ganz wach geworden. Sie glauben noch nicht . . . Oder mag sie es noch nicht zeigen, daß sie glaubt?«

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An diesem Tag schrieb LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ihren ersten Brief – an den Schwager in KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark brother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband.:

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»BerlinBerlin -- City in Germany, 14. März 1930

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Lieber Christianbrother-in-law (fictional) Linked to: #thomsenTC -- Andreas Sparre's sister's husband.,

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jetzt ist es LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., die schreibt. Ich sitze in meinem Bett in Seidenhemd mit Spitzen, frisiert, gepudert, mit Armband, Halskette, Ringen. Sogar mein feierlicher ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- nennt mich LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., und alle machen mir wegen meines Aussehens Komplimente, aber ich sehe noch müde aus nach der Operation und den fürchterlichen Nächten danach. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ist gekommen. Sie war ausgegangen, um mir einen warmen Mantel zu kaufen, damit ich in der nächsten Woche nach DresdenDresden -- City in Germany fahren kann. Die Operation, die hier vorgenommen worden ist, erlaubt mir, in die Klinik für FrauenWomen's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden (ausschließlich für Frauen) zu kommen. Und jetzt fühle ich Mut zu der großen Operation. Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- sagt, ich hätte so gutes frisches Fleisch zum Dreinschneiden . . . Tausend Dank für den Scheck . . . Wenn wir nach DresdenDresden -- City in Germany gereist sind, werden alle Briefe nachgeschickt . . . Jetzt sage ich mit dem größten Leichtsinn: gleichgültig, was für Schmerzen meiner warten. Denn ich bin so glücklich, und in wenigen Monaten werde ich ganz gesund sein, ein frisches Mädel. Ich umarme Dich und die Schwestersister (fictional) -- Andreas Sparre's sister in narrative; modeled on Christiane Wegener Thomsen, Einar's sister.

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Eure LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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Im größten Geheimnis schrieb ich diesen Brief! Sprich zu niemand davon!«

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Es war Winterwetter in BerlinBerlin -- City in Germany, als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. einige Tage später, in ihren neuen Pelz vermummt, zum erstenmal die KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin für einige Stunden verlassen durfte. Der ProfessorDr. Gebhard (fictional and historical) Linked to: #gohrbandt -- hatte ihr eine Autofahrt »verordnet«. – »Wir müssen uns nun jeden neuen Tag für die große Reise nach DresdenDresden -- City in Germany vorbereiten, Gnädigste«, erklärte er, »etwas Luft schnappen, unter Menschen kommen, neue Kräfte sammeln.«

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Unter Menschen kommen . . . Bei diesen Worten horchte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf. Eine heimliche Furcht befiel sie. Sie ließ sich aber nichts anmerken. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative und IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- holten sie mit GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , die nicht von ihrer Seite wich, ab.

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Als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. vor der Klinik stand, matt auf NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative' Arm gestützt, war die Furcht aufs neue da . . . Ängstlich, zag wie eine Gefangene, die nach langer Haft zum erstenmal wieder die helle Luft der Freiheit einatmet, sah sie aus, scheu sich umblickend, als fürchte sie, daß alles um sie herum nur ein Trug sei.

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Sie zögerte, weiter zu gehen.

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»Komm nun, Kind«, sprach GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- leise zu ihr.

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»Sie ist hochmütig«, lachte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, »sie will natürlich allein gehen.«

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»Nein, nein«, sehr erschrocken kamen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Worte, »mich nicht allein stehen lassen. Nur noch einen Augenblick. Ich muß die Luft erst einmal wieder richtig schmecken. Diese Luft . . .«

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Als LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., eng an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- geschmiegt, im Wagen saß, schloß sie die Augen. »Kümmert euch nicht um mich. Ich muß mich erst wieder an all das gewöhnen . . .«

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Und so fuhr sie durch das brausende Leben des KurfürstendammKurfürstendamm -- s, wie eine Schlafwandlerin, stumm, in sich verriegelt . . .

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Zwei Stunden währte die Fahrt. Dann brachte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- die Müde wieder in ihr Bett. Kaum, daß sie von den herbeigeschafften Speisen ein wenig genippt hatte, war sie eingeschlummert. Bis in den nächsten Morgen.

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Gegen Mittag holte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative sie beide wieder ab. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war schon viel beherzter geworden. »So, heute will ich euch nicht langweilen. Auch mich nicht. Ich habe sogar ordentlich Hunger auf – Menschen . . .«

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»Sind wir etwa keine?« fragte belustigt NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative.

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»Doch, aber fremde Menschen . . . ja, fremde Menschen einmal Wiedersehen.«

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»Ausgezeichnet, glänzender Vorschlag, meine Gnädigste« – und jetzt entschied NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, daß bei ihm »diniert« werden sollte, zur »Feier des Tages«. Geheimnisvoll ließ er vor einem Telefonkiosk halten, stieg aus – er wolle nur IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- verständigen. Und mit noch geheimnisvollerer Miene kehrte er zurück.

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In einer Viertelstunde war man angelangt. IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- empfing die Freundinnen draußen vor der Korridortür. Einen großen Strauß Rosen drückte sie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in die Arme. »So, nun tapfer sein, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., jetzt findest du alles, was dein Herz begehrt.« – Und dann wurde ihr eröffnet, daß drinnen eine – junge Dame aus KopenhagenCopenhagen -- City in Denmark Karen Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg sei, die weder LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. noch GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- noch – AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- kannte, der man den Besuch einer »gerade aus ParisParis -- City in France importierten Fransözin« angekündigt habe.

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»Um Himmels willen«, rief fast außer sich LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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»Keine Widerrede. Du hast jetzt die ‚importierte Pariserin' zu spielen«, erklärte IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , »meine Freundin weiß, daß du weder deutsch noch dänisch verstehst. Und sie versteht kein Wort französisch. Ich hab ihr gesagt, daß du eine schwere Krankheit durchgemacht hast und noch sehr erholungsbedürftig seist. Du verstehst weder deutsch noch dänisch.« Und schon hatte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative die Widerstrebende beim Arm genommen. »Hereinspaziert, meine Lieben!« kommandierte er, und ehe sie noch recht zur Besinnung kam, saß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in dem weichen, tiefen Sessel seines Arbeitszimmers, in dem vor ein paar Wochen eine Nacht hindurch Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- die Wanderung seines Lebens ihm hingebeichtet hatte . . .

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Dann öffnete sich die Tür . . . eine junge Kopenhagener Schauspielerin, Karen WärdalKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg – die GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- seit vielen Jahren kannte, stand vor LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. glaubte, daß ihr das Herz zerspringen müßte. Fieberröte schoß in ihr blasses Gesicht. Doch niemand merkte ihr auch nur die geringste Erregung an.

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»Darf ich vorstellen«, begann lächelnd Frau IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- , »Fräulein Karen WärdalKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha WambergMademoiselle Julie StuartLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..« Und dann sich an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- wendend: »Ihr beiden kennt euch ja.«

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»Aber ja«, rief Karen WärdalKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg begeistert, »wie geht es Ihrem Gatten AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ?« Und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- erklärte, daß es AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- vorzüglich gehe, daß er leider wegen Arbeitsüberhäufung ParisParis -- City in France nicht habe verlassen können . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. saß dabei, hörte das auf dänisch geführte Gespräch völlig unberührt an, beantwortete jede Frage, die Fräulein KarenKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg auf dänisch stellte und von GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- oder IngerInger Hvide (fictional) Linked to: #knudsenV -- geschwind ins Französische übertragen wurde, im elegantesten Französisch . . .

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Das Mädchen bat zum Essen. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ließ sich von NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative ins Eßzimmer geleiten. Die Konversation sprudelte von einer Sprache in die andere spielend dahin, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. agierte die vollendeste Pariserin, als habe sie nie im Leben ein dänisches Wort gehört. Mit Selbstverständlichkeit nahm sie Fräulein KarenKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wambergs Komplimente über ihr »unerhört schickes Pariser Kostüm« hin – diesmal spielte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative den Dolmetsch, und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. vergaß in der Freude über dieses recht überschwengliche Lob ihres Anzuges, daß ihre schnell besorgte Garderobe durchaus nicht Pariser Ursprungs war, sondern aus einem Berliner Damenatelier stammte.

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Nicht mit einer Miene verriet sie sich! Wohl mußte sie sich manchmal auf die Zunge beißen, um sich nicht plötzlich in das auf dänisch geführte Gespräch zu mischen . . . Fast zwei Stunden währte diese Komödie. Es wurde viel gelacht . . . auf dänisch. Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. lachte erst, sobald man ihr den Grund des »dänischen Gelächters« französisch übersetzt hatte . . .

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Dann konnte sie nicht mehr . . . Sie war zum Umsinken müde. Sie bat GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , sie – in ihr Hotel zu geleiten.

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Lächelnd verabschiedete sie sich von Fräulein KarenKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg.

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»Nächstes Mal, sehen wir uns, werde ich auf französisch radebrechen«, rief die junge KopenhagenerinKaren Wardal (fictional) -- Possibly modeled on Sascha Wamberg ihr noch nach. »Auf Wiedersehen in ParisParis -- City in France . . . und Frau GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , nicht vergessen, Monsieur AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- von mir zu grüßen . . .«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative begleitete die beiden wieder in die KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin.

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»Nein«, sagte er, als sie im Wagen saßen, »das hätte ich nicht für möglich gehalten. Jetzt glaube sogar ich felsenfest an Wunder!«

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sank müde in sich zusammen. Stumm ließ sie sich wieder durch die jetzt aus tausend und aber tausend Lichtern funkelnde, dröhnende RiesenstadtBerlin -- City in Germany fahren. Als der Wagen vor der KlinikProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin hielt, mußte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in ihr Zimmer tragen. Er trug eine Schlafende.

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So verlief LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s erstes Zusammentreffen mit einem – fremden Menschen.

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»Daß sie mich nicht wiedererkannt hat . . .« wehmütig sagte sie dies.

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»Aber Kind«, entgegnete GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lächelnd, »das sollte dich doch froh machen. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., meine neue LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. kennt ja noch niemand draußen. Du sollst doch erst mit dem Leben anfangen . . .«

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An diesem Morgen konnte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- noch nicht verstehen, noch nicht fassen, daß LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Wehmut Furcht vor Freundearmut war . . .

XI

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Am nächsten Morgen traf die erste Nachricht von Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- aus DresdenDresden -- City in Germany ein. Alles sei zur Aufnahme bereit. Falls der körperliche Zustand des Patienten -@Editor: PLC es im übrigen erlaube, könne sogleich die Reise nach DresdenDresden -- City in Germany angetreten werden. Zuvor sei nur noch ein
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Besuch bei Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified, der vor kaum zwei Wochen Andreas SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- s Blut untersucht hatte, zweckmäßig, damit dieser Arzt auch das Blut des Patienten nach der ersten in BerlinBerlin -- City in Germany vorgenommenen Operation untersuchen könne . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- las LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. dieses Schreiben vor, sehr langsam, ihre Stimme bebte vor Erregung.

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»Wir fahren natürlich morgen früh«, sagte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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»Gut, dann müssen wir also heute noch zu Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified

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Und schon war GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- auf den Korridor hinausgeeilt, um sich mit dem Laboratorium des Biochemikers Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified Dr. Karner's laboratory -- verbinden zu lassen.

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Als sie wenige Minuten später zurückkam, mit der Nachricht, daß Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified erst in einer Stunde anwesend sein würde, fand sie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit dem Brief von Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- in der Hand vor dem Fenster stehen.

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»LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., wir können uns gleich auf den Weg machen. Wir können ja etwas zu Fuß gehen. Das wird dir nur gut tun.«

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»Nein, nein, nicht gehen. Denn . . . ich mag mich noch nicht . . . auf der Straße zeigen . . . « Und dann kamen die Tränen.

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Unterwegs erzählte GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- dann ganz beiläufig, daß die Assistentin des Arztes, mit der sie telefoniert habe, ihren Namen nicht verstanden habe. »Es war ja auch etwas schwierig, ihr klar zu machen . . .«

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Zufällig kam ihr Wagen gleichzeitig mit dem Auto von Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified vor dem LaboratoriumDr. Karner's laboratory -- an.

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»Guten Tag, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified«, sagte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., ihn sogleich wiedererkennend, und reichte ihm die Hand hin.

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»Guten Tag, gnädige Frau«, antwortete der ArztDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified, augenscheinlich erstaunt, als suche er in seinem Gedächtnis nach ihrem Namen.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. blickte vor sich hin, sah dann GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- an, faßte sich endlich ein Herz: »Ich bin – ich bin aus der Klinik von Herrn Professor ArnsProf. Gebhard's Sanatorium -- Historical place not identified; possibly modeled on Erwin Gohrbandt's private clinic at Augsburger Str. 63 in Berlin – ich bin Lili SparreLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .« Es war das erstemal, daß sie ihren Namen aussprach . . . sie hörte sich selber sprechen. Eine unsagbare Scham brannte in ihrem Blut . . . »Erkennen Sie mich denn nicht wieder, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified

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»Aber natürlich, gnädige Frau, natürlich«, antwortete Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified, doch man hörte seinen Worten an, daß er keine Ahnung hätte, wen er vor sich hatte.

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»Es handelt sich um eine Blutprobe, soviel ich verstehe«, fuhr er recht nervös fort, führte die beiden Damen durch die Vorhalle und dann in das Wartezimmer.

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»Ja, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified – aber erkennen Sie mich immer noch nicht?«

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Der ArztDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified wurde nur noch, verwirrter. »Sparre . . . Sparre . . . Natürlich, der Name klingt mir bekannt . . . Vor ungefähr vierzehn Tagen war Herr SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- bei mir . . . ebenfalls von Herrn Professor ArnsProfessor Arns (fictional) -- Historical figure not identified zu mir geschickt . . . Aber ich entsinne mich nicht, daß Sie, gnädige Frau . . .«

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»Der . . . Herr . . . und . . . ich . . ., Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified, . . . ist ja ein und dasselbe . . . Wesen . . .«, stammelte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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»Wie beliebt?« Völlig entgeistert blickte Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified von einer Dame auf die andere – sah dann auf seine Taschenuhr, verbeugte sich schnell. »Oh, Sie entschuldigen mich einen Augenblick – die Damen sind Ausländerinnen, natürlich . . .« Und schon war er aus dem Wartezimmer heraus.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. blickte außer sich vor Verwirrung GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- an. »Ich glaube, ich verliere den Verstand.«

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lachte. »Der Ansicht ist dein DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified sicherlich ebenfalls. Er hat bestimmt keinen Ton von dem, was du ihm da erzählt hast, verstanden.«

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Da begann LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. plötzlich zu lachen. »Aber das ist ja herrlich. Er erkennt mich also auch nicht wieder . . .«

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Eine Schwester war hereingekommen und bat sie, mit ihr zu gehen. Der ArztDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified wartete in dem Laboratorium, das LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sofort wieder erkannte, auf sie, hielt ein kleines Instrument, einer Morphiumspritze ähnlich, in der Hand, eine durchsichtige Glasspritze, lächelte, immer noch etwas befangen. »Bitte schön, gnädige Frau . . .«

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Sie hörte die Anrede im Ohr aufklingen . . . gnädige Frau . . .

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»Bitte schön, gnädige Frau, wollen Sie hier Platz nehmen . . . und den Ärmel etwas hochschieben . . . bis über den Ellbogen . . . damit ich die Ader frei bekomme . . . So, danke verbindlichst, gnädige Frau . . .«

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. fing mit einer nie gekannten Hellhörigkeit Wort für Wort auf, ihr war, als blieben die Worte im Raume hängen . . . ihre Augen sahen unverwandt auf die Spritze, deren Nadel sich behutsam in ihren Arm bohrte, sie sah, wie sich der Glasbehälter langsam mit ihrem Blut füllte . . . und dann wurde sie ohnmächtig. –

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Als sie wieder zu sich gekommen war, sah sie sich scheu um.

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Der ArztDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified stand lächelnd neben dem Operationsstuhl.

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»Habe ich lange hier gelegen, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified

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»Nur ein paar Minuten . . . Tat es denn so weh? . . .«

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»Weh . . . nein, nein, ich bin sonst eigentlich nicht so wehleidig . . . Das müssen Sie doch wissen . . .«

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»Richtig, das war Herr SparreAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ja auch nicht . . . Sparre, wenn ich recht verstanden habe, gnädige Frau, Ihr Gemahl . . .«

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»Mein? . . . ja . . . ja . . .« Sie wußte vor Verwirrung nicht wohin mit ihren Augen.

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Jetzt lachte der ArztDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified. »Also habe ich vorhin doch richtig verstanden. Die deutsche Sprache ist eine schwere
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Sprache. Es war sehr lustig, wie Sie sich vorhin ausgedrückt hatten – so, als hätten Sie gesagt, Sie und Ihr Gatte wären ein und dieselbe Person . . . Hahaha . . .«

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»Aber Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified . . .«

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»Liebe, gnädige Frau, glauben Sie mir, auch unsereins sagt die unglaublichsten Dummheiten, wenn er sich einmal in einer fremden Sprache verständlich machen soll . . . Übrigens, um von Ihrem Gatten zu sprechen - eine stählerne Natur, wirklich – jetzt entsinne ich mich natürlich – so krank und mitgenommen er auch aussah, neulich, als ich ihn im selben Stuhl vor mir hatte, in dem Sie jetzt sitzen – mit keinem Wort streifte er sein Leiden, lehnte jede Hindeutung bewußt ab . . . statt dessen unterhielten wir uns, wie es bei Männern nun einmal hierzulande zur Übung geworden ist, zumal wenn der eine Part aus dem Ausland kommt, über Politik – während ich ihm etwas Blut abzapfte. Daß so etwas nicht schmerzlos vor sich geht, weiß ich natürlich sehr wohl, auch wenn Ihr Gatte so tat, als ob . . . Und zwar mit Erfolg. Während Sie, gnädige Frau . . .«

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»Aber ich bitte Sie, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified . . .«

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»Aber meine Gnädigste, das ist doch Ihr verbrieftes Vorrecht . . . Sie als Repräsentantin des schwächeren Geschlechts – während Ihr Herr Gemahl als, wenn ich mich als Arzt so ausdrücken darf, Prototyp des masculini generis . . .«

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»Liebster Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified«, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. lachte jetzt schallend – sie hatte sich erhoben und sah ihn, übermütig fast, in die Augen, »wenn Sie ahnten, welch eine Lektion Sie mir mit Ihren Worten erteilt haben!«

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»Lektion?« – der Arzt neigte sich ritterlich zu ihrer Hand nieder, »aber ich bitte Sie, meine Gnädigste, ich bewundere Sie geradezu. Unaufgefordert lassen Sie an sich die gleiche Blutprobe vornehmen wie Ihr Gatte – was übrigens sehr vernünftig war. So etwas bringen nur
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Frauen fertig! Geteiltes Leid, halbes Leid . . . Habe ich mich nicht gut aus der Affäre gezogen?«

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»Vortrefflich, Herr DoktorDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified. Und nun auf Wiedersehen!«

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»Auf Wiedersehen, und meine besten Empfehlungen an den Herrn Gemahl!«

– – – –

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , Liebste«, sagte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., als sie mit ihr zusammen wieder im Freien stand – »ich bin jetzt so weit, daß ich, ohne mit der Wimper zu zucken, die Komik der Situation, die ich soeben vor mir gesehen habe, mit fröhlicher Gelassenheit hinnehmen will. Täte ich es nicht, ich müßte entweder irrsinnig werden oder aber – mich selber verlieren.«

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Abends schrieb GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- in ihr Tagebuch nieder: »LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ist immer und wohl noch lange auf der Suche nach ihrer Bestätigung . . . Man wird es ihr nicht leicht machen . . . Man . . . damit meine ich – die einstigen Gefährten von AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- . . .«

– – – –

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»Komm«, sagte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., »jetzt will ich meinen ersten Spaziergang durch BerlinBerlin -- City in Germany machen.«

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So gingen sie beide von Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identifieds LaboratoriumDr. Karner's laboratory -- durch das Getümmel der großen StadtBerlin -- City in Germany zwischen fremden Menschen dahin. Es war ein sonnenblanker, frischer Frühlingstag. Der Himmel war wolkenlos und seidig blau. Die Luft fühlte sich an wie eine einzige Liebkosung. Die Gesichter der Menschen, denen sie begegneten, hatten so leuchtende, frohe Augen, stellte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. froh bewegt fest. »Ob ich wohl auch so aussehe, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ?« fragte sie viele Male. Und wie sie so dahin wanderten, Arm in Arm, blieben sie oft vor Schaufenstern stehen, Auslagen von »fraulichen Läden«, wie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. lächelnd immer wieder sagte. Sie konnte sich nicht satt sehen an all dieser Pracht von »Seidigem« – und sie spiegelte sich
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in jeder Vitrine. »GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , sag mir, sehe ich – gut aus in meinem Pelz . . . Sehe ich anders aus als - du?« Und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- lächelte sie an. »Kind, denk doch nur an deinen Doktor KarnerDr. Karner (fictional) -- Historical figure not identified – und sei froh, daß wir soweit gekommen sind.«

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Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. fragte nicht mehr. Nur dann und wann streifte ihr Blick wie forschend Menschen, die vorübergingen. Ein unablässiges Fragen wühlte in ihr. Doch sie ließ es nicht laut werden. Sie zwang sich, ein frohes Lächeln zu zeigen und sich selber immer und immer wieder zuzuflüstern: »Niemand kennt mich und mein Schicksal hier in der großen StadtBerlin -- City in Germany. Niemand mißtraut mir. Niemand. Ich darf in Frieden mein Geheimnis mit mir herumtragen. Niemand errät mich. Und es ist heller Tag. Mit viel Sonne.«

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Recht müde hing sie an GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Arm. »GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- «, sagte sie einmal, »GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , du schämst dich meiner doch nicht . . .«

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Als GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- sie überrascht ansah, tat LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. so, als sei ihr etwas ins Auge geflogen.

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»Aber was ist dir? . . .«

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»Nichts . . . nichts . . . wir fahren morgen nach DresdenDresden -- City in Germany . . . Und ich freue mich, daß NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative uns begleiten will . . . Mitunter überfällt mich solche Angst . . . Ich weiß nicht, weshalb.«

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Dieses Angstgefühl steigerte sich in der letzten Nacht vor der Abreise nach DresdenDresden -- City in Germany so sehr, daß GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- die Oberschwester zu Hilfe rufen mußte.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. weinte und weinte viele verzweifelte Stunden lang. »Ich kann nicht . . . ich kann nicht . . . Wie soll ich Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- unter die Augen treten . . . Er kennt mich ja nicht . . . er weiß ja gar nicht, wer ich bin . . . ich fürchte mich . . . ich möchte am liebsten vorher sterben . . .« Als sie endlich nicht mehr weinen konnte, lag sie, vor sich hinstarrend, in ihrem Bett.

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Tausend Ängste faßten sie an. Die Bahnfahrt nach DresdenDresden -- City in Germany, inmitten von fremden Menschen . . . die Ankunft in einer neuen, großen Stadt . . . der Weg in die KlinikWomen's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden . . . wieder fremde Menschen . . . mit neugierigen Augen . . . und dann der ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- . . . wie wird er sie empfangen . . .

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. wußte selber nicht, was in ihr vorging . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatte längst die Koffer gepackt, hatte viele frohe Worte zusammengefunden, hatte von gleichgültigen Dingen erzählt – teilnahmslos hatte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. dagelegen. »Und morgen soll ich vor Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- stehen . . . und niemand kann mir helfen . . . niemand . . .« Immer wieder sprach sie flüsternd diese Worte. Und wenn GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ihr sagte, daß sie und Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- doch nur einen einzigen Gedanken hätten, ihr beizustehen, und daß es undankbar sei, jetzt, gerade jetzt zu verzagen, dann schüttelte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. nur müde den Kopf. »GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , ich weiß es besser . . . Niemand kann mir helfen . . . Es ist viel zu schwer für einen müden Menschen . . .«

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Frühmorgens, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- schlief noch –sie war so spät erst eingeschlafen –, stand LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf, zog sich an, betrachtete sich, ging leise, damit sie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- nicht störe, vor dem nicht sehr großen Spiegel, den GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- mitgebracht und über dem in einen Toilettentisch umgewandelten Nachttisch aufgehängt hatte, auf und ab. – Sie gefiel sich nicht . . . Häßlich und ausdruckslos erschien ihr ihr Spiegelbild . . . eine trübe, müde, blutleere Larve . . . Sie setzte sich auf den einen Koffer nieder, legte den Kopf in die Hände.

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»LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . .« GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Arme lagen um LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Hals. »Jetzt siehst du aus wie eine Mutter, die sich Sorgen um ihr Kind macht, du . . .«

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». . . die sich Sorgen um ihr Kind . . .« LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sprach langsam die Worte nach. »Ja . . . um ihr mißratenes Kind . . Ob solch eine Mutter je wieder froh werden kann?«

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So begann der Tag. Und es gab wieder viele schwere Stunden. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative kam bald.

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»Wie ein Offiziersfräulein sieht unsere LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. aus«, rief er begeistert, »hochmütig und herablassend! Ein unglaubliches Phänomen . . .«

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In einer halben Stunde wird das Phänomen seiner Bestimmung zugeführt werden, sagte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. still zu sich selbst . . . Das Phänomen . . . Und sie riß sich zusammen. Niemand sollte heute Tränen an ihr sehen. Niemand. Auch nicht denken. An nichts denken. So ließ sie sich nach dem Bahnhof fahren . . . mit Augen, die so taten, als sähen sie . . . Aber sie sahen nichts . . . nichts . . . Im Wartesaal zwang man sie, mit den beiden anderen zu frühstücken. Sie war gehorsam. »Heute will ich keinen Willen haben, NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, heute will ich tun, was ihr beide mir befehlt. Heute will ich noch einmal – frei haben.«

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Ein geradezu üppiger Frühstückstisch wurde in aller Hast hingezaubert. »Eine Morgenandacht, Herrschaften«, gebot NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative feierlich, »außerdem schon deshalb bedeutungsvoll, weil wir heute unsere LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. auf ihre erste Überlandfahrt geleiten.«

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Der Kellner hatte jedem von ihnen einen Literkrug »Hofbräu« vorgesetzt. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative hob seinen Krug gegen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , die zierliche, elegante GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hob, wenn auch mit beträchtlicher Mühe, ihren Krug gegen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. – und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war kein Spielverderber.

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»Skaal, ihr Lieben«, sagte sie, »oder wie man hier sagen muß, Prosit!« Und ehe noch NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative seinen Krug gegen LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s hatte klingen lassen, hatte sie einen gehörigen Zug getan.

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»Bravo, bravo!« jubelte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, so laut, daß sich viele Gäste des Wartesaals nach ihnen umblickten.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. setzte sogleich ihren Becher wieder hin. »Bitte,
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bitte, kein Aufsehen erregen.« Die Angst, die Angst, die sie nicht losließ . . .

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Doch sie wollte fröhlich sein. Und außerdem, sie gestand es sich ehrlich: das frische, duftige Bier schmeckte ihr herrlich. Und dieses herzerquickende Frühstück mit knusprigen Berliner Knüppeln und Brötchen, mit Schlackwurst und Leberwurst und Käse, ein echt deutsches Morgenmahl – ganz und gar keine Krankenkost!

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»Man wird ein ganz neuer Mensch, Kinder«, gestand sie, »das schmeckt wie Auferstehung! Wenn's nur erst so weit wäre! Prosit! Es lebe das Leben!«

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Als die Abfahrtszeit gekommen war, zog LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative., am Arm von NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, mitten durch das wimmelnde Gedränge auf den Bahnsteig hinaus, so schnell, daß GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- Mühe hatte, ihnen zu folgen. Man fand für LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. einen Fensterplatz in einem Zweiterklasseabteil. NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hatten ihr gegenüber Plätze bekommen.

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Mit frohen, wachen Augen, die jede Nichtigkeit um sie herum wie ein neues Erlebnis aufnahmen, fuhr LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. in ihr neues Leben hinein.

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Die Landschaft zwischen BerlinBerlin -- City in Germany und DresdenDresden -- City in Germany, endlose, wenig abwechslungsreiche Ebenen mit mageren Waldungen und frühlingsbraunen, leeren Äckern, da und dort rot und weiß und gelb koloriert von kleinen Siedlungen und Dörfern und Städtchen und Städten, durchbrochen von langsam dahingleitenden Bach- und Flußläufen – ein Bild ohne Erregungen, ein Panorama, das besänftigt und einlullt. Ein niedriger, blaugrauer Himmel darüber, der mit frischem Morgenwind weiße Sonnenwolken wie junge Lämmer, die gerade aus den Ställen herausgelassen, lustig vorwärts trieb. Dann plötzlich ein großes, hellgrünes Viereck, Wintersaat, schon der Krume entsprossen, zwischen Weidenbüschen, die schon etwas Silber trugen, darüber geisternd eine dunkle Wolkeninsel. Ein Kirchturm steht vor dem Horizont gen Osten.
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Die Sonne löst sich aus einem sehr tief treibenden Wolkenballen los und übergießt die ganze Welt mit messingblankem Geglitzer. Die Telegrafendrähte vor dem Wagenfenster schwirren auf und nieder. Ein Rebhühnerschwarm schießt wie eine auseinandergerissene dunkle Kugel aus einem finsteren Stück Brachland vor falbem Föhrengehölz hoch; ein Bahnwärterhäuschen mit Silberbirken und ein paar Obstbäumen, verkrüppelt und geduckt, und dazwischen flatternde, bunte Wäschestücke, eine Frau, die Hände gegen die Hüften gepreßt, die Augen auf den Zug gerichtet, neben ihr ein blondes Kind mit einem knallroten Ball in der Hand, und ein brauner Spitz hockt neben dem Kinde – husch – vorbei. – Man kann noch das Winken der Frau erhaschen. Wie eine Fahne weht ein blau und weiß gewürfeltes Wäschestück in ihrer Rechten. – Ein ungepflasterter Landweg biegt gegen den Bahndamm. Zwei schwere Ackergäule vor hochbeladenem Fuhrwerk. Der Fuhrmann holt mit der Peitsche aus. Die Sonne vergoldet ihn und die Peitschenschnur und das Blechstück seines Pfeifendeckels. Auch die Pfützen der ausgefahrenen Wagenspur. – Hinter einem weitgeschwungenen Landrücken steigen Fabrikschlote hoch, und weiße und gelbgrünliche Rauchsäulen winden sich ins Blaue, bis eine Brise sie knickt und sie sonnenhelle Wolken werden . . .

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Augen sind Maleraugen geworden. Und sie erschrickt. »Das sind nicht meine Augen . . . Das sind AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Augen . . . Ist er denn noch nicht tot in mir? . . . Kann er mir denn keinen Frieden geben?«

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Sie schließt die Augen. Sie weiß nicht, weshalb sie sich so fürchtet, so, wie AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ' Augen es getan, die Welt zu sehen, aufzufangen und zu lieben . . . Ist es, weil sie sich fürchtet, nie zu sich selber zu kommen, nie sich loslösen zu können von – AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili -- ? . . .

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative sind hinausgegangen, um zu rauchen.

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Im Abteil sind noch ein paar sehr korrekt aussehende deutsche Herren. Die beiden Eckplätze an der Tür gehören ihnen.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. hat sie bis jetzt kaum beachtet. Sie halten sich hinter Zeitungen verschanzt.

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Plötzlich legt der eine Herr seine Zeitung vor sich hin, der andere Herr folgt seinem Beispiel, nur mit dem Unterschied, daß er seine Zeitung fast feierlich zusammenfaltet, der »Herr von Gegenüber«. Unwillkürlich betrachtet sie ihn, und er erwidert den Blick sehr umständlich. Hm, macht er mindestens viermal. Der andere Herr klopft sich etwas Staub ab, zieht seinen einen blanken, braunen, sehr soliden Handschuh ab. Ein erheblicher Brillantring kommt zum Vorschein. Hm, räuspert es wieder. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. zieht ihren Pelz enger um sich. Sie fühlt die Blicke der beiden »Herren der Schöpfung« auf sich gerichtet. – Sie macht ein sehr hochmütiges Gesicht.

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Hm, sagt da der Herr neben ihr, hm und noch einmal: »Gnädigste gestatten?« Sie blickt ihn an.

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Er hält ein sehr schweres silbernes, mit Gold belegtes Zigarettenetui ihr entgegen: »Es ist zwar ,Nichtraucher' . . . Hm . . . Aber die beiden anderen Herrschaften . . . hm.«

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. lächelt .»Nein, danke.«

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Hm, und der Herr hat sein Etui wieder zugeklappt und umständlich in der hinteren Hosentasche untergebracht. Hm . . .

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Der Herr gegenüber entfaltet seine Zeitung wieder.

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Und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. blickt zum Fenster hinaus.

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Ein kleiner zierlicher Birkenwald auf einem Hügel unter der Sonne. Zwei ganz kleine Perlmutterwolken darüber – wie Flügel, von einem Kinderengel beim Spielen vergessen.

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative ist hereingekommen, sitzt wieder auf seinem Fensterplatz.

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»Vorfrühling«, sagt er, »Vorfrühling, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. . . . Keine andere Sprache kennt ein ähnliches Wort.«

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Und GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , die jetzt auch wieder hereingekommen ist, wiederholt das Wort: »Vorfrühling . . . Das habe ich nie gehört. Ein schönes, entzückendes Wort . . . Jetzt dort draußen stehen und malen, malen, so wie . . .«

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Da bricht sie ab, meidet LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Blick und schließt die Augen.

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Eine lange Stunde saßen sie so schweigend.

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In LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Ohr klangen GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Worte nach: » . . .Vorfrühling . . . malen . . . so wie . . .« und sie vollendete den Satz . . . »so wie einst mit AndreasAndreas Sparre (fictional) Linked to: #wegenerE #lili --

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War es Eifersucht, was sich jetzt in ihr regte? . . .

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Nein, nein, nicht denken . . .

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Sie beugte sich zu GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hinüber, – niemand sah es, auch NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative nicht, der eingeschlummert war wie GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- , und die beiden fremden Herren standen draußen im Gang und rauchten, – und legte ihre Hand auf GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Schoß. Dann stand sie auf und setzte sich neben GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hin, legte den Kopf gegen GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- s Schulter und blickte wieder hinaus: Höhenzüge wellten heran, wuchsen zu kleinen Bergen, und immer neue gesellten sich hinzu, bestreut mit Villen. Und schließlich wurde alles zu einem Kunterbunt von Villen und Gärten und Mietshäusern – und dazwischen reckten sich Fabrikbauten empor, Straßenzüge öffneten sich wie Kanäle und Grachten zwischen Häuserkolonnen, und die Häuserkolonnen wurden zu großen Siedlungen voll von quirlendem Leben. Straßenbahnen, Autos, Menschen, schreiende Reklamen an fensterlosen Giebelwänden, weite, vielverzweigte Schienengelände auf beiden Seiten, Züge mit endlosen Wagenkarawanen, Stationen, rechter Hand und linker Hand, ein ewiges Schüttern des Wagens, der stoßend und polternd durch Weichen geschleift wurde . . .

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Dann hielt der Zug.

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative war erwacht.

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»Sind wir bald angelangt?« fragte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative..

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»Die nächste Station.« Sie weckten GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- .

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Als der Zug sich wieder in Bewegung setzte, standen sie alle drei am Fenster. Jetzt fuhren sie über die lange Brücke, unter der sich der breite, dunkle StromElbe -- River in Europe wie ein schillerndes Samtband dehnte, und LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sah DresdenDresden -- City in Germanys grüne Kuppeln und Türme und Dächer aus dem schillernden Wasserspiegel auftauchen wie ein verklungen gewesenes und heimgekehrtes Vineta . . . ihr Vineta . . . Sie hob langsam den Blick aufwärts und sah, daß es kein Trugbild war, diese große, schöne, königliche Stadt zu beiden Seiten des ElbestromeElbe -- River in EuropesDresden -- City in Germany, aufsteigend aus dem breiten Tal zu grünen Hügeln und sanftem blauen Himmel.

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Auf dem Sitz ihres Platzes kniete sie und starrte hinaus und trank das Bild dieser so heiß ersehnten, aus vielen Schmerzen ihr bescherten Wallfahrtsstätte mit den Augen. Und die Augen wurden zu voll und zu schwer. Sie mußte sie schließen und preßte die Hände gegen das Herz. Es waren sanfte, gläubige Tränen, die sie weinte . . . Grenzenloses Glücksgefühl überflutete ihr ganzes Denken. »Jetzt bin ich zu Hause . . . jetzt bin ich bald zu Hause.«

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NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative legte seine Hand auf ihre Schulter. »Kind, Kind.«

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»Es ist ja nur vor Glück, NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- stand neben ihr. Sie konnte keine Worte finden. Aber viele Tränen.

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Wie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. aus dem Abteil hinausgekommen ist, wie sie dann in einer Autotaxe in DresdenDresden -- City in Germany ihren Einzug gehalten hat, ist ihr für immer aus dem Gedächtnis entschwunden.

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Es ist eine lange Autofahrt gewesen, die Stadtstraßen lagen schon hinter ihnen, Villenviertel nahmen sie auf, und plötzlich kamen sie vorbei an breitgelagerten, hohen Gebäuden. Dort bog der Wagen um eine Straßenecke,
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schlanke, weiß leuchtende Birken hoben ihr filigranfeines Zweigwerk über eine Gartenmauer, hinter der ein grauer, feierlicher, mächtiger Baukomplex, aus vielen Häusern sich zusammenfügend, aufstieg.

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»Halten, halten!« rief LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.. »Hier ist es!«

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Im nächsten Augenblick hielt der Wagen vor einem Portal, das mit großen Lettern die Aufschrift trug:

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STAATLICHE FRAUENKLINIKWomen's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden.

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»Wie konntest du das wissen?« fragten GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- und NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative, als sie LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. beim Aussteigen halfen.

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»Ich fühlte es, daß es hier sein mußte«, antwortete LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sehr matt, »helft mir etwas, – damit ich mich stützen kann . . . Es war eine so lange, schwere Reise.«

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Als sie vor dem Portal standen und klingelten, war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. bleich wie der Tod. Sie hörte den Ton der Hospitalglocke, und ihr war, als hätte sie den Klang ihres eigenen Herzens vernommen.

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Aus dem Fenster der Pförtnerwohnung rief eine weißgekleidete Schwester sie an. »Zur Privatabteilung? – Bitte rechts durch den Garten.« Es war bereits später Nachmittag. Weiches, gedämpftes Licht aus regenfeuchtem Himmel lag über dem großen Garten, dessen schlanke Birkenstämme wie Silber über Rasenmatten leuchteten. LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. ging voran.

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Sie war endlich zu Hause. –

XII

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In der Eingangstür zur PrivatklinikWomen's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden stand eine ältere, weißgekleidete Schwester und umarmte eine Dame. Dieses war LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s erster Eindruck von der »FrauenklinikWomen's Clinic -- Staatliche Frauenklinik, Pfotenhauerstr. 90, Dresden«. Und dieser Eindruck blieb.

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Die ältere Schwester war die Frau Oberinthe Matron (fictional) -- Modeled on Margarete Leifert, or possibly Seifert, a nurse at the Dresden clinic. Sie nahm Abschied von einer Patientin.

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Dann empfing sie mit großer Liebenswürdigkeit die drei Ausländer und führte sie in einen langen Hospitalkorridor hinein. Die Dämmerung hatte bereits begonnen, und durch die Glasscheiben einer großen Flügeltür am Ende des Korridors fiel ein weicher, seegrüner Schimmer, der sich auf dem blanken Parkett und den vielen weißlackierten Türen widerspiegelte.

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»Der Herr ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- kommt bald«, sagte die Oberinthe Matron (fictional) -- Modeled on Margarete Leifert, or possibly Seifert, a nurse at the Dresden clinic.

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In der Nähe der großen Flügeltür standen ein paar Lehnstühle und ein kleiner Tisch, von einer Lampe beleuchtet. Dort unterhielt sich ein Arzt in weißem Kittel mit ein paar Damen.

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GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- ergriff LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Hand. »Das ist doch Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- «, flüsterte sie.

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»Du irrst dich, GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- «, sagte NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative. »Übrigens hast du ihn ja nie gesehen. Es ist sicherlich nur ein Assistenzarzt.«

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»GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- hat recht, es ist Professor KreutzKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- «, flüsterte LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. mit bebender Stimme.

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Während er die beiden Damen zu dem Direktionszimmer begleitete, blieb er einen Augenblick stehen und begrüßte die Neuangekommenen mit zeremonieller Höflichkeit, worauf er sie bat, Platz zu nehmen.

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Sie setzten sich um den runden Tisch, LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. war stumm geworden. Weiße Schwestern kamen und gingen und wünschten Gutentag.

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LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative. sah nichts, hörte nichts.

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Erst als die Tür vom Direktionszimmer sich wieder öffnete, und die beiden Damen von dem ProfessorKreutz Werner (fictional) Linked to: #warnekros -- hinausgeleitet wurden, erwachte sie wieder zum Bewußtsein.

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Die Oberinthe Matron (fictional) -- Modeled on Margarete Leifert, or possibly Seifert, a nurse at the Dresden clinic gab ihnen ein Zeichen, und NielsNiels Hvide (fictional) Linked to: #knudsenP -- Hjalmar Hvide was the fictious name first used for Niels Hvide in the narrative nahm LiliLili (fictional and historical) Linked to: #sparreAn #wegenerE -- Our project editors have been unable to verify that Lili Elbe used the pseudonym Lili Courtaud outside of its use in the narrative.s Hand. GreteGrete Sparre (fictional) Linked to: #wegenerG -- blieb im Lehnstuhl sitzen.

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Vor ein paar Monaten, in